Nachhaltigkeit & Umweltbewusstsein zuhause: 5 tolle Tipps für einen nachhaltigen Alltag

Der grüne Fußabdruck ist inzwischen zum Kultsymbol avanciert. Heutzutage ist es immer mehr Menschen ein wichtiges Anliegen, unsere Zukunft, und die der folgenden Generationen positiv zu beeinflussen. Bereits in den eigenen vier Wänden kann man eine Menge Gutes für den Umweltschutz tun – und nebenbei auch für sich selbst. Hier gibt es 5 tolle Tipps, wie man die Nachhaltigkeit auch ins eigene Zuhause bringen kann.

Die besten Tipps zum nachhaltigen Wohnen

Wer gerne nachhaltig leben möchte, fängt am besten im eigenen Zuhause an. Denn dort spielt sich ein Großteil unseres Konsumlebens ab. Von unserer Einrichtung, über unsere Ernährung und unseren Stromhaushalt bis zum Abfall – schon kleine Änderungen tragen zu mehr Umweltbewusstsein bei. Folgende Tipps helfen dabei, auch daheim Nachhaltigkeit zu leben:

Green-Tipp #1: durch Einrichtung Ressourcen schonen

Klar wird man nicht von heute auf morgen alle Möbel austauschen – allerdings kann man sich bei Neuanschaffungen durchaus überlegen, Ressourcen zu schonen. Ob Wohnaccessoires, Möbelstücke oder auch Textilien, qualitativ hochwertige Stücke zahlen sich auf Dauer aus. Sie sind vor allem auch langlebiger und müssen nicht immer gleich bei jeder Schramme ersetzt werden. Reparaturen oder Restaurierungen sind definitiv nachhaltiger, als regelmäßig Billig-Möbel auf dem Sperrmüll zu entsorgen.

Weitere grüne Einrichtungstipps:

  • Upcycling liegt voll im Trend! Dabei kann man nicht nur seine kreative Seite entdecken, sondern vor allem aus guten Reststücken etwas völlig Neues und Funktionstüchtiges kreieren. Aus einem alten Autokennzeichen wird so mit ein paar Schrauben ein Kleiderhaken!
  • Nachhaltigkeitssiegel beachten! Ökologische Möbel sind durch spezielle Siegel gekennzeichnet, wie etwa: ÖkoControl, FSC, oder der Blaue Engel. Möbel aus heimischen Holzarten, wie Zirbe oder Eiche, sind Tropenholz natürlich vorzuziehen.

Green-Tipp #2: Strom & Energie sparen

Dieser Punkt ist recht einfach zu erfüllen. Strom und Energie zu sparen, funktioniert in den folgenden Bereichen ganz wunderbar:

  • Heizung: Moderne Heizsysteme helfen uns dabei, unser Zuhause im Winter nicht zu überheizen. Viel besser ist eine Basistemperatur, die durch gute Isolation gehalten werden kann. Umweltfreundliche Heizalternativen wären etwa Wärmepumpen, Solar-Anlagen oder auch Pelletheizungen. Ein Blick in die breite Palette der erneuerbaren Energien lohnt sich auch in der Geldtasche! Pro Grad weniger spart man 6% an Heizenergie (entspricht zum Beispiel 125 Liter Heizöl).
  • Lüften: Einsparpotenzial bringt auch das regelmäßige Lüften. Drei Mal täglich für 15 Minuten stoßlüften, macht mehr Sinn als den ganzen Tag das Fenster zu kippen. Durch das Lüften verbessert man übrigens auch das allgemeine Raumklima.
  • Wasser: Schon kleine Änderungen sparen Wasser: Beispielsweise Duschen statt Baden, das Wasser beim Zähneputzen abstellen, oder wassersparende Duschköpfe verwenden.
  • Energieeffiziente Haushaltsgeräte: Ein Wechsel der Haushaltsgeräte kann bei Bedarf mitunter auch nicht schaden. Dabei helfen Ratingskalen zur Beurteilung der Energieeffizienz weiter – Bezeichnungen wie AA++ etc., geben an wie wirtschaftlich ein Gerät ist. Achtung: Geräte im Standby, Energie- oder Sleepmodus, fressen sinnlos Strom! Praktisch sind daher etwa abschaltbare Steckerleisten.

Green-Tipp # 3: Nachhaltige Ernährung

Auch unsere Ernährung spielt in Sachen Nachhaltigkeit ganz klar mit. Bei diesen Punkten gibt es eventuell Verbesserungsbedarf für das traute Heim:

  • Fleisch reduzieren: Vor allem ein hoher Fleischkonsum vergrößert den CO2-Fußabdruck ganz gewaltig. Natürlich müssen Fleischliebhaber nicht gänzlich verzichten, aber maximal 3 Mal Fleisch pro Woche ist aus energietechnischer Perspektive durchaus sinnvoll. So kann man schon 20% ökologischer leben. Auch wichtig: wenn Fleisch, dann am besten Bioprodukte! Bio statt billig zahlt sich aus. Nicht nur der Umwelt, sondern auch den Tieren zuliebe!
  • Nachhaltigkeitssiegel: zum Beispiel beim Kauf von Fisch ist unbedingt auf artgerechten Fang zu achten. Gütesiegel wären hier das Bio-Siegel, außerdem ASC, MSC, Naturland Aquakultur, und Naturland Wildfisch. Bei Eiern sollte bestenfalls auf Bio-Haltung (Ziffer 0) oder auch auf Freilandhaltung (Ziffer 1) zugegriffen werden.
  • Kochtipps: Kochen mit Deckel spart Energie, Wasserkocher statt Herd ebenso.

Green-Tipp #4: Abfallentsorgung optimieren
Auch wenn wir das richtige Essen kaufen, landet immer noch ein Drittel davon wieder im Müll. Entweder man kauft oder kocht zu viel und oft ist auch die falsche Aufbewahrung schuld. Mit diesen Tipps kann man Abfall verringern:

  • Einkaufszettel: dieser simple Trick hilft garantiert dabei, nur das zu kaufen, was wirklich gebraucht wird und man wirft viel weniger weg.
  • Essenspläne: noch nie war das Internet nützlicher! Mit dem sogenannten Meal Planning kann man genau einkalkulieren, was man in nächster Zeit essen wird und das dann vorbereiten.
  • Plastik vermeiden: jeden Einkauf mit einer neuen Plastiktüte zu bestreiten ist eine umwelttechnische Katastrophe. Am besten immer einen Stoffbeutel oder Rucksack mitnehmen. Auch beim Kauf von gewissen Produkten sollte denen der Vorzug gegeben werden, die besser recyclebare oder abbaubare Verpackungsmaterialien verwenden.
  • Trinkflasche: eine schicke Glasflasche ist wiederverwendbar und ersetzt unzählige Plastikflaschen.
  • Werbung: meist landen Werbeprospekte sowieso im Müll. Ein „Bitte keine Werbung!“-Schild ist definitiv eine Überlegung wert.
  • Reste verwerten: aus übrig gebliebenem Gemüse kann man prima Suppen kreieren, die dann auch länger im Tiefkühlschrank überleben.
  • Zero Waste Bewegung: die Mission lautet: Einsatz für nachhaltigere Lösungen, Lebensstile und Projekte für ein müllreduziertes Leben!

Green-Tipp #5: Ökologische Reinigungsmittel verwenden

Nicht nur umwelttechnisch sollte man Chemiekeulen nicht zur Reinigung verwenden. Auch für die Gesundheit rechnet sich der Einsatz von chemiefreien Reinigungs- und Waschmitteln. Besonders Kinder und Allergiker fühlen sich in einem biologisch gereinigten Umfeld wohler. Gerade im Kinderzimmer ist eine chemiefreie Reinigung wichtig. Das gilt nicht nur für Böden, Teppiche, Oberflächen und Co., sondern vor allem auch für das Reinigen von Spielzeug. Generell empfiehlt sich auch beim Spielzeug auf ökologische und damit nachhaltige Produkte zu setzen. Übrigens, wie man zum Aufräumen und Putzen auch die Kinder motivieren kann, zeigt diese tolle Infografik.

Fazit

Schon mit relativ geringem Aufwand kann man seinen ökologischen Fußabdruck nachhaltig verringern. Und was Zuhause funktioniert lässt sich nach und nach auch in den Alltag außerhalb der eigenen Wohnung umsetzen. Mit den angeführten Tipps tut man nicht nur sich selbst und seinem Gewissen einen Gefallen, sondern auch der Umwelt und den zukünftigen Generationen!

 

Autorenname: Mag. (FH) Stefan Gassner

Position: Geschäftsführer

Stefan Gassner ist Inhaber der Immobilienagentur SAGE Immobilien in Zell am See. Das Unternehmen wurde bereits zum wiederholten Male als bester Immobilienmakler Österreichs bei den European Property Awards ausgezeichnet. Dies verdankt der Betrieb nicht zuletzt den innovativen und nachhaltigen Ansprüchen in Sachen Wohnqualität.

 

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