Sie stecken in Putzmitteln, Toiletten, Kosmetikprodukten, Sprays, Duftsteckern und Spendern: die Raumdüfte. Wenn das Zuhause schlecht riecht, greifen Verbraucher immer öfter zu Raumdüften.
Symrise, weltweit viertgrößter Hersteller von Riechstoffen, verzeichnet seit Jahren einen steigenden Umsatz bei Raumdüften. Die Industrie verarbeitet inzwischen über 3.000 Dufstoffe, aber nur 26 Stoffe müssen deklariert werden. Für die restlichen 2.974 Stoffe gilt, dass sie nicht einmal genannt werden müssen.
Und es gibt keine Studien über die Wirkung von Raumdüften, die einen ganzen Cocktail von Chemie enthalten: Alkohole, Ester, Ketone. All diese Stoffe können schon einzeln gesundheitliche Schäden hervorrufen. Sie reizen die Schleimhäute, können Lungenschäden verursachen, sind verantwortlich für Übelkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen.
Völlig unklar ist allerdings, wie eine Mischung verschiedener Stoffe wirkt und welche gesundheitlichen Auswirkungen sie hervorruft.
Auch manche Hersteller weisen auf mögliche Gesundheitsgefahren im Kleingedruckten hin, listen die Duftstoffe aber nicht gesondert auf. Wie so oft hat es der Verbraucher in der Hand, ob er Raumdüfte verwendet oder nicht.
Wer – wie von Baubiologen oftmals gefordert – mindestens dreimal pro Tag lüftet, wird die unangenehmen Gerüche auch so aus den vier Wänden bekommen und muss nicht auf Raumdüfte zurückgreifen.
Birgit Geistbeck – Baubiologin IBN
Quelle: www.wdr.de





