Miteinander füreinander, das war das große Thema im Wonnemonat.
Stand unter diesem Motto auch die Versteigerung von Funkfrequenzen, um u.a. Mobilfunknetze auszubauen? (http://de.wikipedia.org . . . g_2010)
Werden uns jetzt die Netzbetreiber wieder begreiflich machen wollen, wie lebensqualitätssteigernd es sei, auf einem visitenkartengroßen Bildschirm Breitwandfilme anzuschauen?
Der Vulkan Eyjafjallajökull hat seine Aktivitäten eingestellt und spuckt keine Aschewolken mehr aus (http://de.news . . . 4d_1.html). Die Fluggesellschaften wird’s freuen. Jetzt lassen sich auch wesentlich entspannter Schadenersatzklagen formulieren (http://de.news . . . e7b_1.html).
Sicherheit scheint nicht mehr viel zu bedeuten, wenn es um den schnöden Mammon geht. Jeder selbständige Schreiner, Metzger oder Feng Shui-Berater trägt sein eigenes unternehmerisches Risiko. Ab einer bestimmten Firmengröße scheint es aber niemanden mehr zu geben, der überhaupt noch etwas übernimmt. Außer Geld. Womit wir wieder bei „Geld ist nicht alles . . .“ wären.
In einer andere Form verfolgt BP Gewinnerzielungsabsichten und sorgt z.Zt. für die größte Naturkatastrophe, die der Mensch je angerichtet hat.
Klar, alles ist in irgendeiner Form mit Risiko verbunden, aber ist bei BP jemals – ich meine damit vor dem Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon – ein solches Szenario in Erwägung gezogen worden? Ich glaube nicht. Alles das, was sich da jetzt mit den kläglich scheiternden Versuchen der diversen TopKills (www.stern.de . . . 423.html) abspielt, zeigt doch deutlich, dass sich bisher niemand ernsthaft mit einer solchen Unfallmöglichkeit auseinandergesetzt hat. Weder bei BP, noch bei denen, die (bohrindustrienah?) die Freigabe für solche Unterfangen gegeben haben. Da ist wieder für’s Nachdenken kein Geld ausgegeben worden und dementsprechend waren auch keinerlei Vorbereitungen für den Notfall getroffen worden (www.n24.de/news . . . 95.html). Jetzt, wo das Kind seit längerem im Brunnen liegt, ist das Geschrei erwartungsgemäß groß (www.drs.ch . . . bohrungen.html). Andererseits: es ist schon erstaunlich, dass überhaupt jemals eine Firma in den USA eine Tiefseebohrerlaubnis erhalten hat. Sind doch dort 16 verschiedene Bundesbehörden für Kontroll- und Schutzmaßnahmen involviert (www.spiegel.de . . . 00.html). Wiederum andererseits: 16 Behörden!!!!! Und keine hat . . . TopKill? Nein, Overkill!
Die Staatspleite Griechenlands hat bei uns einiges an Staub aufgewirbelt und zu finanzpolitischen TopKills angeregt. Es geht um die Rettung des Euros. Ich bin wahrlich kein Freund dieser künstlichen Währung, aber ich denke, dem Euro selbst geht es gut und er bedarf keiner speziellen Rettungsmaßnahmen. Denn dem Euro ist es ziemlich egal, wer ihn ausgibt. Viel wichtiger ist mir, dass wir gerettet werden. Wir Steuerzahler, die wie üblich die Suppe auslöffeln müssen, die die anderen uns eingebrockt haben. Eher müssen wir vor denen gerettet werden, die den Euro (und auch jede andere Währung) hemmungs- und sorglos zum Fenster rausschaufeln. Wir müssen unsere Gürtel noch viel enger schnallen, um für den Schwachsinn aufzukommen, den andere verbockt haben. Sind Wespentaillen wieder en vogue? Schaun mer amoal, wie es weiter gehen wird (www.faz.net . . . content.html).
Soweit eine kleine Nachlese zum Mai. Was wird uns nun der neue Monat bringen?
Im Juni dürfen wir visionär tätig werden. Unsere Ausgangsstellung: der Kopf in den Wolken und beide Beine fest auf der Erde.
So lassen wir die Gedanken schweifen, lassen uns inspirieren und halten nach neuen Ideen Ausschau. Oder wir überlegen uns, wie wir „alte“ Ideen wirkungs- und schwungvoll in die Tat umsetzen können. Und das alles mit Einfühlsamkeit, Empfindsamkeit und ganz viel Verständnis für uns, für andere und für die anderen. Wichtig ist, dass wir wirklich ehrlich zu uns selbst sind und ein klares, realistisches Bild von uns selbst zeichnen. Keinem ist damit gedient – am aller wenigsten uns selbst – wenn wir uns mit verklärten Blick betrachten und uns selbst überschätzen. Vollmundige Versprechen, die wir nicht halten können, lassen sich nicht mit einem „oh, da hab’ ich mich versprochen“ abtun.
Wir setzen einen oder gar mehrere Prozesse in Gang, die auch vollendet werden wollen. Also brauchen wir einen klaren Blick, denn wir müssen uns für das Machbare entscheiden. Mit dem visionären Betrachten allein ist es im Juni nicht getan. Der neue Monat erwartet nun einmal von uns, dass wir uns aufraffen, die Ärmel aufkrempeln und anfassen. Da führt kein Weg dran vorbei, wir müssen tatsächlich umsetzen und realisieren, was uns da so in den Sinn gekommen ist. Betrachten wir das ganze einfach als gemeinnützigen Vierkampf: visualisieren, entscheiden, kraft- und schwungvoll handeln, vollenden. Und alles zum Wohle aller. Was das anbelangt, erfahren wir die Fortsetzung des Wonnemonats mit anderen Mitteln bzw. Vorzeichen. Wir müssen uns im Juni selbst mit einbringen. Einerseits ist es schön zu wissen, dass mit uns alles steht oder fällt. Andererseits bedeutet das aber auch viel Verantwortung für das, was wir tun oder lassen.
Der Juni passt so richtig ins Jahr des Tigers. Jetzt gibt’s Schwung, jetzt kommt der Rhythmus, bei dem jeder mit muss. Bei uns kann jeder werden, was er will – ob er will oder nicht. Wenn sich uns dieser Eindruck aufdrängt, gibt es nur eins: Augen auf und durch. Wir haben unser Ziel, steuern wir unbeirrt darauf zu. Auch wenn es auf dem Weg recht turbulent zugeht. Wir haben nun einmal einen Monat vor uns, in dem selbst Nichtstun zu einem Event werden kann.
Möge der Juni uns gewogen sein!
Bodo Trieb
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