Der Feng Shui Garten Teil 2

Feng Shui Garten Teil 2Fortsetzung von Teil 1

Wenn man nicht gerade eine freistehende Gartenanlage ohne zentrales Wohnhaus plant, ist der Ausgangspunkt einer Feng Shui Gartenberatung immer das Wohnhaus. Denn wie eingangs erwähnt stellt der Garten das Bindeglied zwischen den Einflüssen der Umgebung und dem Haus dar.

Um den Garten also entsprechend planen zu können analysiert man zuerst das Haus, seine Grundstruktur und die umgebende Landschaft.

Aus dieser Analyse ergibt sich ein exaktes raumpsychologisches Profil der Wirkung von Haus und Umgebung auf den Menschen.

Darauf aufbauend wird für den Garten ein Konzept erarbeitet, dass einerseits die Positiven Aspekte der Raum- und Landschaftswirkung stärkt und andererseits die negativen abschwächt oder fern hält.

Im nächsten Schritt wird dieses Konzept so verfeinert dass sich ein harmonisches Gesamtbild in der gewünschten Stilrichtung ergibt. Dies geschieht entweder in Zusammenarbeit mit den Hausbewohnern oder einem Gartenbauunternehmen.

Die Gestaltungselemente die dabei zum Einsatz kommen, sind die gleichen wie man sie auch ohne Feng Shui in Gärten findet. Von Bäumen, Sträuchern und Hecken über Gartenwege, Bänke, Lauben bis hin zu Teichen, Bächen und Pavillons. Nur werden sie eben nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten verteilt, sondern gezielt um eine bestimmte Wirkung zu erzielen.

Hinterher sieht man es einem nach Feng Shui gestalteten Garten nicht mehr zwingend an, dass Feng Shui im Spiel war. Gutes Feng Shui sieht man nicht, man spürt es.

Die wichtigsten Prinzipien und Methoden:

Feng Shui ist nicht eine einzelne Methode, sondern ein Überbegriff über viele hundert verschiedene Methoden, Berechnungen und Grundprinzipien, die je nach Situation zur Anwendung kommen. Ähnlich wie auch ein Arzt viele Möglichkeiten der Diagnose und Behandlung zur Verfügung hat oder ein Automechaniker viele Werkzeuge die er nach Bedarf einsetzt.

Einige der wichtigsten werden folgend vorgestellt.

Das Qi:

Eines der wichtigsten Grundprinzipien im Feng Shui ist das Konzept des Qi, oder Chi. Nicht nur im Feng Shui, auch in der traditionellen chinesischen Medizin, im Qimen Dunjia oder im Bazi Suanming spielt das Qi eine tragende Rolle.

Eine dem westlich orientierten Menschen entsprechende Übersetzung gibt es für den Begriff des Qi nicht, zu vielschichtig ist seine Bedeutung. Man versteht darunter, vereinfacht gesagt, die Lebensenergie die sowohl den Menschen als auch alles andere auf diesem Planeten am Leben erhält. Ein asiatischer Meister nannte das Qi einmal „living spirit“.

Im Zusammenhang mit dem Feng Shui dient das Konzept des Qi als Denkmodell um die Zusammenhänge zwischen Raum- und Landschaftsstrukturen und dem Menschen begreifbar zu machen.

Man spricht beispielsweise vom Qi-Fluss wenn es darum geht, Gartenstrukturen festzulegen. Oder von negativem Sha Qi wenn ungünstige Einflüsse benannt werden müssen.

Für sich alleine ergibt das Konzept des Qi nur eine theoretische Aussage, allerdings ist es die Grundlage für nahezu alle weiteren Prinzipien und Methoden des Feng Shui.

Yin und Yang:

Das Konzept von Yin und Yang ist ein weiteres wichtiges Grundprinzip in nahezu allen chinesischen Wissenschaften und verfeinert den Begriff des Qi. Es bezeichnet, vereinfacht gesagt, die Polarität aller Dinge aus denen letztendlich das Leben entsteht.

Der chinesischen Weltsicht nach ist das Universum aus einer Urenergie (Qi) der sog. Wu Qi entstanden. Aus diesem bildeten sich zwei Arten von Energie die letzten Endes zu Yin und Yang wurden.

Im Feng Shui ist dieses Prinzip immer dann interessant, wenn Dinge oder Strukturen in Bezug zueinander betrachtet werden sollen.

In einer Umgebung für Menschen ist es wichtig, immer genau die richtige Mischung aus Yin- und Yangaspekten zu haben. Zu viel Yin macht eine Umgebung langweilig und die Menschen kraftlos, zu viel Yang überfordert schnell.

Dabei ist kein Gegenstand und keine Energie immer Yin oder immer Yang, es kommt immer auf die Relation an. Eine brennende Glühlampe ist gegenüber einer nicht brennenden Lampe Yang, gegenüber der Sonne ist sie allerdings Yin.

Ein fahrendes Auto ist gegenüber einem Fußgänger Yang, gegenüber einem noch schnelleren Auto aber Yin.

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2 Kommentare »

  Der Feng Shui Garten schrieb am 16 April 2011 um 14:24 Uhr:

[...] Kommentar »   Der Feng Shui Garten Teil 2 schrieb am 13 April 2011 um 21:01 [...]

  Der Feng Shui Garten Teil 3 schrieb am 23 April 2011 um 20:32 Uhr:

[...] Fortsetzung von Teil 2 [...]

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