August 18, 2008 at 18:40
·in Kategorie für Einsteiger
Bei einem Gespräch das ich neulich im Bekanntenkreis führen durfte, ist mir zum wiederholten Male ein Sachverhalt aufgefallen, mit dessen Verständnis manche von uns West-Menschen ein Problem haben.
Nämlich die Situation, in einem Zimmer, am gleichen Ort gleichzeitig mehreren völlig voneinander unabhängigen und manchmal gegenteiligen Einflüssen zu unterliegen.
Darauf gekommen sind wir, als ich zu erklären versuchte was ich bei einer Feng Shui Analyse eigentlich analysiere und auf welche Weise ich Abhilfe schaffen kann wenn etwas nicht passt.
Letztendlich habe ich nach einer Analyse eine Hand voll der unterschiedlichsten Einflüsse. Ich habe die Ergebnisse der fliegenden Sterne und des Ost West Systems, ich habe den Qi-Fluss, die Landschaft, die Struktur von Haus und Wohnung und so weiter. Manche Einflüsse eher positiv, manche eher negativ.
Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein und der selbe Ort gleichzeitig positiven und negativen Einflüssen unterliegt die sich auf den ersten Blick gegenseitig ausschließen. Genau hier setzt bei vielen Menschen ein gewisses Verständnisproblem ein.
„Eine Feng Shui Analyse muss doch ein eindeutiges Ergebnis liefern“. „Es kann doch nicht sein dass ein Raum positiv und gleichzeitig negativ auf jemanden wirkt“. „Da kann man sich doch raussuchen was man gerade braucht“ usw..
Die Denkweise des „entweder oder“ scheint in unseren Köpfen doch tiefer verankert zu sein als man denkt. Dabei ist der Sachverhalt ganz logisch erklärbar:
Man stelle sich vor, auf einer Terrasse zu sitzen. Die Sonne scheint, es ist recht warm. Gleichzeitig weht ein kalter Wind und die nahe gelegene Straße macht Lärm.
Dieser Ort unterliegt jetzt also gleichzeitig den positiven Einflüssen Sonne und Wärme und den negativen Einflüssen Wind und Lärm. Niemand wird in Zweifel ziehen, dass dieser Ort gleichzeitig positiv und negativ auf uns wirkt.
Als ambitionierter Heimwerker würde man nun versuchen, die negativen Einflüsse zu mindern ohne die positiven zu beeinträchtigen. In der Praxis würde man vielleicht versuchen einen Wind- bzw. Lärmschutz zu installieren, ohne die Sonneneinstrahlung zu behindern.
Nicht anders verhält es sich bei einer Feng Shui Analyse. Selbstverständlich kann ein und derselbe Ort den verschiedensten Einflüssen unterliegen, die sich manchmal absolut entgegengesetzt verhalten.
Dann muss man sich eben die Gesamtsituation ansehen und Veränderungen so herbeiführen, dass die eher negativen Faktoren gemindert werden, ohne die positiven zu schwächen.
Gerhard Zirkel
Stets um Erklärung bemühter Feng Shui Berater
www.feng-shui-direkt.de
Stichwörter:Einflüsse, Feng Shui, Fliegende Sterne, Ost, West
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Hi Gerhard,
das von Dir beschriebenes Phänomen ist ganz typisch für das westlich orientierte Schubladen-denken. Entweder – oder, schwarz – oder weiß, gut oder schlecht etc. sind Begriffspaare, die wir als eigenständig und allgemeingültig verstehen wollen. Sobald man aber in das Yin-Yang-Prinzip eintaucht, muss man den Pfad der Gegensätze verlassen, denn dann hat man nur mit Polaritäten zu tun. Wo ist der Unterschied? Ganz einfach… oder auch nicht. Gegensätze sind absolut, Polaritäten dagegen relativ (Herr Einstein lässt grüßen). Ein Beispiel: meine Tochter ist 10 Jahre alt. Heute morgen wollte sie, dass ich ihr ihren Ranzen vom Kinderzimmer nach unten hole. Was habe ich gesagt? “Liebes Kind, du bist schon groß genug, um das selbst zu tun”. Heute Abend wollte sie ganz frei im Internet surfen. Mein Kommentar dazu: “Liebes Kind, dafür bist du noch zu klein”. Was ist sie denn, groß oder klein? Beides, es kommt drauf an, zu welchem Aspekt man eine Beziehung aufbaut, relativ halt.
Im Feng Shui werden wir mit den Polaritäten und relativen Abhängigkeiten stets konfrontiert. Ein guter Bergstern sorgt für Gesundsein, ein schlechter Wasserstern begünstigt Ebbe in der Kasse. Das ist das Leben, Gesund aber arm
.
Mit polarisierten Grüßen
Hetti
Sylvia schrieb am 19 August 2008 um 08:50 Uhr:
Hi Hetti, Hi Gerhard,
Tja, in der Schule werden wir doch darauf getrimmt, es doch auf “den” Punkt zu bringen.
Es wird uns als Qualität verklickert, die eine Lösung zu finden.
Entweder so ODER so.
Spätestens bei den quadratischen Gleichungen – ihr erinnert euch noch ? – ist es dann Schluß mit Eindeutigkeit. 2 Lösungen, oje. Und noch dazu eine negativ (!).
Dann wird es nur noch schlimmer: Gleichungen höherer Ordnung, noch mehr Lösungen, die womöglich nur mehr über Näherungsverfahren gelöst werden können.
Ist doch interessant, wie die Mathematik das Denken abbildet: Nur lineare Gleichungen liefern eindeutige Lösungen (die Division durch 0 ausgenommen, das gibt unendlich), das “wenn – dann” Prinzip also, ich bewege mich auf einer Gerade.
In der Ebene und im Raum gibt es immer mehrere Werte, die die Gleichung lösen.
Warum soll das für das Leben per se nicht gelten ?
mehrdeutige Grüße
Sylvia
Hi Sylvia,
für mich sind Lösungen in den diversen Feng Shui Methoden keine Lösungen an sich, sondern nur gleichzeitig existierende Wahrscheinlichkeiten einer Lösung (Wellenprinzip). Durch den Eingriff des Beobachters (Berater) in das System (Analyse nach Methode X oder Y) bricht der Quantenzustand dieser Wahrscheinlichkeiten zusammen und es entsteht eine Lösung (=Teilchen).
Greift der Beobachter (Berater) zu einem anderen Zeitpunkt an einem anderen Ort in das System ein, entsteht ein anderes Teilchen, also eine andere Lösung.
Solange wir es versuchen, Feng Shui mit newtonschen Augen zu sehen, stoßen wir sehr schnell an die Grenzen der linearen Mechanik. Wagen wir uns aber in dem quantenmechanischen Bild zu stöbern, wird es leichter erklärbar.
Upps, da habe ich eine sehr passende Anti-Spam-Aufgabe bekommen: 0+0! Ist es wirklich 0 oder 20
Grüße
Hetti
Sylvia schrieb am 19 August 2008 um 12:23 Uhr:
Hi Hetti,
Im QM Feld liegen wir natürlich gleich, wie Du Dir sicher denken kannst
Spricht man doch bezeichnenderweise in der QM vom “Erwartungswert”, wenn man die Wellenfunktion “absolutquadriert”, um den Kollaps herbeizuführen.
Also, nicht den des Kunden, sondern den der Wellenfunktion.
Der Zeitpunkt spielt eine gewaltige Rolle, wenn nicht überhaupt “die” Rolle, wenn wir dem Qimen Dunjia System vertrauen wollen. Mehr dazu kannst Du alsbald in Sven’s blog lesen.
Vorher muss ich allerdings die vielen Zusammenhänge in meinem Kopf mal zusammenhängen,
Stoff für ein Buch dürfte es schon sein.
Wie gefällt Dir : QM & FS – eine Zusammenführung
Oder auch – grins – “Richtig kollabieren mit Feng Shui ”
1/2 spin-ige Grüße
Sylvia
Hi Sylvia,
der zweite Titel ist erfolgsträchtig!
Wenn ich Deine Gedanken über die Wichtigkeit des Zeitpunktes weiter verfolge, dann wäre doch für den Erfolg einer Feng Shui Beratung nicht das Können des Beraters, sondern der richtige Zeitpunkt der Durchführung verantwortlich! Das würde so manche Erfolge zweifelhafter Berater erklären.
Aber da wären wir schon beinah bei der Vakuumfluktuation…
Grüße
Hetti
Sylvia schrieb am 19 August 2008 um 15:04 Uhr:
Hi Hetti,
Es ist wie immer “sowohl als auch” erforderlich.
Qimen Dunjia -mäßig ausgedrückt scheint es aber so zu sein, daß sogenannte “mystische Tore” den Arbeitsvorgang erleichtern, so eine Art Zeitfenster, die bestimmte Vorgehensweisen begünstigen. Ich stell mir das wie ein Feld vor, z.B längspolarisiert. Bewegt man sich parallel zu den Feldlinien, wirken keine hinderlichen Kräfte, in allen anderen Richtungen sehr wohl.
Das ist jetzt äußerst flapsig ausgedrückt.
So manches Mißlingen ist offenbar “zeitlich” vorprogrammiert.
@zweifelhafte Berater: Die fallen wohl eher unter den Begriff Tunneleffekt, – auch mit niedriger Energie lassen sich Potentialwälle durchdringen, über die andere drüberklettern müssen.
Da wird die mikroskopische Welt plötzlich makroskopisch
mystische Grüße
Sylvia
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