Teure Kolleginnen, werte Kollegen, hochverehrte Leserinnen und Leser,
der August gebot uns, die ausgetretenen Pfade zu verlassen, um uns und unserer Arbeit neue Impulse zu geben. Und so hat der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (United Nations High Commissioner for Refugees – UNHCR) den 19. August 2009 zum 1. Welttag der humanitären Hilfe gemacht (www.unhcr.de/aktuell/einzel…ren-hilfe.html).
Klasse! Mehr davon, mehr Aktivitäten in dieser Richtung! Ebenfalls im August verkündete die Deutsche Post, dass sie bis 2011 alle eigenen Filialen schließen will. Derzeit handelt es sich bundesweit um 475 Niederlassungen (www.stern.de/wirtsc…en-1503551.html).
Zugegeben, dass ist mal was ganz anderes, sich in dieser Form quasi selbst abzuschaffen. Das hat was. Für mich ergibt sich weniger die Frage: Meine Herren, wo lassen sie dann arbeiten? Dafür eher: Meine Herren, wo lassen sie denken?
Wirklich neu ist das nun wirklich nicht. Das ist Standard. Profitsteigerung zu Lasten der Kunden, auf dem Rücken der noch vorhandenen Mitarbeiter. Vielleicht sollten sich die Herrschaften mal selbst in ein Packerl packen. Ludwig Hirsch hatte eine solche Aktion dereinst wort- und liedgewaltig sehr plastisch beschrieben.
Zwar auf Klamauk getrimmt, doch mit einem Hintergrund, den wir augenzwinkernd ernst nehmen sollten, kam im August Herr Schlämmer daher und verkündete „Isch kandidiere“. Jawolll!! Dat war jemeint, alset ummen Aujust jing . . .
Der September tischt uns das Jahr mit seinen Aufgaben in komprimierter Form auf, wobei der Schwerpunkt auf Wandel und sich Verändern steht. Und das natürlich bis zur Vollendung. Schlapp machen gilt nicht!
Um das Denken, Durch-Denken, Über-Denken, kommen wir weiterhin nicht herum. Auch PolitikerInnen im Wahlkampf nicht!
In Verbindung mit den geballt auftretenden 9en erleben wir schnell das Chaos in unserer Gedankenwelt. An dieser Stelle sollten wir uns, wie es auch unsere Aufgabe ist, das Potential der 8 zu Nutze machen, und uns klar darüber werden, welche Gedanken und Ziele uns und unseren Mitmenschen gut tun und förderlich sind.
Ein Monat steht ins Haus, der uns mit seinem Schaffensdrang wahrlich mitreißen wird. Manchen wird er vielleicht umhauen, der Monat, besonders dann, wenn operative Hektik geistige Windstille ersetzt.
Damit müssen wir leider auch rechnen. Und das hat nicht alleine mit Wahlkampf zu tun. Zum Thema des Jahres und des Monats passt die Bundestagswahl richtig gut. Die Chance und die Möglichkeit, etwas – vielleicht sogar nachhaltig – zu verändern, ist da.
Also: denken, entscheiden, handeln und zum Wohle aller Veränderungen herbeiführen. Und wehe es redet sich hinterher einer raus „DIE hab’ ich nicht gewählt!“ oder „Das hab’ ich nicht gewollt“.
Haltet durch!
Bodo Trieb
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