Warum kaufen Menschen? – oder „wen kümmert schon die Finanzkrise“

Nachdem auf meine Fragen zum Sonntag doch einige wertvolle Anregungen kamen, nun der eigentliche Artikel zu diesem Thema. Was veranlasst einen Menschen, in einem Geschäft etwas zu kaufen, es überhaupt zu betreten?

Egal ob es sich dabei um lebensnotwendige Bedürfnisse wie der Lebensmitteleinkauf handelt oder um ein neues Auto oder eine neue Uhr. Egal ob wir kaufen weil wir etwas brauchen oder ob wir es nur haben wollen, irgendwie entscheiden wir uns jedes Mal für ein Geschäft in dem wir bekommen was wir gerade haben wollen. Möglichkeiten gibt es zumeist viele, wenn man nicht gerade abseits jeglicher Zivilisation Zuhause ist.

Was bringt beispielsweise einen Geschäftsmann dazu, sich den neuen Firmenwagen im Autohaus A zu kaufen und nicht bei B oder C? Die Preise, Leistungsdaten und vielleicht sogar der Hersteller sind gleich, die Pannenstatistik auch, das Aussehen unterscheidet sich nur wenig.

Was bringt ein Paar dazu, seine Eheringe bei Juwelier A zu kaufen und nicht bei B obwohl beide den gleichen Hersteller vertreiben?

Was veranlasst jemanden dazu, seine Lebensmittel bei Biomarkt A zu kaufen und nicht bei B, obwohl beide das gleiche Sortiment haben und preislich auf einer Ebene liegen?

Keiner von uns wird diese Fragen mit Bestimmtheit beantworten und schon gar nicht mit harten Fakten begründen können. Denn über unser Kaufverhalten entscheidet zum größten Teil unser Unterbewusstsein, beeinflusst von der Ausstrahlung des Produktes, des Verkäufers und der Verkaufsumgebung, gemeinhin unter dem Begriff des „Bauchgefühls“ zusammengefasst.

Wie schafft man es aber nun, seinen Kunden ein Produkt zu verkaufen, wenn man den Kaufwunsch und die Kaufentscheidung gar nicht bewusst beeinflussen kann?

Während sich ein Unternehmen zumeist intensiv um die Ausstrahlung seines Produktes (über das Produkt selber oder über die Werbung dafür) kümmert, bleiben die anderen beiden Punkte oft sträflich vernachlässigt. Obwohl sie über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Genau hier kommt Feng Shui ins Spiel und zwar auf zwei Ebenen. Mit Hilfe der Methoden des Feng Shui lassen sich Umgebungen generieren, die den Kunden dazu veranlassen seinen Einkauf genau dort zu erledigen und nicht woanders.

Mit den gleichen Prinzipien lassen sich die Verkäufer derart auf Erfolg programmieren, dass diese die Ausstrahlung der Verkaufsräume zusätzlich unterstreichen. Ein Verkäufer der Erfolg und Begeisterung ausstrahlt, wird auch den Kunden begeistern und zum Kauf animieren.

Alles in allem lassen sich Verkaufsumgebungen generieren, die eine derart starke Wirkung auf das Unterbewusstsein von Verkäufern und Käufern haben, dass sich das in den Zahlen des Unternehmens merklich widerspiegelt. Die Ausstrahlung von Verkaufsraum und Verkäufer entscheiden darüber ob ein Kunde nur kommt weil er muss oder ob er kommt weil er Lust hat dort bummeln zu gehen.

Bewusst wahrnehmbar oder gar sichtbar wird diese Beeinflussung nicht sein, weder Mitarbeiter noch Kunden werden jemals erfahren dass ihr Kauf kein Zufall war sondern gezielt gesteuert wurde.

Insbesondere in Branchen die besonders stark vom „Bauchgefühl“ der Kunden abhängen, also beispielsweise Schmuck- Mode- oder Automobilbranche, entscheidet die gezielte Beeinflussung des Kunden über den Erfolg. Gerade in Zeiten einer Finanzkrise.

Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
www.feng-shui-direkt.de

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3 Kommentare »

  Sylvia schrieb am 27 Oktober 2008 um 15:25 Uhr:

Hi Gerhard,

Ich erkenne mich wieder.
Irgendwie schaff ich es immer wieder , bei *Lush* eine ganz schöne Summe für Badezusätze und Ähnliches auszugeben und hab mich schon oft gefragt, woran das liegen könnte.

Die Idee kommt aus England, in den Shops sind die ganzen Badezusätze unverpackt entweder aufgetürmt oder in Holzkisten lose geschlichtet.
Also: die Verpackung ist es nicht, weil es gibt keine.

Die Körperpflegeprodukte sind in schwarzen Plastikbechern abgepackt, da sieht eine Creme aus wie die andere. Und die Verpackung find ich sogar eher abstoßend.
Aber trotzdem kauf ich das ganze Zeugs.

Die Produkte sind hochwertigst, von Hand frisch zubereitet, duften ohne Ende, keine Tierversuche etc.

Die Shops sprechen mich insofern an, weil das Ladendesign nicht typisch “Festland” ist, sondern ein wenig London -feeling vermittelt.
Die VerkäuferInnen sind meist StudentInnen, die oft ganz schräge Outfits tragen und uneingeschränkt natürlich und freundlich bedienen.

Die Produkte, die oft ganze getrocknete Blüten , Konfetti oder andere unübliche Zusätze enthalten, sind für mein Whirlpool immer wieder auf’s Neue eine Herausforderung.
Macht aber nichts.

Gekriegt haben sie mich mit Ihrer Philosophie, sprich mit Ihren Werten, die auch die Shops unablässig vermitteln.

Aber lest vielleicht selbst:

https://www.lush.co.uk/index.php?option=com_content&view=article&id=6289&Itemid=66

Sylvia,
*friend of a lush life*

  Gerhard Zirkel schrieb am 27 Oktober 2008 um 15:38 Uhr:

Hi Sylvia,

schon mal die fliegenden Sterne des Shops berechnet? Erfolg ist selten Zufall … – zumal die aus England kommen und dort sind sie Feng Shui Technisch wesentlich weiter als wir, immerhin erschien dort schon 1873 das erste westliche Feng Shui Buch: http://www.haus-bau-planung.de/2007/04/16/rudimente-der-wissenschaft/

Gerhard

  Sylvia schrieb am 27 Oktober 2008 um 16:11 Uhr:

Hi Gerhard,

Interessanter Gedanke.
In Wien gibt es mittlerweile 3 Shops, die immer brechend voll sind.
Trotz teuer, trotz Finanzkrise.

Wenn ich das nächste Mal dort bin, mess ich mal. Das würde natürlich auch gleich erklären, warum ich auch sehr gerne im benachbarten Kult Eissalon bin. :-)

Es sind vielleicht gar nicht die Kugeln, es sind die Sterne !

Hm, jetzt wo Du’s sagst, die bezeichnen ihre Badekugeln als Badekometen !
Der Kreis schließt sich. Frag mich gerade, wie ich das Baujahr des Hauses rausfinde, ist in der inneren Stadt, im 1. Bezirk und eher so Gründerzeit angesiedelt, schätzometrisch.

Na, ich werd schauen, was sich machen – äh fliegen lässt.

Im Übrigen haben sie jedem Produkt einen Namen gegeben. Ikea hat dies ja schon erfolgreich vorgehüpft, respektive Billy.
Die Emotionalität wird dadurch stark erhöht, was Werbung ja letztlich ist.

Du kannst Dir ja schon mal griffige Namen für unsere Qimen Charts überlegen ;-)
*Der Vogel verfängt sich im Netz * oder die Jadefrau steigt , – ja wohin steigt sie denn ?- damit können wir maximal in China punkten.

Obwohl – das wär gar nicht mal so schlecht.

Sylvia
PS: Hast Du schon alle Tabellen fertig ? Alle ? Auch mit den chinesischen Schriftzeichen ?

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