Das Wort zum Sonntag: Die verstehen das Prinzip schon nicht

Mein Bekanntenkreis scheint nur aus Feng Shui Skeptikern zu bestehen, zumindest habe ich manchmal das Gefühl. Mittlerweile werde ich zwar ernst genommen, warum das so ist habe ich ja schon einmal erzählt www.haus-bau-planung.de/20…person

Aber so ganz trauen sie dem Feng Shui doch noch nicht. Warum das so ist, ist auch immer wieder Gegenstand ausgedehnter Grübeleien. Besonders dann, wenn ich wieder an meiner Website oder an Werbetexten für Kollegen (ja, so was mach ich auch gelegentlich) arbeite und mir überlege wie ich dem Skeptiker in kurzen, klaren Worten beibringen kann was Feng Shui ist.

Dabei komme ich immer wieder auf das absolute Grundprinzip unserer Tätigkeit zurück und stelle immer wieder fest, dass hier eines der Hauptprobleme liegt. Die Menschen verstehen das Prinzip schon nicht, wie sollen sie Feng Shui verstehen.

Aber was ist das Prinzip? Ich bin mittlerweile schon so weit, dass ich zumindest das in ein paar kurzen Sätzen formulieren kann:

„Wir Menschen leben in einem System ständiger Interaktion mit den anderen Teilen des Systems. Ändern wir an einer Stelle etwas, ändert sich auch der Rest“.

Die meisten unserer Mitmenschen scheinen zu glauben, dass „Der Mensch“ völlig unabhängig von seiner Umgebung existiert, möglicherweise auch der Grund warum er sie so gedankenlos zerstört. Denn wer merkt, dass er an seinem eigenen Ast sägt, hört normalerweise damit auf, oder?

Das Problem ist also die Erkenntnis, dass wir nicht unabhängig von unserer Umgebung leben oder gar über ihr stehen, sondern ein Teil von ihr sind. Hat man das einmal verinnerlicht, ist es zum Verständnis des Feng Shui nur noch ein kleiner Schritt.

Wie bei jedem System wirken sich Änderungen an einer Stelle meist auf das ganze System aus. Ändern wir unsere Umgebung, ändern wir damit auch das „System Leben“. Feng Shui macht nichts anderes, als das System gezielt zu ändern um eine bestimmte Wirkung hervorzurufen.

Vielleicht ist dieses Prinzip auch der Grund, warum „die Wissenschaft“ sich noch nicht wirklich mit Feng Shui beschäftigt hat. Wer immer nur versucht, das System in immer noch kleinere Teilstücke zu zerlegen, verliert halt schnell das große Ganze aus den Augen. Zudem ist die Wirkung, außer im geschäftlichen Bereich, selten direkt messbar.

Vielleicht hat auch nur noch niemand einen Wissenschaftler dafür bezahlt, das Feng Shui zu untersuchen.

Gerhard Zirkel
*grübelnd*
www.feng-shui-direkt.de

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3 Kommentare »

  Sven Christeleit schrieb am 11 Mai 2008 um 11:13 Uhr:

Hi Gerhard,
seit langer Zeit mal wieder ein Wort zum Sonntag. Wie schön. Einmal mehr ein Grund auch mal Sonntags kurz beim Blog vorbeizuschauen.
Bei dem Symposium `Stimme der Geomantie`wurden wunderbar stimmige Beschreibungen sowohl für die Bereiche Geomantie als auch Feng Shui gefunden. Ich bin nicht ganz auf dem laufenden., ab wann die Beschreibungen veröffentlicht werden.
Da weiß Hetti wahrscheinlich mehr.

Das Problem des Feng Shui ist, das es kulturell nicht fest verankert scheint und oft in die Richtung esoterische Spinnerei, Scharlatanei , und chinesischem Aberglauben gesehen wird. Oder umgekehrt, als die eierlegende Wollmilchsau, die durch Farbe und Form Geld scheffeln hilft.

Das alles ist natürlich Quatsch.
Wir Leben haben uns diesen Planeten mit Hilfe der Sonnenkraft und Wasser selbst geschaffen, und sind abhänig von einander. Abhänig von der Umgebung und abhänig von allen Mitlebewesen und abhänig von der Sozialstruktur, die das Leben uns designet hat.

Leben wir in den stimmigen Parametern , geht es uns gut. Leben wir nicht in ihnen , leben wir schlecht.
Glück ist wenn wir genug zu Essen haben und einen Platz auf der Erde finden, wo wir unsere Kinder in Frieden aufziehen können.

Feng Shui ist die chinesische Raumerfahrung, diese Parameter in Formeln zu fassen. Der altchinesische Versuch einer Weltformel.
Sie ist genauso vollkommen und unvollkommen, wie alle anderen Erklärungen, die wir Menschen suchen und Finden um Gott und das Leben zu erklären.

Die Kollegen von der Stimme der Geomantie haben das bestimmt anders formuliert.

Schönen Sonntag noch.

Sven

  Iris S. schrieb am 11 Mai 2008 um 22:40 Uhr:

Hallo Herr Zirkel,

hier mal wieder der Kundenkommentar:

Falsche Zielgruppe: Warum Skeptiker überzeugen?
Vergebene Liebesmüh, der Zweifel ist doch Lebensmotto…
besser:
Energie für potentielle Kunden nutzen: Den Interessierten interessieren..

Birkenbihl Methode: Skeptiker anrufen und zu Feng Shui assoziieren lassen –
Assoziationen für sich selbst gezielt widerlegen (das wird schon ziemlicher Tobak sein) und amüsieren, bedauern, tolerieren, verstehen und Schluss mit dem üblen Grüblen

Ansonsten und da kennen Sie sich besser aus: Wu wei….
oder frei nach Rosa L. *Toleranz ist immer die Toleranz der Andersdenkenden*

Wir wissen nicht, was wir alles wissen und woher wir es wissen, weiss ich auch nicht…

Gute grübelfreie Nacht !

Iris S.

  Gerhard Zirkel schrieb am 12 Mai 2008 um 07:47 Uhr:

Warum Skeptiker überzeugen? Um die Kundenzielgruppe zu erweitern!

Überzeugen kann man auch weniger die unverbesserlichen Zweifler, sondern eher diejenigen die sich halt noch nie Gedanken gemacht haben. Hier gilt: “Steter Tropfen höhlt den Stein”. Man muss nur penentrant genug sein, dann kommt man zum Ziel.

Meine Hauptenergie stecke ich nach wie vor in meine Kunden und die die es werden wollen.

Gerhard Zirkel

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