Es ist so weit. Nachdem 2009 die Versuchsanordnung für den Teilchenbeschleuniger in CERN-Forschungszentrum den Geist aufgegeben hat, startet am Dienstag der Countdown zum gefährlichsten Experiment der Menschheit.
Warum soll der Versuch in CERN so gefährlich sein?
Weil es um den Urknall geht. Die Forscher wollen nichts anderes als den Urknall des Universums simulieren. Dafür werden am Dienstag Protonen (Bestandteile des Atoms) aufeinander geschossen. Dabei entsteht eine bisher nie erreichte Energie – ein Urknall 2.0 sozusagen.
Was dabei tatsächlich passieren wird, weiß kein Mensch. Die Meinungen und Mutmaßungen pendeln von Verschwörungstheorien und Weltuntergang bis zum harmlosen Laborexperiment hin. Im schlimmsten Fall entstehen schwarze Löcher, die unsere Erde und den Weltraum gleich mit, einfach verschlucken, im besten Fall passiert nichts spürbares.
Irgendwie wäre es schon schade in einem schwarzen Loch zu verschwinden, wo ich doch so viele Projekte erfolgsversprechend in die Wege geleitet habe. Ob auf der anderen Seite des schwarzen Lochs Feng Shui noch gilt? Vielleicht gibt es dort das sagenumwobene “Fünf-Türen-Bagua” mit Faltdach zum Aufrüsten? Oder erwartet uns ein “Feng Shui Geisterblog”, der tagesaktuell von Raunächten berichtet? Kann man die Stille des endlosen Weltalls tatsächlich unbekümmert geniessen?
Fragen über Fragen, doch morgen um die Zeit wissen wir sicher mehr und mein schwachsinniges Gelabere einfach nur Geschichte sein wird.
Mit teilchenbeschleunigten Grüßen,
Hedwig, die keine schwarze Löcher mag





