Komakochen

Gestern war wieder einer dieser Tage, die ganz harmlos anfangen und wahrlich furios enden.

Vormittags schon hatte ich einen Kundentermin in der Nürnberger Gegend. Was lag da also näher als endlich mal die Möbelmacher zu besuchen. Mit dem Chef Herwig Danzer habe ich über den Waldblog schon länger Kontakt, die Möbelmacher verarbeiten nämlich ausschließlich Holz aus der Region und beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit.

Also habe ich auf dem Rückweg mal eben vorbeigeschaut und mir den Ausstellungsraum und die Werkstatt angesehen. Ein Schwerpunkt liegt bei den Möbelmachern eindeutig auf Konstruktion und Bau von Massivholzküchen, Kunden die sich für solch eine Küche interessieren, dürfen vor Ort schon mal kochen um sich von der Qualität der Küchen zu überzeugen.

Natürlich bekommt man auch den Rest der Einrichtung vom Bett über Büro bis zum Kinderschreibtisch – alles Einzelstücke nach Maß, versteht sich.

Eigentlich war nur ein Kurzbesuch geplant, spontan hat mich Herwig Danzer aber zu einem ganz besonderen Event am Abend eingeladen. Bei der Firma Miele fand nämlich ein Vortrag mit gemeinsamen Kochen statt. Gut 20 Besucher, zwei Köche und Herwig mit Frau – das versprach lustig zu werden. Also bin ich spontan mitgekommen und habe es nicht bereut.

Schon die Vorführküche von Miele war durchaus sehenswert

Komakochen3
und die Tafel erst!
Komakochen4

Alsbald versanken wir also in gemeinsamem Chaos, sogar ich habe mich kochtechnisch betätigt, auch wenn das eher die Lehrlingsarbeit war:

Komakochen1

Vorgesehen waren als Vorspeise ein Fisch, war es ein Saibling? glaube schon, jedenfalls lecker. Der hatte allerdings erst wenige Stunden zuvor sein Leben für uns gelassen und musste noch filettiert werden. Schon das Zusehen fand ich als Nichtkoch kompliziert, hätte ich das gemacht wären es vermutlich Fischstäbchen geworden.

Komakochen2

Danach stand ein Rinderfilet auf dem Programm, das Rind war allerdings schon länger tot, musste also zumindest nicht mehr zerlegt werden. Aber dennoch beeindruckend wie ein erfahrener Koch so ein Stück Fleisch mit einer Leichtigkeit zerteilt und dabei für jeden Zentimeter den jeweiligen Fachbegriff kennt …

Nun, da wir nicht nur zum Essen dort waren gab es erst einmal einen Vortrag von Miele über die Werte des Unternehmens und zum Thema Nachhaltigkeit. Das war spannender als es sich anhört oder wer hätte gewusst, dass Miele ein Familienunternehmen ist und fast alles in Deutschland produziert? Gut 15.000 Mitarbeiter und 11.000 davon in Deutschland!

Oder dass Miele-Geräte auf eine Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegt sind? Da rechnen sich schnell die paar Euro die die Geräte mehr kosten. Fast hätte ich mich für meinen Electrolux-Herd und den AEG-Kühlschrank geschämt – aber nur fast.

Aber wie auch immer, das Essen lockte dann doch und wir konnten der Verlockung nicht lange widerstehen. Von dem, was wir und vor allem die zwei Köche da gezaubert hatten, könnte sich so manches Restaurant ein paar Scheiben abschneiden.

Während des Essens kam dann bei einigen Gästen der Wunsch nach weiteren Kochveranstaltungen dieses Kalibers auf und irgendwer warf den Begriff des „Komakochens“ ein, wohl abgeleitet aus dem „Komasaufen“, der Lieblingsbeschäftigung der heutigen Jugend, zumindest wenn man der Presse glauben schenken mag.

Aus dem Komakochen wurde dann ganz spontan das „Komabloggen“ abgeleitet, aber das ist ein anderes Thema …

Gerhard Zirkel
Komablogger
www.feng-shui-direkt.de

Stichwörter:, ,


Ähnliche Artikel:

Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>

Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

3 Kommentare »

  Hedwig Seipel schrieb am 29 Januar 2008 um 13:07 Uhr:

Mhhm, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen!

Was mich aber interessieren würde, hattest Du auch Gelegenheit gehabt, über Feng Shui zu sprechen? Wäre es ein Thema für den Hersteller oder sogar für Miele?

Grüße
Hetti

  Gerhard Zirkel schrieb am 29 Januar 2008 um 13:14 Uhr:

Hi Hetti,

natürlich konnte ich auch mit dem einen oder anderen über Feng Shui sprechen. Ich wäre ein schlechter Verkäufer wenn ich die Veranstaltung nicht zum Knüpfen von Kontakten genutzt hätte :)

Mit den Leuten von Miele allerdings nicht, das hat sich nicht ergeben und aufdrängen wollte ich mich dann auch nicht. Aber kommt Zeit kommt Rat …

Gerhard Zirkel

  Sven Christeleit schrieb am 29 Januar 2008 um 16:55 Uhr:

Hallo Hetti, hallo Gerhard

zufällig hat die Firma Miele ihren Stammsitz hier in OWL. Genauer in Gütersloh, mit Zweigniederlassungen in Oelde, Bielefeld usw..
Zufälligerweise kenne ich zwei Ingenieure aus den Entwicklungsabteilungen. Die kann ich auf das Thema demnächst mal ansprechen.

Gruß Sven

Ihr Kommentar: Bitte beachten: Regeln für Kommentare

HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>