Elektrosmog am Arbeitsplatz…

so der Titel eines kleinen Rundfunkbeitrags des Deutschlandfunk.

Klaus Trost, Physiker und Mitarbeiter der Mess- und Beratungsstelle Elektrosmog beim Bonner Wissenschaftsladen, besucht mit Deutschlandradio eine Studentenbude, so wie essie zu tausenden in Deutschland gibt – Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum in einem – und gibt Tipps zur Elektrosmog-Reduzierung.

Elektrosmog am Arbeitsplatz betrifft einen großen Teil der Arbeitnehmer, arbeiten doch ziemlich viele von uns im Büro umgeben von viel Elektronik.

Zurück zur Studentenbude von Eva, der Klaus Trost Tipps gibt, um ihre Elektrosmogbelastung zu reduzieren. Die meiste Belastung stellen nicht unbedingt Computer und Co. dar, sondern die vielen am Stromnetz angeschlossenen Kabel, die unter dem Schreibtisch herumliegen und jede Menge niederfrequente Felder produzieren. Klaus Trosts Tipp deshalb: Kabel kurz halten, Verlegung möglichst weit weg vom Körper und einen Schreibtisch ohne Metallrahmen oder -füße. Metall leitet elektrische Felder sehr gut weiter. Mein Zusatztipp: abgeschirmte Steckdosenleisten und Kabel. Die gibt’s z.B. hier.

Wenn man mit Computer und Co. auch noch in einem Raum schläft, sollte man sich auf jeden Fall eine Steckdosenleiste mit Schalter zulegen. Viele Geräte verbrauchen auch nach dem Ausschalten immer noch Strom und erzeugen somit immer noch Felder.

Und unser Freund, die Energiesparlampe, wird natürlich auch erwähnt, da sie auch nicht wenige Felder erzeugt und zudem ein für die Augen schädliches Licht produziert. Wer keine Glühbirnen gehortet hat, kann auf Halogenlampen umsteigen.

Zum Schluss geht Klaus Trost noch auf WLAN und Schnurlostelefon ein. WLAN unbedingt abschalten, wenn man es nicht mehr braucht. Und auf Schnurlostelefone nach Möglichkeit verzichten. Dem Vorschlag von Herrn Trost, auf Schnurlos-Telefone mit Full-Eco-Modus umzusteigen, kann ich leider nicht ganz zustimmen. Tests haben gezeigt, dass viele dieser Telefone auch im Stand-By weiterstrahlen.

Natürlich ist wissenschaftlich nicht endgültig bewiesen, dass Elektrosmog für den Menschen schädlich ist. Aber wie heißt es so schön: Vorbeugen ist besser.

Birgit Geistbeck
www.birgit-geistbeck.de

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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5 Kommentare »

  Hetti schrieb am 11 Mai 2011 um 09:21 Uhr:

Hi Birgit,

danke für den informativen Beitrag. Eine Frage hätte ich noch: wie verhält es sich mit Headsets für Telefone (keine Handys). Ich telefoniere geschäftsbedingt sehr viel und so ein schnurloses Headset ist eine feine Sache. Hättest Du dazu eine Empfehlung?

Grüße
Hetti

  Birgit Geistbeck schrieb am 11 Mai 2011 um 19:25 Uhr:

Hallo Hetti,

auf welcher Basis funktioniert denn dein Headset? Bluetooth? Infrarot? Und welches Telefon hast du? DECT-Standard? Schnurtelefon?

Das wäre wichtig, um eine Aussage zu machen.

Gruß
Birgit

  Hetti schrieb am 11 Mai 2011 um 19:37 Uhr:

Liebe Birgit,

ich habe (leider) DECT-Telefone mit Eco-Modus und noch kein Headset. Ich würde mir aber gerne ein anschaffen, deshalb meine Frage.

Grüße
Hetti

  Birgit Geistbeck schrieb am 11 Mai 2011 um 20:51 Uhr:

Hallo Hetti,

ich mach mich mal schlau. Bei Headsets und Handys kann es sein, dass die Strahlung über das Kabel des Headsets direkt ans Ohr weitergeleitet wird. Wenn man mit Bluetooth “arbeitet” bringt das nur eine Strahlungsreduzierung, wenn das Handy mind. 1 meter vom “Ohrstöpsel” entfernt ist, ansonsten hat man die doppelte Belastung.

Aber wie gesagt, ich mach mich schlau.

Gruß
Birgit

  Birgit Geistbeck schrieb am 24 Mai 2011 um 11:16 Uhr:

Hallo Hetti,

laut der Auskunft eines Baubiolgischen Messtechnikers (Top-Kollege) gibt es kein Funk-Headset, dass man aus baubiologischer Sicht empfehlen kann. Nur Kabelheadsets sind zu empfehlen.

Die Funk-Headsets für DECT Telefone funktionieren wie ein weiteres Mobilteil, d.h. du hast die Strahlung immer am Ohr, ECO-Modus hin oder her. Beim Telefonieren strahlt’s.

Also am besten ein Schnurtelefon mit schnurgebundenem Headset (mit laaaaangem Kabel).

Tut mir leid, dass ich da keine bessere Nachricht für dich habe.

Gruß
Birgit

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