Heizen mit Pellets

brennholzDass das Heizen mit der guten alten Ölheizung mittlerweile fast schon ein Auslaufmodell ist, haben viele Hausbesitzer und Bauherren schon verinnerlicht. Aber mit der Alternative hapert es noch, speziell bei größeren Bauprojekten die nicht als Passivhaus ausgelegt werden können und somit auf jeden Fall eine anständige Heizung benötigen.

Der Heizungsbauer des Vertrauens wird natürlich eine Menge Alternativen zum Öl wissen, aber nicht jede ist geeignet und nicht jede ist ausgereift. Heizen mit Holz ist zwar eine der bekanntesten davon, doch dabei denken viele Menschen sofort an den Kachelofen. Der ist natürlich eine super Sache, aber für gewöhnlich heizt er nicht das ganze Haus und Warmwasser liefert er auch nicht. Zudem muss man Holz schleppen, manuell einheizen und ihn regelmäßig säubern.

Ganz groß im Kommen sind deshalb Heizanlagen die mit sog. Holzpellets betrieben werden. Die bestehen aus gepresstem Sägemehl und setzen sich mehr und mehr durch. Mittlerweile gibt es über 450 Produktionsstätten für Pellets in Europa, 60 davon alleine in Deutschland und es werden immer mehr.

Die Vorteile von Holzpellets

liegen ganz klar in der ökologischen Verträglichkeit, wird das Holz nachhaltig produziert ist die CO2-Bilanz des reinen Brennstoffes nämlich ausgeglichen. Bei der Verbrennung wird genau so viel CO2 freigesetzt wie der Baum vorher aufgenommen hat. Dazu kommt natürlich der Energieverbrauch für Produktion und den Transport, aber auch da sind Pellets aufgrund der regionalen Produktion deutlich besser als Öl oder Gas. Zumindest werden sie nicht um die halbe Welt gefahren bis sie beim Verbraucher ankommen,

Mit Lieferengpässen ist trotz steigender Nachfrage so schnell nicht zu rechnen, von 120 Millionen Kubikmeter nutzbarem Holz werden in Deutschland lediglich 70 Millionen Kubikmeter genutzt, da ist noch Luft nach oben.

Wer jetzt Bedenken hat ob eine solche Heizung für ihn handhabbar ist, der kann beruhigt sein. Eine Pelletsheizung benötigt nur unwesentlich mehr Wartungsaufwand als eine Ölheizung. Die Pellets werden mit einem Silowagen angeliefert und in den dafür vorgesehenen Raum geblasen. Dieser kann ein ganz gewöhnlicher Kellerraum sein, in dem vorher eine Förderschnecke und ein Trichter aus Holz eingebaut wurde. Beides übrigens deutlich günstiger als eine Tankanlage für Heizöl.

Die Förderschnecke transportiert die Pellets vollautomatisch in die Heizung und auch dort läuft alles automatisiert ab. Lediglich die Holzasche muss gelegentlich geleert werden, sie ist aber ein guter Dünger fürs Gartenbeet, ein angenehmer Nebeneffekt.

Dazu sind die Pellets im Vergleich zu Öl oder Gas angenehm günstig, vorausgesetzt man kauft antizyklisch, also immer dann wenn die Preise ausserhalb der Heizperiode gerade günstig sind. Aber so kennt man das ja vom Heizöl auch und Preise zu vergleichen ist klar.

Wer jetzt einen schnellen Überblick sucht, was ihn das Heizen mit Pellets in etwa kosten würde, der findet jede Menge Infos im Web. Beispielsweise auf dem Portal pelletsbestellung.de unter www.pelletsbestellung.de/pelletspreise – aufgeschlüsselt nach Bundesländern und mit jeder Menge Informationen angereichert.

Für Neubauprojekte ist eine Pelletsheizung auf jeden Fall machbar und auch die meisten bestehenden Häuser bieten locker Platz für eine ausreichende Menge Holzpellets. Die Heizanlage selbst ist kaum größer als eine Ölheizung und wird genauso installiert.


Ähnliche Artikel:

Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

Keine Kommentare vorhanden »

Ihr Kommentar: Bitte beachten: Regeln für Kommentare

HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>