Dohlen über dem Dach

Oft hasten wir betriebsblind durch unseren Alltag. Wie ein Reisender , der sich nur auf das Ziel konzentriert. Aber wo ist das Ziel und was soll die Reise?

Heute morgen flog ein großer Schwarm Dohlen über das Hausdach. Minutenlang konnte ich ihm mit meinen Augen folgen.

Der Alltag ist kompliziert geworden. Die verdichtete Tätigkeit am Arbeitsplatz, neue billigere Telefonverträge, Stromverträge, Rentenverträge, permanenter technischer und gesellschaftlicher Wandel. Auch unsere zwischenmenschlichen Werte wandeln sich. Ehen vor 50 Jahren noch für ein Leben lang geschlossen, haben heute eine Halbwertzeit von 5 Jahren. Alles scheint sich hektisch zu verändern.

Einige konstante Dinge des Lebens werden oft übersehen. Das Leben selbst. Das Grün der Blätter, die Krähe die jeden morgen kräht wenn wir das Haus verlassen, die Grillen am Wegesrand, der Schwarm Dohlen der über das Haus fliegt, die Häuschenschnecke die an einem Baum hoch geklettert ist, und sich nun von Blatt zu Blatt wieder zu Boden gleiten lässt. Die kleinen Dinge des Lebens.

Oft bemerken wir nicht, wann es die Wettersituation ermöglicht einen Regenbogen zu sehen, oder wir übersehen wenn Sonne und Mond gleichzeitig am Himmel stehen, oder riechen nicht den Geruch des kommenden Schnees.
Ein Blick auf die kleinen Dinge des Lebens, zeigt uns den Gott der kleinen Dinge.

Der Gott der kleinen Dinge ist immer da und begleitet uns durch unser Leben. Es ist das Rotkehlchen, das uns bei der Gartenarbeit zusieht, die große Libelle, die unvermittelt unseren Weg quert, das Eichhörnchen das im Garten von Baum zu Baum springt, die Grille die mitten in der belebten Innenstadt auf einer Mauer zirpt.

Manchmal sind es unvermittelte Schicksalsschläge, wenn man nach überstandener Krankheit zum ersten mal wieder einem kleinen Spaziergang nach draußen machen darf, und auf einer Bank sitzenden, den Gesang der Vögel wiederentdeckt.
Du hast überlebt, du bist immer noch Teil des Lebens und Teil des Ganzen, du hörst den Gesang der Vögel.
Der Gott in den kleinen Dingen, kann eine kurze Meditation an das Leben sein. Ein kleiner Blick, ein kurzes Verweilen. Sich kurz wieder mit dem Leben erden.

Und dann weitergehen.

Sven Christeleit
www.feng-shui-owl.de

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2 Kommentare »

  Isabella schrieb am 18 Januar 2008 um 07:37 Uhr:

Guten Morgen Sven !
Gerade beobachte ich wie die Nacht weicht und der Tag langsam sein Licht ausbreitet: so ruhig, so fließend, so kostenlos und so wunderschön. Und da lese ich Deinen Artikel: DANKE , für soviel positive Energie !
Liebe Grüße sendet
Isabella, die den Sonnenaufgang liebt

  Sven Christeleit schrieb am 23 Januar 2008 um 23:00 Uhr:

Hallo Isabella
Ich danke dir für deine Rückmeldung.
Ich freue mich sehr darüber,dass wir uns kurz getroffen haben.
Mit Grüßen

Sven

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