Der Citrusbockkäfer
Nicht alles was aus China kommt ist gut.
Gärten die nach der Feng Shui Lehre entworfen und geplant werden, sollen häufig auch optisch durch einen asiatischen Flair auffallen. ( Wobei ein nach Feng Shui geplanter Garten durchaus mit heimischen Pflanzen ausgestattet werden kann.) Zahlreiche Pflanzen aus China, Japan und Korea von Bambus bis Zierahorn können im Garten verwendet werden.
Bei einer Pflanzenlieferung von über 100000 ( in Worten Eínhunderttausend) Fächerahornbäumen (Acer palmatum) aus China, die in deutschen Discountläden verkauft wurden, ist jetzt ein gefürchteter Baumschädling nach Deutschland eingeschleppt worden.
Der hübsch anzusehende Citrusbockkäfer befällt fast alle Laubbaumgattungen und zählt in seiner Heimat zu den gefährlichsten Forstschädlingen. Selbst gesunde Bäume werden befallen und sterben in kurzer Zeit ab.
Wer also in diesem Jahr beim Discounter eine solche Pflanze gekauft hat, soll ihn auf Bohrlöcher und Bohrspänen am Stamm und Stammfuß regelmäßig überprüfen. Die Bohrlöcher können ( bei ausgewachsenen Bäumen) bis zu 1,5cm groß sein. Bei Befallsverdacht bitte die Landwirtschaftskammer NRW – Pflanzengesundheitsdienst benachrichtigen.
Weitere Informationen unter: www.forstschutz.nrw.de
Für mich stellen sich dabei einige andere Fragen.
Wieso werden 100000 Pflanzen als Billigware aus China über eine holländische Versandbaumschule überhaupt in Europa über einen Discounter verbreitet.
Es gibt genügend heimische Baumschulen, die gesunde Pflanzen produzieren, die zudem auf unsere klimatischen Verhältnisse besser angepasst sind.
Lebendpflanzenlieferungen in dieser Größenordnung, ohne ausreichende Kontrolle oder Quarantäne dürfte es so nicht geben. Die Gefahr durch den Citrusbockkäfer ist seit Jahren bekannt.
Sven Christeleit
www.feng-shui-owl.de





