Baubiologie, eine Einführung

Der Mensch lebt nicht unabhängig von seiner Umgebung, sondern steht in ständiger Interaktion mit ihr. Besonders gebaute Räume, also vor allem unser Wohnraum aber auch die Arbeitsumgebung nehmen großen Einfluss auf unser Leben.

Nicht umsonst wird ein Haus auch als „dritte Haut des Menschen“ bezeichnet und wir legen großen Wert auf die Gestaltung unserer Umgebung. Sowohl was den Wohnraum angeht, als auch bei Geschäftsgebäuden und Außenanlagen.



Eine Vielzahl dieser Einflüsse zu erforschen und positiv zu verändern ist die Aufgabe der Baubiologie.

Definitionsgemäß ist Baubiologie die Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Wohn-Umwelt. Oder anders ausgedrückt, ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt

Ganzheitlich bedeutet in diesem Fall, dass nicht nur einzelne Aspekte unabhängig voneinander betrachtet werden, sondern die Zusammenhänge vieler Einflussfaktoren. Denn viele Aspekte die in früheren Zeiten nur isoliert voneinander analysiert wurden, wirken sich in Kombination völlig anders aus als für sich alleine gesehen.

Betrachtet werden im Rahmen der Baubiologie physiologische, psychologische, architektonische, physikalisch-technische aber auch ökologische Zusammenhänge.

Somit die die Baubiologie kein exakt eingegrenztes Spezialfach, sondern vielmehr eine Kombination aus einer Vielzahl von Wissensgebieten und Themenfeldern. Weshalb es unter den Baubiologen auch zahlreiche Spezialisten für Teilbereiche der Baubiologie gibt, wenngleich jeder ausgebildete Baubiologe natürlich umfassendes Wissen zu allen Bereichen haben muss.

Begründet wurde die Baubiologie in Deutschland übrigens von Hubert Palm, einem Arzt, der schon in den 1960er Jahren zahlreiche Vorträge zum Thema hielt. Erste Projekte und Arbeitskreise entstanden dann im Laufe der 1970er Jahre.

Das Tätigkeitsfeld und die mit einbezogenen Wissensgebiete sind sehr umfangreich. Neben der Messung und dem Wissen um chemische Schadstoffe, Schimmelpilze und Elektrosmog, kümmert sich ein Baubiologe auch um energiesparendes Bauen und Wohnen, ökologische Aspekte, sowie Lärm und raumpsychologische Zusammenhänge.

Staatlich anerkannt ist der Beruf des Baubiologen bislang nicht, theoretisch kann sich jeder so nennen.

Baubiologen mit fundierter Ausbildung finden Sie unter: Fachberater und Firmen … >>


Ähnliche Artikel: