September 10, 2009 at 09:38
·in Kategorie Geomantie, Unterhaltung und Kurioses
Das ist kein geschmackloser Scherz, sondern eine mögliche Wohnperspektive in Berlin.
Unsere Hauptstadt leidet bekanntlich unter leeren Kassen. Dadurch blüht die Kreativität in Sachen Einsparprogramme. Inzwischen treffen die Sparmaßnahmen nicht nur die Lebenden. Friedhöfe zu pflegen ist teuer, sie nehmen sehr viel Platz in Anspruch und ein Grab zu verkaufen, wirft bei weitem nicht so viel Gewinn wie ein Grundstück ab. Sie ahnen die Lösung? Es steht tatsächlich zur Diskussion, Friedhöfe in Baugebiete zu verwandeln. Lesen Sie die ganze Geschichte: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1027930/ .
Die in dem Beitrag erwähnten Pros und Contras decken sehr viele Aspekte der Problematik ab. Ich vermisse leider wieder die Geomantie. Über die Kraft und Energie, die Friedhöfe mit sich bringen, macht man sich, zumindest offiziell, keine Gedanken. Es geht mir dabei nicht um Schauergeschichten und Zombis, sondern einfach um die Würdigung eines Ortes, an dem das Leben ruht. Diese Qualität unterstützt den Rückzug, hilft Abstand zu gewinnen und bleibt in ihrer Entwicklung stehen. Ohne diese Seite des Seins, verliert die Polarität des Lebens ihren Sinn. Mit solchen Projektideen sparen wir uns nicht nur krank, sondern wörtlich tot.
Aber vielleicht lässt sich noch eine andere Lösung finden. Man könnte z.B. eine schöne, große Brücke über die Friedhöfe bauen. Über ein passendes Musterobjekt habe ich vor kurzen berichtet.
Mit sparsamen Grüßen
Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de
Stichwörter:Bauen, friedhof, Geomantie
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Nun ja, um die Geschmacklosigkeit auf die Spitze zu treiben könnte man dort ein Seniorenwohnheim errichten …
An solchen Beispielen sieht man wieder ganz deutlich, wo unsere Gesellschaft ihre Schwachpunkte hat – wenn es um Geld geht, zählt nur noch Geld – alles andere wird ausgeblendet, wobei die Investoren solcher Projekte selbst ganz sicher nicht auf einem Friedhof wohnen möchten. Aber für den “dummen” Käufer ist es schon gut genug.
Gerhard Zirkel
Der ganz lebendig wohnt
hmm…,
eigentlich wohnen wir alle immer auf einem großen Friedhof. Der Boden unter unseren Füßen ist nichts anderes als verweste zu Humus gewordene oder zu Steinen gepresste oder zu Öl und Kohle gewordene Lebensmasse. Nur deswegen können wir zur Zeit so sorglos mit unserer Energie herumprassen, weil das gesammte Leben der Erde, zuvor dafür gestorben ist, und die Erde diese Energiereserven eingelagert hat.
Nun scheinen uns die Geister von toten Menschen mehr Sorgen zu bereiten als die von gefallenen Bäumen, aber eigentlich sind wir alle nur ein flüchtiger Teil des großen Ganzen.
Nach Feng Shui ist es natürlich gänzlich unmöglich über Toten sorglos zu Bauen, die jüdische Tradition sieht es ähnlich, und aus Gruselfilmen weiß jeder Nichtgläubiger wo es hinführt, wenn die Ruhe der Toten gestört wird. Das Schamanentum, die Mutter aller Religionen dieser Erde, läßt Grüßen.
Darum ist eine Parkanlage in Berlin, die bessere Alternative für nicht genutzte Friedhofsflächen. Grüne Lungen helfen den dort lebenden Menschen, und nicht den einwandernden Spekulanten.
Mit Grüßen
Sven
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