Die Jungfrau und der Drache – Teil 2: Wege mit der Wünschelrute

radiaesthesieFortsetzung von Teil 1

Dr. Jörg Purner von der Universität Innsbruck trat dem Phänomen “Kraftort” auf andere Weise gegenüber. Er untersuchte heilige Orte mit der Wünschelrute. Bei der Radiästhesie (Strahlenfühligkeit) reagiert der Rutengänger auf das örtliche Strahlungsniveau mit unbewussten Muskelkontraktionen, die dann den Wünschelrutenausschlag hervorrufen.

Professor König von der Technischen Universität München hatte im Auftrag des Bundesforschungsministeriums mit einer statistischen Sicherheit von 99,99% festgestellt, dass es sich beim Ausschlag der Wünschelrute nicht um Zufall handelt. Wie nun Dr. Purner bei seinen Untersuchungen herausfand, häufen sich insbesondere im Altarbereich von Kirchen, sowie im Zentrum von Steinkreisen radiästhetische Phänomene wie Wasseraderkreuzungen, Blinde Quellen, Gitternetzkreuzungen und geologische Verwerfungen.

Der Weg des Drachen

Eine zweite Legende in Chartres besagt, dies sei der Ort, an dem die “WOUIVRE”, die Erdschlange, im Boden wohne. Die Schlange war ein heiliges Tier der Muttergöttin. Der Drache (oder auch die Schlange: Beide sind im griechischen Wort “drakon” vereint) begegnet und oft in Sagen um besondere Orte. Im Kundalini-Yoga ist die Schlange Symbol der aufsteigenden Urenergie. Das delphische Orakel soll der Sage nach auf der riesigen Pythonschlange gelegen haben, und für die Kelten war der Drache Symbol der “guten Erdkraft”.

Verfolgt man den “Weg des Drachen”, wie er in Sagen beschrieben ist, auf einer Karte, stellt man erstaunt fest, dass sich entlang dieser geraden Strecke Kirchen und Wallfahrtsstätten aufreihen. In München gibt es gleich zwei Sagen, die eine solche “heilige Linie” bezeichnen: Die eine ist die vom Lindwurm (einem drachenartigen Wesen), der sich auf dem Marienplatz niedergelassen haben soll, die andere die von den zwölf Aposteln, die in den Quatembertagen (vier Bußtage der katholischen Kirche zu Beginn jeden Quartals) von der Heilig-Geist-Kirche zur Frauenkirche wandern sollen.

wurmeckZieht man eine Linie zwischen den beiden Kirchen, so liegt das “Wurmeck”, das am neuen Rathaus durch einen Bronzedrachen gekennzeichnet ist, auf dieser Linie. Verlängert man die so entstandene Gerade nach Nordwesten, liegen auch St. Benno und St. Bonifaz auf dieser Linie. Nach Südosten verlängert liegen St. Wolfgang und Maria Ramersdorf – eine Wallfahrtskirche aus dem 11. Jahrhundert auf dieser “Drachenbahn”. Auch hier steht also der Drache in Verbindung mit zwei Wallfahrtskirchen (Frauenkirche, Maria Ramersdorf), die der Muttergottes geweiht sind.

Arbeitsfeld Geomantie

Radioaktivität, magnetische Anomalien, radiästhetische Reaktionszonen und heilige (Drachen-)Linien: Der heilige Ort, der “Kraftort”, ist ein komplexes System ineinander greifender Kräfte. Die Lage der Kirchen und Kultstätten konnte daher unmöglich zufällig gefunden worden sein, vielmehr ist die Findung eines heiligen Ortes und seine korrekte Gestaltung Teil einer komplexen Wissenschaft, die heute “Geomantie” genannt wird.

Geomantie bedeutet soviel wie Erdinterpretation und beschreibt ein ganzheitliches Erfahrungsgebiet, das die geistige Identität eines Ortes zu ergründen sucht, um gestalterisch darauf eingehen zu können. Sie arbeitet mit Techniken wie Radiästhesie, Astrologie, Astronomie, der Interpretation von Topografie und Landschaft und versucht dadurch Bereiche der Realität wahrzunehmen, die dem physischen Auge verschlossen bleiben.

Stefan Brönnle
Büro für geomantische Planung
www.stefan-broennle.de
www.inana.info
www.geomantie-zentrum.de


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1 Kommentar »

  Die Jungfrau und der Drache – Teil 1: Das Geheimnis der Kraftorte schrieb am 12 Juni 2011 um 09:45 Uhr:

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