Sie ist endlich da!!!

Die erste Businessheilerin Deutschlands wurde offiziell anerkannt – berichtet eine Pressemeldung. Diese Neuigkeit möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Lesen sie selbst: http://www.openpr.de/news/264464/Erste-Businessheilerin-Deutschlands-offiziell-anerkannt.html

Eine klasse Nachricht, ich wußte nicht, dass eine Markenanmeldung mit einer “offiziellen Anerkennung” gleichzusetzen wäre (seuftz über so viel Schmarrn). Hoffentlich ist die Tätigkeit dieser Dame sachlich korrekter als die Marketingshow, die von der Agentur abgezogen wird.

Eine Aussage in der Meldung hat mich aber sofort beruhigt: “Das metaphysische Clearing hat nichts mit Feng Shui zu tun.” Was für ein Glück!

Mit besinnlichen Grüßen

Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de

Stichwörter:


Ähnliche Artikel:

Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

10 Kommentare »

  Gerhard Zirkel schrieb am 3 Dezember 2008 um 10:23 Uhr:

So lange sie nicht mindestens eine Tüv-geprüfte Diplom-Heilerin ist, kommt sie mir nicht ins Haus :)

Aber das Marketing macht sie doch gar nicht schlecht, ob sie damit bei ihrer Zielgruppe “business” punkten kann, wird sich zeigen. Diese Klientel lässt sich normalerweise nicht von irgendwelchen Markenanmeldungen täuschen. Aufmerksamkeit hat sie damit zumindest schon mal erregt.

Witzig finde ich allerdings, wie sie den Begriff “Feng Shui” doch noch untergebracht hat. Sie macht zwar kein Feng Shui, will auf den zugkräftigen Begriff aber keinesfalls ganz verzichten.

Gerhard Zirkel

  Silvia Schneider schrieb am 3 Dezember 2008 um 11:36 Uhr:

Hi Hedwig,
ja, schon eine super Strategie von der Dame. Hätte uns doch auch einfallen können. Man muss Feng Shui doch nur “betont ” aus seiner Arbeit heraushalten, klingt gleich sehr seriös… und schon klappt es mit Gewinnoptimierung, verbessertem Arbeitsumfeld usw. für den Kunden….. Gleich beim nächsten Kunden versuch ichs mal…

Silvia Schneider

  Erna schrieb am 3 Dezember 2008 um 12:35 Uhr:

Es gibt genug Leute, die Schwindel nicht von wirklich echter Praxis unterscheiden können. Oder hat schon mal jemand den Worten einer Wahrsagerin geglaubt? Zumindest finden solche Leute in ihrem Job eine prima Geldquelle – man muss nur genug Improvisationstalent beweisen.

  Matthias Merkel schrieb am 3 Dezember 2008 um 16:56 Uhr:

Man muss sich nur mal die Internetpräsenz anschauen. So viele dünne Bretter hat auf solch begrenztem Raum noch keiner gebohrt. Den Vogel schießt die Dame aber mit den unterfränkischen Referenzen ab. Da wird man doch richtig blass vor Neid.

  Gerhard Zirkel schrieb am 3 Dezember 2008 um 17:23 Uhr:

Hmmm, ich zitiere mal:

“Die Businessheilerin Laila Surya wurde offiziell vom Deutschen Patent- und Markenamt mit ihrer Arbeitsweise als Marke bestätigt und eingetragen. Die Genehmigung und Veröffentlichung wurde für zwei Klassen erteilt. ”

So weit ich weis hat sie lediglich ihren Namen als Wortmarke eingetragen – ob das nicht abmahnfähig ist?

Gerhard

  Hedwig Seipel schrieb am 3 Dezember 2008 um 17:39 Uhr:

Hi Gerhard,

die Agentur hat schon die Formulierungen wohl gewählt. Das Einzige, was abmahnfähig wäre, ist das Wort “Arbeitsweise”, sofern man es als “Wie sie arbeitet” versteht. Doch wenn man “Arbeitsweise” als “was sie arbeitet” interpretiert, wäre es wieder nicht falsch.
Aber Hand aufs Herz, sie hat doch schon ihr Ziel erreicht. Durch unsere Diskussion hat sie so viel Aufmerksamkeit und so viele Klicks bekommen, wie sie sonst in jahrelangen Schufterei kaum gekriegt hätte. Frage ist, war es blauäugig oder berechnet? Wenn blauäugig, dann tut sie mir Leid, wenn berechnet, dann verweise ich auf unseren Beitrag http://www.haus-bau-planung.de/2008/11/29/feng-shui-und-geld/.

Chi Heil, wenn ich Lorenz zitieren darf.

  Maria schrieb am 3 Dezember 2008 um 17:46 Uhr:

Schamanismus ist mega-trendy, gerade im Businessbereich. Ein Geomantiekollege hat in diesem Bereich die beste Auftragslage, und zwar keine Klitschen.
Das Wort steht offenbar für eine Art Authentizität und bedient das Bedürfnis nach kulturellem Verwurzeltsein in etwas Ursprünglichem.
Sicherlich hat es auch was mit Seelensuche in einer harten Geschäftsrealität zu tun. Ein Bedürfnis, das Feng Shui nicht bedienen kann! Feng Shui biegt sich zu sehr nach der “schneller-geiler-schöner” Konsumwelt, sowohl im Geschäftsbereich (schaut Euch die Business-Feng Shui Argumente an, wie hieß einer der letzten Artikel, “Es geht ums Geld”!) als auch im Privatbereich (Feng Shui wird meist an stylischen Einrichtungshaus-Bildern demonstriert). Der Feng Shui Berater erscheint umso austauschbarer, je “authentischer” seine Methoden sind.
Ein Schamane steht mit seiner Person für seinen Weg. Das gefällt Unternehmern, denn sie stehen auch mit ihrer Person für ihren Weg.
Hier hält uns jemand den Spiegel vor! Wir können davon lernen!

  Hedwig Seipel schrieb am 3 Dezember 2008 um 17:53 Uhr:

@Maria,
genau das! Deshalb kann es genau so heißen: es geht ums Geld. Lieber ein ehrliches Spiegelbild mit Kanten und Ecken als eine verzerrte Fratze im Spiegelkabinett. Außerdem… Spiegel können wunderbar blenden ;-)

Hetti

  Gerhard Zirkel schrieb am 3 Dezember 2008 um 17:58 Uhr:

Schamanismus macht jetzt vermutlich den gleichen Trend durch wie Feng Shui auch. Es ist halt momentan Cool einen Schamanen zu haben. Das gibt sich wieder.

Das Prinzip ist aber schon richtig, Feng Shui hat momentan das Problem, zu esoterisch zu sein für Zahlen-, Daten-, Faktenorientierte Menschen aber schon zu logisch-westlich für spirituell Suchende. Feng Shui ist gerade auf dem Weg vom Aussergewöhnlich-exotischen hin zur Consultingdienstleistung.

Das blüht den Schamanen schon auch noch :) Ansonsten gönne ich der Dame ihren Erfolg, so sie denn Erfolg hat. Immerhin ist sie ja keine Konkurrenz.

@Hetti
So viel Aufmerksamkeit nun auch wieder nicht – eine Pressemeldung die kurz auf einem Blog erwähnt wird schafft noch keinen dauerhaften Erfolg. Rein Internettechnisch braucht es da schon mehr …

Gerhard Zirkel

  Maria schrieb am 4 Dezember 2008 um 08:49 Uhr:

@Hetti: Ich finde einen ehrlichen Bezug zur Materie auch überzeugend, den lass ich mir gern spiegeln. Das hat mir an der Ausbildung bei Yap Cheng Hai so gut gefallen.
Natürlich macht Geld Spaß. Allerdings geht es für Leute, die Geld schon haben, nicht mehr ums Geld. Auch dann nicht, wenn sie noch mehr haben wollen.

@Gerhard: Es geht um noch mehr als cool. Die Businessheilerin (muss ich hier schon ein TM schreiben?) erwähnt vielleicht deshalb auf ihrer Webseite ihren multireligiösen Hintergrund.
Es geht um Seele, um Leidenschaft, um tiefe Hingabe, um wahre Spiritualität. Um die Magie des inneren Wegs. Dafür steht Schamanismus. Ob sie selbst auch dafür steht, müssen ihre Kunden entscheiden. Von der Webseite kommt es für mich nicht herüber.
Aber hier liegt ja auch vieles im Auge des Betrachters, ich möchte nicht urteilen.

Ihr Kommentar: Bitte beachten: Regeln für Kommentare

HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>