Warnschilder für Wanderer

Der Beschluss des Europarats vom Mai, in dem gefordert wird, »alles Erdenkliche zur Reduktion elektromagnetischer Strahlenbelastung« zu tun, um vor allem Kinder zu schützen, wurde leider von der Presse etwas unter den Tisch gekehrt. Man darf ja die Mobilfunkindustrie nicht vor den Kopf stoßen. Was der Europarat fordert – eine massive Senkung der Grenzwerte und ein generelles WLAN-Verbot an Schulen – fordern Baubiologen und Bürgerinitiativen ja schon lange.

Die Bürgerinitiative Funkmast Ortenaukreis mit Sitz in Waldulm geht jetzt einen neuen, etwas ungewöhnlichen Weg, um ihren Forderungen nach Strahlenreduzierung Nachdruck zu verleihen. Sie hat jetzt – mit Einwilligung der Grundstücksbesitzer – in der Nähe eines Funkmastes zwei Elektrosmog-Warnschilder aufgestellt, um Wanderer vor der vom Mast ausgehenden elektromagnetischen Strahlung zu warnen. Die Initiative will damit auf die Verharmlosung der gesundheitlichen Risiken der Mobilfunkstrahlung aufmerksam machen.

Ein ungewöhnlicher, mal etwas anderer Weg, auf die Belastung durch Hochfrequenzstrahlung in unserer modernen Zeit aufmerksam zu machen. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass auch die Politik bald reagiert und die Grenzwerte um ein vielfaches senkt, damit sie wenigstens in die Nähe der baubiologischen Richtwerte kommen.

Birgit Geistbeck
www.birgit-geistbeck.de

Quelle: baden-online.de

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4 Kommentare »

  Gerhard Zirkel schrieb am 13 Juli 2011 um 09:28 Uhr:

Na ob das wirklich etwas bringt. Meines Wissens gibt es kaum eine Bevölkerungsgruppe, die konsequenter jegliche Form von Schild ignoriert als Wanderer :) Aber den Versuch ist es allemal wert.

Gerhard

  Birgit Geistbeck schrieb am 13 Juli 2011 um 10:40 Uhr:

Eine witzige Idee ist es allemal.

Birgit

  Barbara Newerla schrieb am 13 Juli 2011 um 21:52 Uhr:

Ich finde das super!

  Hanns schrieb am 14 Juli 2011 um 12:59 Uhr:

Ein heikles Thema – eigentlich müßte so viel getan werden und nichts passiert… ich denke nicht, daß die Politik reagieren wird…

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