Dezember 22, 2008 at 11:53
·in Kategorie für Profis
In Bielefeld werden, wie auch in anderen Städte, die Kirchengemeinden zusammengelegt. Die jetzt leerstehenden Kirchengebäude werden anderweitig genutzt.
Die spannende Frage aus Fengshuisicht, welches Datum zählt für eine Berechnung.
Das ursprüngliches Baudatum, das Datum des Umbaus, oder das datum des neuen Einzugs? Oder wurde die Kirche im Krieg gar zerstört, und das Datum des Wiederaufbaus zählt ?
Zudem können Tempel und Kirchen auch ständig mit der jeweils aktuelle Periode gerechnet werden.
Zwei Beispiele:
1. Ehemalige Paul Gerhard Kirche
Die ehemalige evangelische Paul Gerhard Kirche , erbaut in der Periode 5, wurde in 2007/08 komplett umgebaut , und ist heute eine jüdische Synagoge. Der Kirchenturm wurde verändert, das Dach erneuert. Wer dieses Gebäude heute betritt, merkt sofort, dass er sich in einem jüdischen Gotteshaus aufhält, und nicht in einem evangelischen Gotteshaus. http://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_Bielefeld
Für die Berechnung würde ich die Periode 8 als Grundlage heranziehen.
2. Restaurant Glück und Seeligkeit
Diese ehemalige Kirche wurde als Restaurant umgebaut. Der Dachstuhl, die Wände, der Boden. Alles ist gleich geblieben. Der Charm dieses beliebten Restaurants ist gerade, dass der Geist der Kirche noch zu spüren ist. Hier würde ich nicht das Einzugsdatum, sondern das letzte Wiederaufbaudatum des Gebäudes für die Berechnung der fliegenden Sterne mit hinzuziehen.http://www.mp-gmbh.com/vrtour_v4/glueck_und_seeligkeit/index.php?quicktime=no&flash=8&sprache=Deutsch&verzeichnis=panos/&bildnr=&design=&design1kunde=&sound_ok=
Oder habt ihr andere Ideen?
Sven Christeleit
www.feng-shui-owl.de
Ich überlege gerade, ob ich mit den Teilnehmern des Gartenseminares am 24/25.01.2009, vielleicht im Glück und Seeligkeit einen Tisch bestellen sollte. Das Haus liegt nah bei unserem Seminarhotel.
Stichwörter:Baudatum, fengshui, Fliegende Sterne
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Hi Sven,
Du sprichst ein sehr wichtiges und gleichzeitig sehr schwieriges Thema an. Ohne an dieser Stelle meine Sichtweise auf das Baujahr umfangreich zu erklären (wäre eines Beitrags wert), versuche ich auf Deine Fragen zu beantworten.
Im ersten Fall stimme ich Dir zu. Die neusten Bauarbeiten wurden im September 2008 abgeschlossen. Damit ist es die 8.Periode. Die Zwischenstufen seit dem Brand und dem Wiederaufbau sind kaum nachvollziehbar. Im letzten Jahr hat das Gebäude ihr neues Leben begonnen.
Im zweiten Fall bin ich einer anderen Meinung. Die Bauperiode eines Gebäudes (für die Sterne) hängt auch mit der Bestimmung eines Gebäudes. Hier wurde die Bestimmung vollkommen verändert. Die Kirche wurde sicher auch entweiht und damit der “spiritueller Geist” entnommen. Die “kirchliche” Stimmung, die noch spürbar ist, mag einfach aus der Assoziation und der Erwartungshaltung resultieren. Ich würde auch in dem Fall eher von dem Jahr der Fertigstellung des Restaurants ausgehen, weil sich in dem Jahr die “Ziele” des Objektes grundlegend verändert haben. Wäre es früher eine Fabrikhalle und jetzt Kneipe, dann könnte die alte Periode durchaus gelten. Doch hier gab es eine Veränderung vom Himmlischen ins Irdische. Bin aber auf andere Meinungen sehr gespannt.
Grüße
Hetti
Hi Hetti,
ich stimme im Falle der Restaurantkirche mit Sven überein. Die Bestimmung des Gebäudes mag sich geändert haben, aber hat das der Grundcharakter des Gebäudes auch getan? Wenn Dach und Wände unangetastet geblieben sind, wird sich auch der alte Grundcharakter des Gebäudes gehalten haben.
Möglicherweise vermischen sich hier in der ersten Zeit beide Möglichkeiten miteinander, aber das “alte” Datum wird sich meiner Meinung nach durchsetzen.
Gerhard Zirkel
Maria schrieb am 22 Dezember 2008 um 14:20 Uhr:
Ich sehe es wie Gerhard. Baudatum und Einzugsdatum sind zwei verschiedene Betrachtungsebenen, die sich überlagern. Es liegt in unserem Ermessen, zu sagen, ob eine der beiden Ebenen aus bestimmten Gründen wichtiger erscheint, oder beide berücksichtigt werden müssen / wollen.
Und ich stimme auch Sven zu, ich hätte es glaube ich auch so entschieden bei den beiden Objekten. Beim zweiten Objekt würde ich aber das Einzugsdatum nicht außer acht lassen, da die neue Energie (Restaurant) dem neuen Pächter / Besitzer Erfolg bringen soll. Die Energie der Kirche soll sich ja der kommerziellen Nutzung unterorden, auch wenn sie noch (des Charmes wegen) durchscheinen darf.
Hallo Sven,
ich habe es schon mal erlebt, dass die Energien der Perioden sich überlagerten:
Ich war mit einer Kollegin in Usingen am Schloss.Da wir zunächst das Schild mit den Jahreszahlen nicht fanden begannen wir nach Gefühl zu spekulieren .Ich sagte 17.Jahrhundert.sie19..
dann fanden wir das Schild.erbaut 16.. und noch was( Mitte etwa) teilweise abgebrannt und neu erbaut Ende des 19.und von da an als Gymnasium genutzt. Beides war aber spürbar. Nun kann aber die FS der Erbauung im 17.Jahrhundert nur noch schwer berechnen, besonders auch .weil die Deklination kaum mehr berechen bar ist.
Bei so alten Gebäuden manchmal schwierig!
Noch was zu den Kirchen,was tun mit der geistlichen Einweihung??Wieder “Entweihen”???
Grüße Marianne
Hi Marianne,
ja, Entweihung ist eine ganz geläufige Praxis, wenn Kirchen oder andere geweihte Objekte einer “weltlichen” Bestimmung übergeben werden. Vor etwas längere Zeit gab es auf Arte eine interessante Sendung darüber, in der eine kleine Kirche, die zum Wohnhaus wurde, entweiht wurde.
Eigentlich ganz ähnlich wie manche Geomanten Naturwesen von einem Ort an einen anderen “umsiedeln”, wenn z.B. eine Baugrube errichtet werden soll.
Jeder wie es braucht
.
Gruß
Hetti
Sven schrieb am 22 Dezember 2008 um 23:29 Uhr:
Danke an Marianne , Hetti , Maria und Gerhard
Himmel und Erde plus die menschliche Kraft.
Ich unterschätze häufig den menschlichen Faktor, und seine Kraft. Allein der ist natürlich Grundlage. Sonst würde ein Gebäude ja erst gar nicht entstehen.
Maria schrieb am 23 Dezember 2008 um 11:24 Uhr:
@Sven: Das ist die Grundlage, warum Yap Cheng Hai uns das Einzugsdatum gelehrt hat. Er nimmt das Menschen-Chi als Basis, weil er sagt: ich berate *diese* Leute. Das Chi, das sie mit dem Gebäude entfalten und bewegen können, kommt aus dem Einzugsdatum. Dass das Gebäude-Chi mitschwingt, ist klar, nur die Frage lautet: Welche Ebene kann & will ich beeinflussen.
Hallo Maria,
auch das hat seine Berechtigung, denn es sind die Menschen,die in einem Haus wohnen,die es sich ausgesucht haben aber auch da habe ich die Erfahrung gemacht,dass nach einer Weile die alte Energie durchkommt und oft stärker wirkt und im Grunde haben die Menschen auch das auf irgendeiner Ebene ausgesucht.
Howard Choy sagt allerdings ,dass in der Regel, wenn sich nichts schwerwiegendes verändert hat, traditionell das Erbaungsdatum zählt.
Man kann dann auch nach dem genauen Jahr schauen und dessen abgeleitetem Ton(nayin) un d schauen wie das Haus im Vergleich zu den Bewohnern ( Geburtsjahr) schwingt.
LGMarainne
@Maria
Die Frage ist vielleicht wirklich was will ich beeinflussen? In erster Linie versuche ich das Gebäude zu beeinflussen, denn warum soll sich der Mensch anpassen wenn sich auch die Umgebung anpassen kann? Also muss ich im ersten Schritt auch den Charakter des Gebäudes analysieren und nicht das, was die Menschen mit hineinbringen.
Gerhard Zirkel
Sven schrieb am 23 Dezember 2008 um 12:43 Uhr:
Und wenn beide Ansätze ( Baujahr und Einzugsdatum), zu einem günstigem Ergebnis führen ?
Vielleicht weil die Mensch, die dies umsetzt, dies durch ihre Kraft einfach tuen.
Hi Sven,
die Kraft des Menschen als Energie beim Bau eines Hauses kann zutreffen. Doch in dem Fall trifft das Einzugsdatum ohnehin mit dem Baudatum zusammen. Bei Mietwohnungen oder “Fertighäuser” sind die Menschen, die es gebaut haben gar nicht die, die dort einziehen. Es kann also hier kaum eine Verbindung geben.
Eine tolle Diskussion
Hetti
Sven schrieb am 23 Dezember 2008 um 13:38 Uhr:
Ich möchte noch einmal auf die Berechnung in einem Tempel oder Kirche kommen.
Ich habe in Erinnerung, dass dort mit der aktuellen Periodenzahl gerechnet wird, da die große Menge der Gläubigen, ständig diese Energie mitbringen.
Das müsste dann auch für Kaufhäuser gelten.
Oder bin ich auf dem Holzweg?
( Das geht dann wieder in Richtung von Grandmaster Yap Cheng Hai.)
Sven
Hi Sven,
ich verstehe es so: Wenn wir Menschen geboren werden, dann sind wir mit einem Grundcharakter der Persönlichkeit ausgestattet. Diese verändert sich nicht, sie schwankt höchstens in einem bestimmten Rahmen je nach Alter, Lebensumstände oder Kontakte, die wir gerade pflegen. Doch im Herzen sind wir uns selbst immer treu. Wenn ein Haus gebaut wird, dann wird es auch “geboren” und aus der Kombination Raum = Himmelsrichtungen und Zeit = Bauperiode entsteht sein persönlicher “Charakter”. Dieser ändert sich höchstens marginal, je nach Alter, Umstände und Menschen, die drin wohnen. Doch im “Herzen” bleibt sich ein Haus treu. Deshalb glaube ich nicht daran, dass der Einzug in ein Haus sein Wesen verändern kann. Die Aufgabe des Feng Shui besteht vor allem darin, zu untersuchen, wie gut ein Mensch und das Haus miteinander auskommen und das Haus den Menschen unterstützt. Es kommt nicht auf die Macht des Menschen über dem Haus, sondern auf die Symbiose zwischen Mensch und seinem Lebensraum.
Grüße
Hetti
Hi Sven,
ja, das sollte so auch für Kaufhäuser gelten. Zumindest meine ich das bei Joseph Yu so gehört zu haben. Aber wo da die Grenze zu ziehen ist, kann ich nicht sagen. In einem normalen Einzelhandelsgeschäft macht sich das Baudatum zumindest stark bemerkbar, obwohl dort auch eine Menge Menschen ein- und ausgehen.
Gerhard
Ich würde in einem Kaufhaus ohnehin kaum die Sterne anwenden. Hier zählt viel mehr der Einfluss der Landschaft (Wasserformeln) und der Chi-Fluss durch die Abteilungen etc. Übrigens in der Sendung, die ich gestern erwähnt habe, wurde das Thema des “Kundenflusses” durch ein Kaufhaus sehr interessant dargelegt, Feng Shui pur (die komplette Folge ist unter http://www.prosieben.de/wissen/multimedia/videos/videoplayer/50108/ zu sehen).
Hetti
Sven schrieb am 23 Dezember 2008 um 18:13 Uhr:
Hi Hetti,
dem letzt geschrieben stimme ich vollsten zu. Ich musste leider bei einer sehr großen Arztpraxenumgestaltung, die Grenzen der Fliegenden Sterne, bezogen auf das Innere, erkennen.
Ich konnte das große Projekt , mit seinen vielen Räumen und Fluren nicht greifen. Zudem war das Sitting und Facing nicht eindeutig.
Ich konnte die Baupläne drehen und wenden wie ich wollte, es kam kein für mich akzeptables Ergebnis heraus, das ich mit den Fliegenden Sternen berechnen konnte.
Ich hatte für mich, mit diesem System, eine Grenze erreicht.
Gruß Sven
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