Übersinnliches Navigerät?

Auch wenn es so klingen mag, ich greife nicht das Thema Uri Geller auf, keine Sorge. Vielmehr beschreibe ich eine interessante Tatsache, die mir vor wenigen Tagen passiert ist.

Ich arbeite zur Zeit u.a. an einem Projekt zur Einrichtung einer Arztpraxis. Zum Projekt gehört nicht nur die Empfehlung der Gestaltung, sondern ein rund um Paket mit Möbel-Angeboten etc. Also machte ich mich auf den Weg zu einem Büroeinrichtungshaus, in dem meine Kundin für sie passende Möbel gesehen hat. Die Gegend um das Einrichtungshaus kannte ich noch nicht, es war auch nicht in meiner Stadt. So habe ich mich auf die Technik verlassen und mein Dumm-Dumm-Gerät mitgenommen. Das Navigieren lief gut, nur bei den Worten „Sie haben ihr Ziel erreicht“ stand ich nicht vor dem Einrichtungshaus, sondern auf einem Aldi-Parkplatz. Besonders überrascht war ich nicht, weil solche Späßchen treibt mein Dumm-Dumm gerne mit mir (daher der Name). Also schaute ich mich um und bemerkte in naher Entfernung das Schild eines Büroeinrichters. Das Gebäude sah ganz anders als in der Web-Darstellung aus, doch ich ging herein und fragte nach. Eine nette Dame erklärte mir, dass das von mir gesuchte Haus sich ca. 300m weiter befindet.
Wenige Minuten später führte ich auch schon das vereinbarte Gespräch mit einer Beraterin des gesuchten Einrichtungshauses. Das Gespräch verlief zufriedenstellend für mich und es schien alles mit meinen Wünschen und Vorstellungen der Einrichtung zu klappen. In 2 Tagen sollte ich das Angebot und die Pläne bekommen.
Auf dem Weg zurück lies mich das Gefühl nicht los, nochmals das zufällig gefundene Einrichtungshaus zu besuchen. Die nette Dame schaute mich ein wenig verdutzt an und dachte, ich hätte das andere Haus immer noch nicht gefunden. Ich erzählte ihr von meinen Anliegen und dem Projekt. Sie beriet mich sehr kompetent uns sprudelte von Ideen. So beschloss ich auch hier ein Angebot erstellen zu lassen.

Zwei Tage später, wenige Stunden vor dem nächsten Termin in der Arztpraxis fuhr ich wieder los, um die Angebote, Muster und Pläne abzuholen. Dabei erlebte ich eine böse Überraschung. Bei dem ausgewählten Anbieter bekam ich statt des Angebotes und der Pläne nur die Antwort, dass sie mir nicht weiter helfen können. Die Räumlichkeiten wären für die Standardmöbel zu klein und es ginge nur mit Maßarbeit vom Schreiner. Eine schöne Bescherung, dachte ich mir. Maßarbeit kommt leider aus Investitionsgründen nicht in Frage und ich soll in wenigen Stunden die Ergebnisse meiner Beratung präsentieren. Stinksauer ging ich also zu dem anderen, zufällig gefundenem Anbieter. Und siehe da… Es erwartete mich eine komplette Angebotsmappe mit CAD Zeichnungen, Materialmuster, Preiskalkulationen und Prospekten. Hier waren die Raumabmessungen kein Problem, sie haben nur eine kreative Herausforderung bedeutet. Die Firma stellt auch ihre Möbel selbst her, direkt vor Ort. Also ein echtes „made in Germany“ in der gewohnten, handwerklichen Qualität. Der Angebotspreis hat mich endgültig ins Staunen versetzt. Er lag sehr bequem im geplanten Investitionsrahmen.
Meine Kundin war zuerst ein wenig enttäuscht, ihre Wunschmöbel nicht bekommen zu können, doch die Entwürfe und die Vorteile des anderen Angebotes ließen die Enttäuschung schnell vergessen.
Und was lernte ich daraus? Die Intuition ist stärker als die Technik. Der Bauch schafft sogar ein Navigerät auszutricksen. Die Frage ist nur, wem vertrauen wir mehr.

Mit intuitiven Grüßen
Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de

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4 Kommentare »

  Gerhard Zirkel schrieb am 29 Januar 2008 um 11:37 Uhr:

Hi Hetti,

das Thema kenne ich auch recht gut. Da fährt man dem Navi hinterher, landet irgendwo nur nicht da wo man hin wollte und es passt trotzdem. Man darf nur nicht zu verbissen an die Sache herangehen.

Gerhard Zirkel

  Bernhard schrieb am 29 Januar 2008 um 12:45 Uhr:

Sorry Hetti,
aber Deine Schlußfolgerung ist falsch:

1)nicht Deine Intuition ist stärker als die Technik sondern Deine unzureichende Technik hat Dir Raum für Deine Intuition gelassen

2) Dein Bauch hat das Navi ja nicht ausgetrickst, im Gegegnteil hätte Dich das Navi direkt vor das Möbelhaus gebracht, Du hättest das Andere gar nicht gesehen.

3) für Intuition braucht man Gelegenheit, das hat Dir Dein Navi verschafft.

Meine Schlußfolgerung daraus wäre: zuviel zu perfekte Technik macht unfrei und nimmt den Raum für Intuition.

Deine Reise stand also unter einem glücklichen Stern und zum Erfolg braucht man, bei aller Tüchtigkeit, eben auch Glück.

Gruß
Bernhard

  Hedwig Seipel schrieb am 29 Januar 2008 um 13:00 Uhr:

Hi Bernhard,

man, was Du alles weißt! Da wird man glatt neidisch ;-) .

erstaunte Hetti

  Bernhard schrieb am 29 Januar 2008 um 13:15 Uhr:

solltest Du

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