Wasserschaden in der Mietwohnung

Das Thema Hochwasser ist derzeit in aller Munde, in großen Teilen Deutschlands heißt es „Land unter“. Für die meisten der Betroffenen ist das katastrophal, denn kaum eine Versicherung sichert Wasserschäden in potentiellen Hochwassergebieten ab.

Aber solche Fluten sind zum Glück nicht wirklich häufig, viel wahrscheinlicher ist eine ganz andere Art Wasserschaden und zwar die durch Leitungswasser. Ein undichtes Rohr, ein geplatzter Wasch- oder Spülmaschinenschlauch und schon ergießen sich Unmengen von Wasser in die Wohnung.

Wohl dem, der gerade Zuhause ist und dazu noch einen Fliesenboden besitzt, der hat vielleicht Glück und kann den Schaden abwenden. Aber in der Regel sind zumindest die Möbel direkt neben der undichten Stelle betroffen, im Falle einer Küche sind das meistens Spanplattenschränke die natürlich sofort aufzuquellen beginnen.

Wird der Schaden längere Zeit nicht bemerkt, findet das Wasser schnell den Weg unter den Boden und unter den Estrich wo es sich nicht selten unter der ganzen Wohnung verteilt. Nun ist nicht nur guter Rat teuer, sondern auch die Sanierung. Denn so ein Schaden wird mittels spezieller Gebläse und Entfeuchter beseitigt, es werden Löcher in Böden und Wände gebohrt, Schläuche verlegt das über mehrere Wochen hinweg.

Für das alles kommen prinzipiell zwei Versicherungen in Betracht, zum einen die Wohngebäudeversicherung und zum anderen die Hausratversicherung. Wie die Bezeichnungen schon vermuten lassen, kommt die eine für Schäden am Gebäude auf und die andere für die an der Einrichtung.

Die Wohngebäudeversicherung hat der Vermieter abgeschlossen und der ist auch der erste der informiert werden sollte. Denn er muss den Schaden melden und sich vor allem darum kümmern, dass die Böden trockengelegt und erneuert werden. Auch muss er klären, ob die Nachbarwohnungen ebenfalls betroffen sind, oftmals läuft das Wasser durch das halbe Haus.

Für das Mobiliar hingegen ist die Hausratversicherung zuständig, die ebenfalls zeitnah informiert werden sollte. Speziell dann, wenn die Wohnung aufgrund der Sanierung unbewohnbar wird und eine Ersatzbleibe gefunden werden muss. Über so praktische Portale wie fewo-direkt findet sich zwar in nahezu jeder Region schnell eine Auswahl an geeigneten Objekten, aber was und wie viel die Versicherung zahlt, muss natürlich vorher geklärt werden. Ein Tipp ist in diesem Fall die Mietminderung, die dem Vermieter von seiner Versicherung ersetzt wird.

Die Schäden am Mobiliar werden entweder von einem Gutachter vor Ort beurteilt oder man sendet aussagekräftige Bilder ein. Ob man eine gute Versicherung abgeschlossen hat, wird sich spätestens jetzt herausstellen. Denn dann kümmert sich rasch ein Fachmann um alle Belange, während die eher weniger empfehlenswerten Gesellschaften damit beginnen, einen am Telefon abzuwimmeln und hinzuhalten. Hier ist dann Hartnäckigkeit gefragt und viel Geduld und leider viel zu oft ein guter Anwalt. In diesem Fall ist es natürlich ratsam, seine Rechtsschutzversicherung bei einer anderen Gesellschaft abgeschlossen zu haben.


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