Adventskalender 2007: Der Klassiker aus dem grünen Beutel

Hallo liebe Blogleser,

auch heute gibt es gibt einen Auszug aus einem Feng-Shui-Klassiker, genauer gesagt, aus einem der wichtigsten Texte im Feng Shui, dem Qing Nang Jing, dem “Klassiker aus dem grünen Beutel”.

Manche Menschen (selbst einige chinesische Lehrer) geben gerne schlaue Sprüche von sich, die sie irgendwo gelesen haben, ohne die Quelle zu nennen. Ein Beispiel war ja das “Buch der Beerdigungen”, aus dem ich schon Auszüge zitiert habe, eine andere sehr beliebte Quelle ist das o.g. Werk.
Ich finde es schade, dass nicht alle, die Feng Shui lernen, diese Texte zum eigenen Studium erhalten, meiner Meinung nach gehören sie dazu.

Der (etwas gekürzte) Auszug aus dem Qing Nang Jing von heute befasst sich mit den fünf Wandlungsphasen (5 Elementen) :

Fünf Planeten sind am Himmel,
entsprechend den fünf Wandlungsphasen auf der Erde.
Am Himmel sind verschiedene Sterne,
auf der Erde sind verschiedene Berge und Flüsse.
Qi bewegt sich auf der Erde, während die Formen am Himmel dargestellt sind.
Anhand der Formen untersuchen wir das Qi und seinen Einfluss auf den
Menschen.
[...]
Die Tugenden der Erde steigen auf,
das Licht des Himmels sinkt herab.
Yin benötigt Yang, das sich nähert,
Yang benötigt Yin, um zu reagieren.
Wenn sich Yin und Yang harmonisch begegnen,
bleibt das Glück für alle Zeiten.
Wenn Yin und Yang im Konflikt sind,
steht Unglück vor der Tür.
Wenn das Himmelsqi kommt und von der
Erde empfangen wird,
wenn das Qi von den richtigen Formen aufgenommen wird,
dann entstehen alle Dinge.
Wenn das Qi fühlbar wird und eine Antwort entbietet,
dann segnen die Geister die Lebenden.
Darum müssen das Bild am Himmel
und die Form auf der Erde übereinstimmen,
damit das, was oben und unten ist, zur Einheit wird.
Dies wird der Mechanismus des Wandels genannt.

Herzliche Grüße

Jürgen Schnitzler

www.fengshui-hausdoktor.de

www.fengshui-beratung.de

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6 Kommentare »

  Hedwig Seipel schrieb am 16 Dezember 2007 um 10:34 Uhr:

Hi Jürgen,

danke für die Quelltexte. Kannst Du mir verraten, wie und wo man an die kompletten Übersetzungen rankommt?

Grüße
Hetti

  Sven Christeleit schrieb am 16 Dezember 2007 um 11:25 Uhr:

Hallo Jürgen,

solche Schmankerl bitte nicht nur zur Weihnachtszeit.
Danke.
Sven

  Marianne Rattay schrieb am 16 Dezember 2007 um 13:51 Uhr:

Hallo,
die Verfasser des oben zitierten Textes ( etwa aus dem 3.nachchristlichen Jahrhundert, wenn ich mich recht informiert habe) könnten ja durchaus auch diesen gekannt haben
1. Alles Materielle ist vom Geiste geschaffen.
Das All ist reiner Geist und das Universum ist geistig.
2. Das Gesetz der Entsprechung.
Wie oben, so unten.
3. Das Gesetz der Polarität.
Jedes Teil hat ein Gegenteil.
4. Das Gesetz der Schwingung.
Alles ist in Bewegung. Stillstand ist unmöglich.
5. Das Prinzip des Rhythmus.
Alles schwingt.
6. Das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Jede Wirkung hat ihre Ursache.
7. Das Prinzip des Geschlechts.
Zu jedem Ding gibt es eine Ergänzungshälfte, die aus beiden ein Ganzes macht.
Diese “Gesetze” werden legendären Hermes Trismegistos zugeschrieben .Wann?
Aber die Welt ist rund
Schönen 4. Advent
Marianne

  Jürgen Schnitzler schrieb am 17 Dezember 2007 um 14:27 Uhr:

Hi Hetti,

die Übersetzungen sind Bestandteil der FSRC-Moodule.
Mir sind im Moment keine anderen bekannt.

@Marianne: Es ist gut möglich, dass die Ägypter Kontakt zu chinesischen Gelehrten hatten und diese Sätze daher ihren Einzug in die Tabula Smaragdina gefunden haben.
Wenn Du Dich zu den Ursprüngen der Tafel mehr einlesen möchtest, empfehle ich diese Seite hier, bzw. die pdf-Datei: http://juliusruska.digilibrary.de/q137/q137.html

Ich habe auch Deine Frage zu den Hintergründen hinter der Salz-Wasser-Münzen-Vase nicht vergessen. Es gibt mehrere Theorien dazu, die mir selber auch alle etwas konstruiert erscheinen. Daher gebe ich hier auch erst einmal keine davon öffentlich wider. Nichtsdestotrotz funktioniert das Ding.

Herzliche Grüße

Jürgen Schnitzler

http://www.fengshui-hausdoktor.de

  Marianne Rattay schrieb am 17 Dezember 2007 um 15:18 Uhr:

Hallo Jürgen,
zu der Tabula Smaragdina,: über deren Ursprünge ( Alexander der große hat sie auf seinen Feldzügen in ägypten angeblich entdeckt , ich lese aber auch gern in Deinem link nach,) man teilweise genauso wenig weiß wie über manche sehr alte chinesische Texte, wer da wen beeinflusst hat ,wage ich hier nicht zu sagen,aber über die Seidenstraße und Indien gab es so manchen Informationstransfer hin und her und der chinesische Test erinnerte mich sofort an die hermetischen Texte.
zur Salz Münzen Vase: Danke,dass du noch an mich gedacht hast, ich weiß ,dass es wirkt,das habe ich schon oft erfahren, dennoch glaube ich,dass die Methode in taoistische Schamanistische Zeiten zurückreicht, ich habe mal versucht bei Mircea Eliade pfündig zu werden,bin aber noch nicht weiter gekommen.
Grüße Marianne

  Sven Christeleit schrieb am 18 Dezember 2007 um 18:00 Uhr:

Hallo Marianne, hallo Jürgen…

Bisher habe ich immer einen großen Bogen um die Salz Münzen Vase gemacht. Irgendwie kommt sie mir in der Theorie zu unglaubwürdig vor.
Ich werde sie einfach mal Testen.
danke
Sven

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