Der Beschluss des Europarats vom Mai, in dem gefordert wird, »alles Erdenkliche zur Reduktion elektromagnetischer Strahlenbelastung« zu tun, um vor allem Kinder zu schützen, wurde leider von der Presse etwas unter den Tisch gekehrt. Man darf ja die Mobilfunkindustrie nicht vor den Kopf stoßen. Was der Europarat fordert – eine massive Senkung der Grenzwerte und ein generelles WLAN-Verbot an Schulen – fordern Baubiologen und Bürgerinitiativen ja schon lange.
Die Bürgerinitiative Funkmast Ortenaukreis mit Sitz in Waldulm geht jetzt einen neuen, etwas ungewöhnlichen Weg, um ihren Forderungen nach Strahlenreduzierung Nachdruck zu verleihen. Sie hat jetzt – mit Einwilligung der Grundstücksbesitzer – in der Nähe eines Funkmastes zwei Elektrosmog-Warnschilder aufgestellt, um Wanderer vor der vom Mast ausgehenden elektromagnetischen Strahlung zu warnen. Die Initiative will damit auf die Verharmlosung der gesundheitlichen Risiken der Mobilfunkstrahlung aufmerksam machen.
Ein ungewöhnlicher, mal etwas anderer Weg, auf die Belastung durch Hochfrequenzstrahlung in unserer modernen Zeit aufmerksam zu machen. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass auch die Politik bald reagiert und die Grenzwerte um ein vielfaches senkt, damit sie wenigstens in die Nähe der baubiologischen Richtwerte kommen.
Birgit Geistbeck
www.birgit-geistbeck.de
Quelle: baden-online.de





