Juni 25, 2008 at 22:18
·in Kategorie Aktionen & Wettbewerbe
Da die Resonanz auf den Schreibwettbewerb noch etwas gering ist, vermutlich wird im stillen Kämmerlein schon fleißig gebrütet, hier ein Beitrag ausser Konkurrenz von Hedwig Seipel.
Hier der Text:
An einem Sonntagmorgen in der Brötchen-Schlange beim Bäcker.
Hallo Frau Seipel, was für ein Zufall!
Herr Müller, Mensch es ist ja eine Ewigkeit her, als wir uns das letzte Mal gesehen haben.
Ja, das stimmt, mindestens 5 Jahre oder noch länger her. Wie geht es Ihnen? Sind sie immer noch bei der Firma XYZ?
Danke der Nachfrage, Herr Müller, mir geht es bestens. Bei der Firma bin ich schon lange nicht mehr. Ich habe mich selbständig gemacht.
Ach was, was machen Sie?
Ich bin Feng-Shui-Beraterin.
Feng was? Was ist es?
Ich mache aus einem Haus ein Zuhause.
Wie, wie soll das gehen?
Durch entsprechende Raumgestaltung. Herr Müller, wie ist es bei Ihnen daheim. Fühlen Sie sich immer gut erholt und voll frischer Energie, wenn sie das Haus verlassen.
Ach was, ich kriege schon die Krise, wenn ich heim komme. Seit Jahren wollen wir den alten Teppichboden rausreisen, doch immer kommt was dazwischen.
Herr Müller, ich verstehe. Wissen Sie was, wir sollten uns mal in Ruhe unterhalten. Ich rufe Sie Anfang der Woche an, einverstanden?
Ja klar doch, machen sie mal.
Mach’ ich gerne und jetzt noch einen schönen Sonntag für sie. Grüße an ihre Gattin.
Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de
Stichwörter:Feng Shui, fengshui, Gestaltung, Raumgestaltung, Schreibwettbewerb, Text
Ähnliche Artikel:
Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>
Permalink
Sylvia schrieb am 26 Juni 2008 um 08:38 Uhr:
Hi Gerhard !
Die Idee mit dem Wettbewerb ist gut, bloß kommt da bei mir auch ein bißchen Druck an, keine rechtschreibfähler, riechtige Kramatig, etc.
Ich hätt es ja auch lustig gefunden, einfach ALLES zuzulassen, auch schräge Beiträge, wie man z.B. Kunden niederquatscht, auch Lorenz Meyer könnte an dieser Stelle wertvolle Dienste leisten, vermut ich mal.
Daraus kann man doch auch viel “rausziehen” an Infos.
“Den esoterischten Beitrag”, den “unverständlichsten” Beitrag”, den “abgefahrensten Beitrag”, etc.
So eine Art Betrags- casting, das ist ja jetzt in aller Munde, sogar die nächsten ISS Mitflieger müssen sich dieser Prozedur unterziehen.
Und die Leser voten dann.
Sollte aber auch anonym möglich sein.
Öhm, ist aber nur meine Sicht der Dinge.
Viele Grüße
Sylvia
Unfugmacher vom Dienst
Hi Sylvia,
die Rechtschraibfehler kann ich dir gerne korikieren
Aber die Aktion sollte schon in einem seriösen Rahmen ablaufen, wir sind ja kein Satireblog. Das mit dem Leservoting wäre zwar technisch möglich aber mit viel Aufwand verbunden. Bis zum nächsten Wettbewerb habe ich das vielleicht im Griff.
Gerhard Zirkel
Sylvia schrieb am 26 Juni 2008 um 11:06 Uhr:
Hi Gerhard !
Das ist mir schon klar, daß das ganze seriösen Hintergrund “simulieren” soll, aber wie das wirkliche Leben und auch die deutsche Sprache zeigt, entsteht der Sinn oftmals aus dem Unsinn.
Es gibt sicherlich viele bunte Erklärungen, die Frage ist, ob man Werbung für Feng Shui machen will, also eher den Nutzen rausstellt, oder aber eine sachliche Erklärung abliefern will und das System per se darstellt.
Da gibt es einen großen Unterschied, welcher Persönlichkeitstruktur ich FS näherbringen möchte.
Ich hüpf mal kurz die Enneagramm Typen durch. Vielleicht hüpft ja jemand mit.
Die Eins: denkt in Systemen, Zahlen sind für sie von Bedeutung, auch die im FS und deren Bedeutung, FS ist stimmig, man kann sich drauf verlaseen, es ist exakt – das ist die Botschaft für die 1
Die Zwei: FS bedeutet Gesundheit und stellt eine Hilfe dar, mit der man auch andere unterstützen kann
Die Drei: mit Fs haben sie mehr Erfolg, Business FS
Die Vier: Mit FS können sie Räume einzigartig gestalten, Potentiale freisetzen, die individuelle Persönlickeit entfalten, jeder wird sich wohlfühlen, es ist alles die reinste Freude, ihr Haus wird ein energetischer Traum, jeder wird begeistert sein
Die Fünf: vorausdenkend, was passiert in der Zukunft ?, man kann Voraussagen treffen mit FS, Visionen (deutscher Kollege bei Banken so gearbeitet)
Die Sechs: es ist eine Notwendigkeit FS zu machen, sonst verpassen sie bestimmte Dinge !
für den Architekten ist es quasi Pflicht FS zu kennen, weil gesundheitliche Störungen auftreten können, wenn wir es außer Acht lassen, das können wir uns nicht erlauben , ohne FS zu sein
Die Sieben: Lebensfreude und Erfolg mit FS, das Haus wird ein einziger Tanz, damit kommt man in den 7.Himmel, die Energie steigt und es geht uns nur noch gut
Die Acht: FS bietet dem Menschen Schutz, auch magischen Schutz vor Angriffen, es ist eine Möglichkeit negative Dinge abzuwehren und für das Gute zu kämpfen, sie können mit FS positive Dinge kompetent umsetzen. Sie erhöhen ihre KOMPETENZ dem Kunden gegenüber.
Die Neun: Mit FS kann man alles total vermitteln, alle fühlen sich wohl, wir sind alle eins, und jeder fühlt sich verstanden.
Mein Kommentar ufert mal wieder aus. Vielleicht ist es eine kleine Anregung, mal wieder über seine Zielgruppe nachzudenken, um auf einer scharfen Frequenz zu senden.
Dann empfängt auch der Kunde das, was er hören will.
Bedeuted jetzt aber nicht, daß man sich von seiner Sicht der Dinge verabschieden soll, hier geht’s rein um’s Abholen.
Wenn ich alles reinschreib, also auf alle Kanälen sende, verlier ich potentielle Interessenten, weil ein Espressoliebhaber wird sich von einem Allroundkaffee-7 in 1- nicht vom Hocker reissen lassen wird. Man hat zwar von allem ein bißchen, aber nichts wirklich ganz.
Sylvia,
ein Sieben – Vier Mischtyp
PS. Die Typen sind natürlich in reiner Form nicht vorkommend, aber tendenziell passt es gut.
Vielleicht erkennt ihr ja den einen oder anderen in Eurem Kunden und/oder Bekanntenkreis.
Sylvia schrieb am 26 Juni 2008 um 11:08 Uhr:
Was vergessen:
Für die 5 sind Systeme wichtig, denkt auch in solchen.
@Hetti: Sehr praktisch gelöst !!! Würd ich annehmen, wenn ich Dein Nachbar wär.
Viele Grüße
Sylvia
Hi Sylvia,
ich denke, Du machst doch sicher auch mit. Oder schreckt Dich die Vorstellung nur 200 Wörter nehmen zu dürfen?
Sonnige Grüße
Hetti
Sylvia schrieb am 26 Juni 2008 um 13:27 Uhr:
200 brauch ich mal zum Warmlaufen. Bei 2000 steig ich dann direkt von der Einleitung in den Haupttext über. Nach 20000 nähere ich mich mal vorsichtig dem Kern der Sache, um dann nach 200000 Wörter langsam ans Schlußwort zu denken.
Mehr als 2000000 Ideen werden es aber im letzten Satz nicht werden.
Na, im Ernst, ich komm am besten mit Antworten durch, die möglichst aus der Situation entstehen. Im Augenblick der Frage taucht die Erklärung auf, und die war noch nie zweimal gleich.
Weil jeder Mensch was anderes braucht und noch viel schlimmer: auch zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Stimmungen was anderes hören will.
Das allgemein “Einstudierte” wirkt – zumindest bei mir – sehr aufgesetzt und superunnatürlich.
Ich zieh die Kraft aus meiner “Augenblicklichkeit”, drum ist es bei mir egal, ob die Menschen jetzt genau verstehen, was Feng Shui ist oder auch was es nicht ist.
Mal erzähl ich Fallbeispiele oder einfach Geschichten, wichtig ist es prinzipiell immer, BILDER IM KOPF des Gegenübers zu hinterlassen oder auch Stimmungen. Das hält länger an, als die tiefgründigste Erklärung, ganz einfach weil es im Hirn unter “Text” abgelegt wird.
Und dieser Bereich ist zu 98% ausgelastet lt. Studien.
Ich schick was “Anderes” mit, was die Menschen haben möchten.
Dieses “Andere” hat jeder Mensch, man muß sich bloß trauen, es zu zeigen.
Huch schon wieder so viel Worte.
Viele Worte
Sylvia
Vienna waits for you
Hi Sylvia,
sann stell dir einfach vor, du müsstest deinem Nachbarn eine SMS schreiben weil er wissen will was Feng Shui ist.
Gerhard Zirkel
Sylvia schrieb am 26 Juni 2008 um 13:39 Uhr:
Hi Gerhard !
Das ist natürlich ein Argument.
Ich werd mir das zu Herzen nehmen und gleich mit meinem Telefonanbieter reden, – wegen einer günstigen Pauschalrate und eventuell wegen einer extra Tastatur.
Viele Grüße
Sylvia, übernächste Woche ist es wieder soweit ! Berlin !
Claudia schrieb am 27 Juni 2008 um 03:37 Uhr:
Ihr lieben FengshuiexpertInnen!
amüsiert verfolge ich euren Schlagabtausch und kann nicht anders: ich gebe jetzt meinen Senf dazu.
Also, bei uns geht das meistens so ab: wir vereinbaren, ein bestimmtes Zimmer zu renovieren. ICH (Kua-Zahl 6 – Kien) fang an zu lesen, zu zeichnen, zu spekulieren, abzuwägen – mich zeitaufwändig, aber de facto unproduktiv mit dem Projekt auseinander zu setzen. Am Wochenende greift MEIN MANN (Kua-Zahl 2 – Kun) zur Hilti (= Werkzeugmaschine) und legt los. Am Sonntagabend ist er fertig und zwar exakt nach den Regeln des Feng Shui – soweit ich es nach meinen Büchlein beurteilen kann. Jedenfalls ist das renovierte Zimmer nachher immer sehr gemütlich und zweckmäßig ist es auch.
Ich will damit sagen: In unserer verkopften Welt ist ein wichtiger Teil unserer natürlichen Intuition verloren gegangen. Wenn wir uns von den Vorschreibungen der Möbelprospekte lösen und einfach unserer Kreativität freien Lauf lassen könnten, wäre euer Berufsstand möglicherweise überflüssig. Zum Glück für euch wird dieser Fall vermutlich in absehbarer Zeit nicht eintreten.
Ich betrachte die Regeln des Feng Shui als Werkzeug, um zum Kern meiner wahren Empfindung vorzudringen. Sie haben mir geholfen, die zerstörerischen Energien der Vorbesitzer unseres Grundstücks Schritt für Schritt in Glücksenergien umzuwandeln. Das hat mehrere Jahre gedauert und der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Aber wir sind auf dem besten Weg.
Einen Gedanken halte ich jedoch für ganz zentral: Energie lässt sich nicht vernichten, nur umwandeln. Das gilt auch für zerstörende Kräfte. Wenn aber der Chifluss durch zerstörende Kräfte blockiert ist, brauchen wir Werkzeuge wie die Feng Shui-Regeln, um uns aus ihrem Bannkreis zu befreien. Dabei reicht es meiner Meinung nach nicht aus, ein Baguaspiegelchen neben die Tür zu hängen. Es gehört Ordnung dazu, Klarheit der Linien und der Mut, sich von Überflüssigem zu trennen – ein Gesamtkonzept eben. Und das muss sich allmählich entwickeln dürfen.
So seh ich’s.
In eurem Blog zu stöbern ist für mich immer wieder eine Freude. Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg und Freude bei der Arbeit!
Herzliche Grüße
Claudia
Claudia schrieb am 27 Juni 2008 um 06:32 Uhr:
Hach, das ist mir aus dem Herzen gesprochen.
Das mit der Hilti kann ich gut nachvollziehen, ich hab auch so ein Ding. Damit kann eigentlich gar nichts schiefgehen
– nettes Männerspielzeug.
Unser Berufsstand wird schon deshalb nicht aussterben, weil der Mensch nur etwa ein Siebtel seiner Umgebung bewusst wahrnehmen kann (nach C.G.Jung) und große Teile der Wirkung unserer Umgebung erst nach langer Zeit so richtig bemerkbar werden.
Zudem hilft die ganze Intuition nicht mehr, wenn es um den kompletten Neubau geht oder um Unternehmen.
Aber es stimmt schon, mit etwas mehr Bauchgefühl wäre so manche Beratung in bestehenden Objekten unnötig.
Gerhard Zirkel
HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>