November 15, 2008 at 11:07
·in Kategorie für Profis
Einen kurzen aber überaus interessanten Artikel zu den fliegenden Sternen habe ich gerade eben auf dem Blog von Joseph Yu gefunden: http://fsrcenter.blogs…30.html
Er schreibt darüber, dass wohl kürzlich jemand behauptete, die Methoden des Xuan Kong Fei Xing, also der fliegenden Sterne, sei eine Erfindung aus den 1930erjahren und nicht annähernd so fundiert wie immer behauptet wird. Auch hierzulande tauchen ähnliche Aussagen zuweilen auf, deshalb passt dieser Artikel ganz gut.
Seine Aussage: „Wahrscheinlich kann diese Person chinesisch sprechen aber nicht chinesisch lesen oder schreiben“. „Die Prinzipien des Xuan Kong gehen auf die Zeit zwischen 259 und 210 v. Chr. zurück“
Die Technik der fliegenden Sterne wird ausreichend erklärt in den Klassikern Xuan Kong Mi Zhi, Xuan Ji Fu und Fei Xing Fu – alle bereits in der Song Dynastie publiziert (960-1279).
Womit das Alter der Methode geklärt sein dürfte. Selbstverständlich unterliegt sie ständigen Anpassungen an unsere heutige Lebenssituation. Aber das Prinzip ist altbewährt und überaus Erfolgreich.
Gerhard Zirkel
Erfolgreicher Feng Shui Berater
www.feng-shui-direkt.de
www.feng-shui-suche.de
Stichwörter:Feng Shui, Fliegende Sterne, Xuan Kong Fei Xing
Ähnliche Artikel:
Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>
Permalink
Bei dem Datum geht es meines Wissens nicht darum, dass das Horoskopsystem der Fliegenden Sterne Anfang des 20.Jahrhunderts erfunden wurden. Es geht vielmehr um die Flugbahn der Sterne, also diese Zickzacklinie auf dem Chart, die mal rückwärts und mal vorwärts fliegt.
Diese Flugbahn wurde geheimgehalten und in einem Buch so um 1900 ( kann auch 1930 sein) veröffentlicht.
Das System ist unbestreitbar deutlich älter und gründet sich in den Klassikern.
So zumindest mein Wissenstand.
Hetti, Peter oder Manfred können wahrscheinlich mehr und kompetenter darüber Auskunft geben.
Sven
Maria schrieb am 15 November 2008 um 22:29 Uhr:
Es ist wohl schon richtig, dass die Grundzüge des Xuan Kong sehr alt sind. Dennoch scheint es so zu sein, dass die Form, wie die Fliegenden Sterne heute angewendet werden, auf die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts zurückgeht. Yap Cheng Hai erzählte uns dazu, dass das einzige Buch, das es zu dem Thema noch gab, im Besitz einer Familie gewesen sein soll, die es aber nicht anwendete, sondern nur besaß. Einem Feng Shui Enthuisasten gelang es, die Zustimmung zu bekommen, sich das Buch für einen einzigen Tag auszuleihen. Und in einer sprichwörtlichen Nacht-und Nebelaktion kopierte er es in einer Nacht mit einigen Freunden zusammen. Auf der Basis dieses alten, ziemlich schwer verständlichen Buchs wurde dann das System neu entschlüsselt und aufgesetzt.
Da ist sicherlich auch viel Anekdote dabei….
Mal abgesehen davon, habe ich kein Problem mit neuen Methoden. Was soll daran falsch sein? Jede Methode war irgendwann mal neu. Alte Methoden sind doch nicht deswegen richtig, weil sie alt sind.
Tach,
mal ganz kurz:
Eine der ältesten Feng Shui Schulen in China, die sich von Jiang da Hong ableitet, ist/war die Schule/Familie von Zhang Zhongshan. Diese Familie hatte in der Tat Schriften aus Generationen über Feng Shui. (Ob die heute nach der Kulturrevolution auch noch existieren, weiß ich nicht. Vor 200 Jahren gab es sie jedenfalls noch.)
Die Mitglieder dieser Familie haben auch durchaus als angesehene Feng Shui Menschen gearbeitet. Sie haben Ihr Wissen aber gegenüber Nicht-Familienmitgliedern nicht herausgerückt, wie es in China eben traditionell üblich war und teilweise immer noch ist.
Motiviert wurden Sie dann letztendlich doch durch eine beträchtliche Summe, die Ihnen für das Ausleihen der Schriftrollen geboten wurde – auch das scheint in China Tradition zu sein
. (Die Angaben über die Höhe der Summe variieren, aber es war sicher eine Menge…)
Diese teilweise uralten Schriftrollen wurden dann in der Tat von Shen Zhu Reng und seinem Schwager Hu Bo’An an einem einzigen Tag (innerhalb 24 Stunden) abgeschrieben.
Die darin beschriebenen Methoden waren lange Zeit für Shen unverständlich, bis er darauf kam, einmal eine andere Zahl als die 5 in das Zentrum des magischen Quadrats zu setzen. Danach machten die ganzen Beschreibungen auf einmal Sinn.
Es ist also keine Neuerfindung sondern eher “reverse Engineering” – etwa genauso, wie OpenOffice.org sich die Dateistruktur der Microsoft-Office-Produkte erarbeitet hat..
Die Methode der Fliegenden Sterne gab es jedenfalls schon mehrere hundert Jahre vorher, sie wurde nur nie öffentlich beschrieben, sondern verschlüsselt. Wer schon einmal die Texte (auch in Übersetzung) gelesen hat, kann leicht erkennen, dass sie absichtlich sehr kryptisch geschrieben wurden, um lediglich als Gedächtnisstütze für diejenigen zu dienen, die schon wussten, worum es ging.
Tatsache ist: Shen Zhu Reng hat die Methode der Fliegenden Sterne beschrieben und sein Sohn hat 1924 die Arbeiten seines Vaters veröffentlicht. Diese Arbeiten beinhalten aber nicht nur die Erklärungen seines Vaters, sondern auch die kopierten Schriftrollen. Davon behandeln mehrere, u.a. Xuan Kong Mi Zhi (Die Geheimnisse des Xuan Kong), Xuan Yi Fu (Ode der mystischen Geheimnisse) oder “30 Prinzipien für Yang Häuser” Fliegende-Sterne-Situationen.
Insofern stimmt es, dass die Erklärungen zu den Fliegenden Sternen neueren Datums sind, aber es stimmt auch, dass die Methode als solche schon sehr sehr lange existiert.
Herzliche Grüße
Jürgen
http://www.fengshui-hausdoktor.de
ach so, noch was:
Die Zeitangabe von ca. 200 v.Chr. hat mit dem Huainanzi (Huai Nan Tzu) zu tun, was in dieser Zeit entstand. Darin geht es um das Zusammenwirken von Himmel und Erde, auf modern: um die chinesische Kosmologie.
Es finden sich alle wesentlichen Berechnungen und Grundlagen darin, die für Wandlungsphasen, Ba Gua, Kalender, Jahreszeiten, Horoskope etc. wichtig sind – und auch für Feng Shui.
Zusätzlich behandelt das Werk auch die Ordnung im Staat und unter den Menschen.
Das Werk ist eines der wenigen, das sowohl taoistische als auch konfuzianische Gedankengänge integriert. Heute würden wir so etwas wohl “Vereinheitlichte Grundlagen zur inneren und äußeren Struktur der Welt und ihrer Bewohner” nennen.
Es hat dieselbe Bedeutung für die Weltsicht der Chinesen, wie “Der Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin – Huang Di Nei Jing” für die Chinesische Medizin.
Herzliche Grüße
Jürgen
Hallo Jürgen,
genau so hatte ich mir das vorgestellt – bitte mehr davon
Gerhard
HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>