Juni 27, 2008 at 08:46
·in Kategorie für Profis
… war eine Frage, die mir ein Bekannter neulich stellte als ich nebenbei erwähnte auch so manches etwas exklusivere Privatobjekt beraten zu dürfen.
Klar, als Feng Shui Berater bekommt man die interessantesten Objekte zu Gesicht. Neben den üblichen Wohnungen und Einfamilienhäusern gibt es gerade im Münchner Raum immer wieder Objekte, deren Grundstückspreis schon im höheren siebenstelligen Bereich liegt. Vom Haus gar nicht zu reden.
Die Frage an sich war sicher rhetorischer Natur, über meine Beratungstätigkeit spreche ich ohnehin nur sehr allgemein, wenn überhaupt. Diskretion ist gerade in diesem Geschäft sehr wichtig.
Aber mich hat sie zum Nachdenken gebracht. Werden wir Berater denn manchmal neidisch?
Ich bin mal in mich gegangen und zu dem Schluss gekommen nicht neidisch zu werden. Tatsächlich war das noch nie ein Thema bei mir, weder in meiner Beratungspraxis noch sonst irgendwann.
Ich bin der Meinung dass es wesentlich sinnvoller ist, seine Energie in das Erreichen der persönlichen Ziele zu stecken als in Neidgefühle.
Wie ist das bei den werten Kollegen, kommt manchmal heimlicher Neid auf oder nicht?
Gerhard Zirkel
Neidlos Glücklich
www.feng-shui-direkt.de
Stichwörter:Berater, Diskretion, Haus, Neid, Privatobjekt, Wohnung
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Hi Gerhard,
sehr nachdenkliche Frage. Ich versuche für mich die aufkommenden Neidgefühle in Motivationsschübe zu verwandeln. Wenn ich etwas sehe, was ich nicht habe aber gerne hätte, dann hilft nicht Neid weiter, sondern der Tritt in den eigenen Hinter.
Bei Beratungen haben wir zum Glück die Gelegenheit so wirklich hinter die Kulissen zu schauen. Oft sieht es dann ganz anders aus, denn nicht hinter jeder Fassade glänzt es. Dann wiederum sage ich mir, wie gut ich doch selbst habe.
Und jetzt fahre ich in meinem neuen Mini den neuen iMac abholen…so ganz ohne Neid auf mich selbst
.
Gute Zeit,
Hetti
Birgit schrieb am 27 Juni 2008 um 09:38 Uhr:
Hi Gerhard,
hab auch mal darüber nachgedacht, wie das mit dem Neid bei mir ist. Natürlich hab ich in der Provinz hier nicht die Villen im 7stelligen Anschaffungsbereich, aber auch ich hatte schon Kunden, auf die ich hätte neidisch werden können. Aber der Neid kommt bei mir nicht auf, denn – da muss ich Hetti zustimmen – wir blicken auch hinter die Kulissen. Und ich habe bisher noch nie eine Beratung gehabt, bei der alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Die haben alle ihre Probleme (sonst bräuchten sie ja keine Beratung
, und da bin ich dann doch mit meinen eigenen Problemen restlos zufrieden.
Birgit
neidlos zufrieden
Sylvia schrieb am 27 Juni 2008 um 10:44 Uhr:
Neid = deiN ?
Neider = der Nie ! = Nieder ?
neiden = dienen ?
Hi Gerhard,
ich hätt`da gern mal ein Problem,auf wen oder was sollte ich neidisch werden? hab ich da was nicht verstanden?
Ich bin ich und wenn mir mein Leben so nicht passt, bin ich gefragt es zu ändern und nach anderen schielen, bringt mich meilenweit von mir weg!!
Marianne auch manchmal als Bodo Bach unterwegs
Sokrates schrieb am 12 Oktober 2008 um 11:28 Uhr:
Es gibt schon so Häuser, wenn man die sieht kommen einem Gedanken wie; puah hier möchte ich auch wohnen … Das ist jedoch nicht Neid sonder in meinen Augen eher “Mitgefühl” für die Bewohner, da man es ihnen ja gönnt, da zu wohnen. Ich spüre eine tiefe Freude im Herzen, wenn ich sehe wie Menschen das Haus lieben in dem sie wohnen. Leider besitzt einem das, was man besitzt auch gerne und macht dann so schrecklich unfrei…
Sokrates
Maria schrieb am 9 November 2008 um 15:53 Uhr:
Da kann ich ganz frank und frei drauf antworten – hatte das Problem schon mal: JA!
Ich habe es für mich “Sozialneid” genannt. Aber im nachhinein wurde mir klar, dass es ein Beziehungsproblem mit den Leuten war – ich fühlte mich wie ein Dienstbote behandelt.
Nicht dass ich was gegen eine klare Dienstbotenrolle hätte, wenn das die “Festlegung” wäre. Wenn ich einen Dienstbotenjob habe, dann habe ich ihn eben, und bin abhängig von den Leuten, die sich Dienstboten leisten können und wollen. Manche lassen es sich halt gerne heraushängen, das kann man dann nicht ändern, ist aber für mich kein Problem – hat ja mit mir als Person nichts zu tun.
Aber als Feng Shui Beraterin bin ich nicht nur Möbelschubserin, sondern erst mal Lebensberaterin. Das ist ja der eigentliche Ansatz, auch wenn einige Werkzeuge dafür sich im Möbelhaus und im
Gartencenter befinden. Wenn Auftraggeber schon an diesem Ausgangspunkt zumachen, und einen auf die Möbelfarbe und die Beetplatzierung reduzieren, dann habe ich die Wahl, entweder “Dienstbote” zu werden, oder aber den Auftrag niederzulegen, mit dem Hinweis, dass die Zusammenarbeit für beide Seiten verschwendete Zeit ist.
Beim ersten Mal, als mir das passierte, war ich noch nicht soweit. Der Auftrag war auch – geb ich zu – zu lukrativ. Beim zweiten Mal habe ich den Auftrag niedergelegt, und auch kein Geld genommen. Besser gefühlt habe ich mich beim zweiten Mal! Sch… aufs Geld, ich mach mich doch nicht zum Kasper
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