a gscheit’s Messer …

Messer Chroma p01Köche geben ja scheinbar gerne mit ihren Messern an, zumindest die, die ich im Bekanntenkreis habe. Da wird stundenlang gefachsimpelt, welche Schneide doch die beste ist und ob rostfreier Stahl besser wäre oder nicht rostfreier und wieso.

Noch schlimmer wird es dann, wenn es ums Schleifen der Messer geht. Der eine schwört auf den Abziehstahl, von dem es auch unzählige zu geben scheint, der andere schleift nur nass und diskutiert dann entsprechend tiefgründig über die Körnung des Schleifsteins.

Bislang hatte ich zu diesen Diskussionen eher wenig Zugang. Sicher, ein Messer muss natürlich scharf sein, aber sind denn die Unterschiede wirklich so groß? Und muss ich Hunderte von Euros für ein einziges Schneidwerkzeug hinlegen?

Nicht zuletzt durch den Smoker (Testbericht siehe hier … >> ) habe ich langsam aber sicher angefangen doch einmal über das Thema Messer nachzudenken. Mit dieser Art Grill hat man es doch zuweilen mit größeren Fleischportionen zu tun, die dann auch noch hauchdünn geschnitten werden müssen.

Spätestens beim ersten Brisket kam ich mit meinen Kaufhausmessern dann doch an einen Punkt an dem der Wunsch nach ordentlichem Werkzeug aufzukeimen begann. Also klinkte ich mich in die oben beschriebene Messerdiskussion ein. Allerdings mit deutlichem Fokus auf ein für den Normalmenschen bezahlbares Messer.

Recht schnell landete ich bei einer ganz besonderen Messerserie der japanischen Messerschmiede Chroma Cutlery Inc. Die produzieren schon seit Generationen japanische Kochmesser die mittlerweile in der ganzen Welt bekannt und beliebt sind.

Vom Einsteigermesser bis zum Profiprodukt gibt es von dieser Firma fast alles. Gelandet bin ich bei der Type 301 Design by F.A. Porsche. Ja, richtig, Porsche hat eine japanische Messerserie kreiert und alleine das ist ja schon ungewöhnlich.

Aber entschieden habe ich mich für die Serie nicht weil sie so toll aussieht, sondern weil man ausnahmslos Gutes darüber hört. Gefertigt werden sie aus einem Stück Edelstahl und zwar Klinge und Griff in einem. Das sieht nicht nur schön aus, es macht die Messer auch pflegeleichter, denn es kann kein Holzgriff aufquellen und es setzen sich keine Reste in eventuellen Ritzen fest.

Messer Chroma p01

Sicher, Edelstahl zählt nicht zu den Stählen die megascharf geschliffen werden können, aber die Klingen der 301er Serie sind dennoch mehr als scharf genug für so manchen Profikoch. Was erst auf den zweiten Blick so richtig begeistert ist die Tatsache dass man die Messer hinstellen kann.

Normalerweise legt man sein Messer ja hin, wenn man es nicht in der Hand hat. Diese lassen sich hinstellen, mit der Schneide nach unten, was sehr praktisch ist, weil man sie schneller wieder in der Hand hat und auch die Klinge immer etwas geschützt ist. Sie zeigt ja nicht zur Seite sondern nach unten zum Schneidebrett.

Nun gut, die Wahl auf die Serie fiel recht zügig, nur welches der Messer sollte den Anfang machen? Es gibt nicht weniger als 18 verschiedene Messer! Entschieden habe ich mich für das p01, das große Kochmesser mit 24cm Klinge. Das lässt sich vermutlich am universellsten einsetzen und ist genau richtig um zu zeigen was die Serie kann. So weit die Theorie.

Messer Chroma p01

Die Praxis sah dann erst einmal die Wahl der Bezugsquelle vor, im Internet tummeln sich ja einige Messershops. In der Regel ist das p01 für 119,- Euro zu haben, ich entschied mich für eine Bestellung bei www.kochmesser-shop.com. Der Laden machte einen seriösen Eindruck und so war das Messer ruckzuck bestellt, inklusive einem Schleifstein.

Alles weitere war pure Begeisterung. Nicht nur dass der Shop ultraschnell geliefert hat, auch das Messer sprang mir förmlich in die Hand und wollte gar nicht mehr losgelassen werden. Und das auch nach wirklich ausgiebigem Schneiden. Mit meinen bisherigen Billigmessern bekam ich irgendwann immer einen Krampf in der Hand. Mit dem 301er nicht.

Natürlich gehört so ein Messer nicht in den Geschirrspüler (kein gutes Messer gehört dort hin), aber durch die Fertigung aus einem Stück ist die Pflege überhaupt kein Thema. Kurz unter Wasser abspülen und mit einem Tuch trocknen, mehr ist nicht nötig.

In wie weit die vielen Tests bezüglich der Schnitthaltigkeit stimmen, kann ich bisher noch nicht sagen. Allerdings habe ich es jetzt einige Male hart rangenommen und noch ist es scharf. Irgendwie freue ich mich schon fast auf das erste Mal nachschleifen, sie sollen ja bei jedem Mal noch ein Stückchen schärfer werden – was nicht nur die Werbung sagt, sondern auch befreundete Köche.

Ich bin sicher, damit die absolut richtige Wahl getroffen zu haben und kann es nur empfehlen. Und natürlich auch besagten Shop!

Mal sehen wie es weitergeht, ich befürchte ja fast, dass es nicht das einzige Messer der Serie bleiben wird. Ich werde berichten …


Ähnliche Artikel:

Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen