Maikäferflug

Manchmal weiß ich gar nicht genau warum ich Lebe. Der Sinn scheint durch den Alltag verschüttet.

Aber dann gibt es Momente wie den heutigen Abend. Ich komme von einem Treffen mit Freunden und gehe Nachts die halbe Stunde zu Fuß über den Berg . Es ist Mai und die Nacht ist wohlig warm. Der Mond steht wunderschön als kleine Sichel am Himmel. Um die Straßenlaternen kreisen Maikäfer. Am Boden kann ich sie aufsammeln und über meine Hand krabbeln lassen. Den gestreckten Finger erklimmen die Käfer und entschwinden brummend im Dunkel der Nacht.

Fast hätte ich den Sinn des Lebens vergessen, jetzt spür ich ihn wieder. Es ist Mai.

Mit Maigrüßen

Sven Christeleit
www.feng-shui-owl.de

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4 Kommentare »

  Isabella schrieb am 8 Mai 2008 um 05:21 Uhr:

Lieber Sven,
diese Momente sind es, die unser Leben so bereichern und uns Kraft geben.
Bei mir blühen uralte Apfelbäume, noch von meinen Großeltern gepflanzt, die kennen weder Dünger noch Formschnitt und bezaubern in ihrer Anmut, nicht nur mich, sondern auch Nachbarn und vorbeigehende Wanderer.
Da zeigt die Natur ihre Kraft, Fülle und Schönheit – sind wir doch ganz einfach dankbar dafür.

Morgendliche Grüße aus Niederösterreich
Isabella

  Sylvia schrieb am 8 Mai 2008 um 08:17 Uhr:

Reinhard Mey: Textauszug ” Es gibt keine Maikäfer mehr”
……
Es gibt wichtigere Dinge, aber ich schreibe trotzdem
aif ein Birkenblatt die Noten für ein Käferrequiem.
Es gibt sicherein Problem, dessen Erforschung sich mehr lohnt,
als, warum denn heut’ im Parkhaus wohl kein Maikafer mehr wohnt.
Warum kriecht im Eichbaum, der davorsteht, keiner im Geäst?
Wenn mir diese Frage einfach keine Ruhe läßt,
dann vielleicht, weil ich von ihnen einst gelernt hab’, wie summt,
wie man kratzt und wie man krabbelt, wie man zahlt und wie man brummt,
wie man seine Fühler ausstreckt und natürlich weil ich find’,
daß sie irgendwie entfernte Namensvettern von mir sind.
Vielleicht ängstigt mich ihr Fortgeh’n, denn vielleicht schließ ich daraus,
vielleicht geh’n uns nur die Maikäfer ein kleines Stück voraus.
Denn ward’ ich noch einmal loszieh’n, …
blieb mein Schuhkarton wohl leer, denn es gibt keine Maikäfer mehr…

auch ein Maikind

  Sven Christeleit schrieb am 8 Mai 2008 um 17:57 Uhr:

Hallo Isabella,
danke für die frühmorgendlichen Grüße. Der früheste Gruß den ich bisher bekam. Stehst du mit den Hühnern auf, oder warten schon die Kühe um gemolken zu werden?.
5:21Uhr.
Ich konnte zum Glück noch 9 Minuten schlafen. Um 5:30Uhr beginnt erst mein Wecker zu piepen.
Bin ungewollter Frühaufsteher.

Mit Grüßen nach Niederöstereich

Sven

Hallo S°y°lvia
zum Glück gibt es wieder viele Maikäfer und Fledermäuse und Eulen und raschelnde Mäuse im nächtlichen, ostwestfälischem (owl) Wald. Der Mai stimmt mich Fröhlich.

Grüße nach Wien

S°v°en

  Isabella schrieb am 9 Mai 2008 um 06:00 Uhr:

Hallo Sven,
bin weder im Besitz von Hühnern, noch von Kühen, bin freiwilliger Frühaufsteher.

Mit ausgeschlafenen Grüßen
Isabella

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