Vorsicht Falle – Künstlersozialkasse auch für Feng Shui Berater relevant

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und die kann im Falle einer ignorierten Künstlersozialkasse recht unangenehm werden. Aber was haben Feng Shui Berater mit Künstlern zu tun?

Erst einmal gar nichts, es sei denn sie sind künstlerisch tätig. Aber diese Aussage ist trügerisch, denn jeder Unternehmer und jeder Selbständige der nicht nur gelegentlich künstlerische Leistungen in Anspruch nimmt, ist verpflichtet seinen Beitrag an eben jene Künstlersozialkasse abzuführen.

Eine künstlerische Leistung ist hier schon ein Text den man sich anfertigen lässt, oder ein Webdesign, Flyerdesign, Logo, Visitenkarte etc… Alles Dinge bei denen man im Traum nicht daran denken würde, dass dadurch ein Beitrag an irgendjemand abzuführen sei. Zumal man nur äußerst selten darauf hingewiesen wird.

Dem ist aber so, die Künstlersozialkasse nimmt derzeit knapp 5% des Rechnungsbetrages einer künstlerischen Leistung, sie darf sogar Betriebsprüfungen durchführen und etliche Jahre rückwirkend kassieren. Zudem drohen saftige Strafen, wenn man sich nicht von sich aus dort meldet.

Um das Thema auch in Feng Shui Kreisen bekannt zu machen, habe ich die Anwältin Frau Dr. Kirsten König (www.bkp-kanzlei.de) gebeten, einen Einführungsartikel zu diesem Thema zu verfassen.

Da dieser für einen Blogbeitrag deutlich zu umfangreich ist, liegt er hier: www.feng-shui-suche.de/information-kuenstlersozialkasse.html

Roland Steiner
Der gerne Künstler finanziert
www.feng-shui-direkt.de
www.feng-shui-suche.de


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10 Kommentare »

  Hedwig Seipel schrieb am 15 Dezember 2008 um 08:51 Uhr:

Hi Gerhard,

die Künstlerkasse ist nicht nur relevant, um Beiträge als Leistungsnehmer abzuführen, sondern auch um selbst, z.B. als Autor der Zwangsmitgliedschaft zu unterliegen (Rentenversicherungspflicht). Ich hatte das Thema vor einiger Zeit für mich sowohl rechtlich als auch von der Seite der Rentenversicherungspflicht (hier geht es um Unterrichten, was auch einige Kollegen betreffen kann) gründlich klären lassen. Das Ergebnis und meine jetzige Vorgehensweise möchte ich nicht öffentlich besprechen (sie ist rechtlich konform). Um „Künstler “ zu sein, reicht es bereits Texte zu publizieren, vor allem dann, wenn man damit Umsatz erwirtschaften will (z.B. kommerzieller Blog).
Leider ist die Abschaffung der Künstlerkasse vor Kurzem gescheitert.

Gruß
Hetti

  Gerhard Zirkel schrieb am 15 Dezember 2008 um 11:26 Uhr:

Hi Hetti,

der Blog alleine macht mich hoffentlich noch nicht zum Künstler – wobei auch ich noch einigen Klärungsbedarf habe. Ich denke, das Thema könnte uns hier noch öfter beschäftigen, neben weiteren rechtlichen Dingen.

Gerhard

  Sonja M. Berndl schrieb am 15 Dezember 2008 um 11:56 Uhr:

Hallo Hedwig,

ich meine mich erinnern zu können, dass man dann zur Zwangsmitgliedschaft bei der KSK verpflichtet wird, wenn man mindestens so und so viele Porzent der Einnahmen aus künstlerischen Tätigkeiten erwirtschaftet.

Hallo Gerhard,

da stellt sich doch als nächstes die Frage, wie man den prozentualen Umsatz-Anteil des Blogs errechnen will. Schließlich bekommt man ja für den Blogbeitrag nicht direkt ein Honorar so wie das bei Journalisten der Fall ist. Hm…

Herzliche Grüße!
Sonja M. Berndl

Herzliche Grüße1

Sonja M. Berndl

  Marianne Rattay schrieb am 15 Dezember 2008 um 12:20 Uhr:

Danke Gerhard,
des einen „Leid“ kann des anderen „Freud“ sein, auf Deinen Beitrag hin, lasse ich mir die Unterlagen der KSK kommen,da es für mich interessant sein könnte.
LG Marianne

  Gerhard Zirkel schrieb am 15 Dezember 2008 um 12:49 Uhr:

Hallo Sonja,

der Blog an sich macht keinen Gewinn, es gibt keine Honorare, somit fällt er wohl nicht unter diese Thematik. Letztendlich ist er eine kostenlose und frei zugängliche Werbeaktion für meine Leistungen als Berater (und die Leistungen meiner Mitautoren). Wenn für die Beiträge bezahlt werden müsste, wäre ich Autor und müsste löhnen.

@Marianne
Du willst dich jetzt aber nicht von meinen Beiträgen finanzieren lassen? 🙂

Gerhard

  Maria schrieb am 15 Dezember 2008 um 13:37 Uhr:

@Hetti: Das „leider“ verstehe ich nicht.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/576/149219/

Fakt ist, dass manchem Kunstschaffenden geholfen wäre, wenn er von der KSK als Künstler anerkannt würde.
Die die wollen, dürfen oft nicht, die die nicht wollen, müssen…. klingt nach Optimierungsbedarf in der Akquise.

Dabei ist Feng Shui durchaus auch Kunst. Energetische Kunst eben 😉

  Gerhard Zirkel schrieb am 15 Dezember 2008 um 13:45 Uhr:

Nun ja, Autofahren ist auch eine Kunst – dürfen Berufskraftfahrer jetzt auch in die KSK? 🙂

Prinzipiell habe ich nichts gegen die Unterstützung von Künstlern. Interessant ist nur, dass meine Beiträge ausschließlich durch Berufsgruppen anfallen, die die KSK gar nicht aufnimmt. Als da wären, Texter, Webdesigner etc. – teilweise sogar im Ausland ansässig.

Dazu kommt der Verwaltungsaufwand, das könnte man einfacher lösen…

Gerhard

  Marianne Rummel schrieb am 15 Dezember 2008 um 14:32 Uhr:

jede Medaille hat zwei Seiten.
Ich denke es macht keinen Sinn kurzsichtig das Kind mit dem Bade auszuschütten und gleich die Abschaffung der Künstlersozialkasse zu fordern.
Vielleicht hilft Aufklärung weiter…:-)
http://www.wirtschaftsbrief.info/geld-steuern/10-fragen-zur-abgabenpflicht-an-die-kuenstlersozialkasse.html

Marianne

  Hedwig Seipel schrieb am 15 Dezember 2008 um 16:00 Uhr:

@Maria,

für die KSK gilt: Idee gut, Ausführung mangelhaft.
Selbständige, die nicht nur mit Kunst, sondern auch mit anderen Dienstleistungen wie z.B. Beratung, Umsatz machen, unterliegen dadurch der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Bekommen wird man aber am Ende so gut wie nichts, von einer „Unterstützung“ ganz zu schweigen.
@Marianne,
es hilft keine Aufklärung, so lange diese Institution nicht grundlegend reformiert wird. Und wie Künstler Bohlen sagt, lieber Planieren statt Sanieren ;-).

  Felix Niakamal schrieb am 18 Februar 2015 um 11:30 Uhr:

Sehr geehrter Herr Zirkel,

vielen Dank für diesen Artikel, der auch sieben Jahre später nichts an Wichtigkeit und Aktualität verloren hat. Als Selbstständiger hat man leider beinahe zwangsläufig mit dem Thema der Künstlersozialabgabe zu tun, und die KSK kann Entgelte bis zu fünf Jahre nachfordern, sollte man sich der Pflicht um die Abgabe nicht bewusst sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Felix Niakamal

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