In Much gibt es einen Kindergarten – die „Himmelsleiter“ -, der den in den sechziger Jahren in Norditalien entwickelten Ansatz der sog. Reggio-Pädagogik verfolgt. Die Feng-Shui-Beraterin Michaela Adami-Eberlein hat sich der Aufgabe gewidmet, das pädagogische Konzept durch eine Raumgestaltung nach Feng-Shui-Gesichtspunkten zu unterstützen.
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Chifluss im Eingang
Zunächst widmen wir uns beim Betreten der Einrichtung der Wand gegenüber der Eingangstür. Dort befand sich eine Elterninfotafel. Jeder Besucher wurde also ungefragt mit Informationen versorgt. Vielleicht konnte der Eintretende sie gar nicht verarbeiten.
Die knalligen, nicht aufeinander abgestimmten Farben führten zu einer übergroßen Yang-Betonung. Unruhe und Gereiztheit der sich dort aufhaltenden Menschen könnten die Folge sein. Was bedeuteten die grellen, fast schon aggressiven Farben und die Informationsflut für die Zielgruppe der Einrichtung, nämlich die Kinder?
Die Tafel war für sie weder verständlich noch von Bedeutung, wenn es am Morgen um das Ankommen in „ihrer“ KITA geht. Hier befanden sich Yin und Yang, die beiden polaren Urkräfte, die das Chi entstehen lassen, nicht im Gleichgewicht. Demzufolge war der Chifluss im gesamten Eingangsbereich gestört. Es galt also, diese Wand so zu gestalten, dass der Besucher gern eintritt.
Auf was muss hier geachtet werden, um allen Anforderungen gerecht zu werden? Die Funktionalität der Einrichtung spielt bei dieser Frage eine ebenso wichtige Rolle, wie ästhetische Aspekte. Ziel einer Feng-Shui-Beratung ist es hier, die individuellen Fähigkeiten der Erzieher sowie der Kinder zu unterstützen.
Ein spezielles Farbkonzept, orientiert an der Astrologie des Hauses – hier in grau, rot und rosa – und eine optimale Raumnutzung, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Nutzer der „Himmelsleiter“ stehen hier im Mittelpunkt.
Maßnahmen und erste Ergebnisse
Der Frühling bringt viel Neues, so auch die Umsetzung erster Maßnahmen in diesem Projekt. In Zusammenarbeit mit dem Kindergartenteam wurde eine spezielle Lösung eigens für die Wand gegenüber dem Haupteingang gefunden. Hier fühlt sich der Besucher nun willkommen geheißen.
Der Eingangsbereich wurde komplett umgestaltet; eine Begegnungsecke für Eltern und Kinder ist entstanden. Ist erst ein Anfang gemacht, sind die nächsten Schritte leicht. Die Frühstücksecke, bisher ebenfalls im Eingangsbereich, war eher kühl und unbehaglich. Sie bot den Kindern wenig Gelegenheit, die Mahlzeiten ruhig einzunehmen: Vor einer Fensterfront, ungeschützt, konnte sich kein Chi sammeln.
Die Folge: unruhige Kinder, denen es nicht gelang, sich auf ihr Essen zu konzentrieren. Es war schnell klar, dass es eine komplette Verlagerung dieses Bereiches geben würde. Hierbei mussten gleich mehrere Dinge berücksichtigt werden. Neben den Feng-Shui-Parametern waren bei der Wahl eines neuen Platzes die Funktionalität ein ebenso wichtiges Kriterium, wie der Wohlfühlaspekt.
Nun ist die Frühstücksecke in den benachbarten Gruppenraum so integriert, dass die Kinder in sichtlich behaglicher Atmosphäre genüsslich ihre Mahlzeiten einnehmen können. Ein aufgemalter Regenbogen, „unter“ dem die Kinder sitzen, schmückt die Wand. Der Geräuschpegel ist im Vergleich zu vorher deutlich gesunken und einem entspannten Miteinander steht nichts mehr im Wege.
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Michaela Adami-Eberlein
Feng Shui Beratung und Psychologische Beratung
www.fengshuipraxis-much.de





