Aronia – unentdeckte Heilpflanze

Aronia - unentdeckte HeilpflanzeHier mal wieder eine Buchbesprechung und mal wieder kein Feng Shui Buch. Da ich aber annehme, dass der eine oder andere Leser dieses Blogs auf seine Gesundheit achtet könnte es dennoch interessant sein.

Es geht um das Buch “Aronia – unentdeckte Heilpflanze” von Sigrid Grün und Jan Neidhardt.

Schon das Vorwort der beiden Autoren macht ein wenig Neugierig auf diese geheimnisvolle Aroniabeere oder auch Apfelbeere. So geheimnisvoll oder exotisch ist sie wohl gar nicht, immerhin wächst sie auch im heimischen Garten, nur kennt sie fast keiner.

Aronia gehört neben Apfel, Himbeere und Eberesche zu den Rosengewächsen und ist somit eng mit der Vogelbeere verwandt. Klimatisch gesehen mag sie es etwas kühler, ist aber ansonsten recht anspruchslos.

Die Aronia stamt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas, wo sie von Kanada bis Florida seit langem bekannt ist. Insbesondere die Ureinwohner Amerikas schätzten sie als Nahrungsmittel.

Um 1900 herum fand sie dann ihren Weg von Nordamerika nach Deutschland, von dort nach Russland und danach wieder zurück nach Deutschland. In Russland fand die Beere so großen Anklang, dass sie am 1946 sogar eine anerkannte Kulturpflanze wurde. Von Russland kam sie dann nach Ostdeutschland und wurde dort zur “Heilpflanze unter den Obstarten”.

In Deutschland gibt es nur zwei nennenswerte Plantagen. Coswig bei Meißen und Schirgiswalde nähe Bauzen.

Insbesondere zu DDR Zeiten wurde die Aronia zur Herstellung von Lebensmitteln des gehobenen Bedarfs angebaut. Schaumwein, Rahmdessert und Fruchtsoße aus Aronia konnte man beispielsweise in den Delikat-Läden erwerben.

Seit der Wende ist der Aroniaanbau wieder rückläufig, obwohl die Heilwirkung dieser Pflanze auch im “Westen” bekannt ist. Die Beere enthält viel Eisen, Jod, Vitamin A, E, K und eine große Menge Anthocyane. Die Beere ist ein sehr guter Radikalenfänger und wirkt Verdauungsfördernd.

Derzeit laufen in Deutschland einige Studien, unter Anderem an der Uni Heidelberg, der Berliner Humbold-Universität und der Potsdamer Universität, die die medizinische Wirksamkeit der Aroniabeere belegen sollen.

Große Pflege benötigt die Pflanze nicht, geerntet wird per Hand oder per Maschine. Pflanzenschutzmittel sind nicht nötig und sie ist sehr beständig gegen Frost. Die Aroniapflanze kann ohne größere Schwierigkeiten im heimischen Garten kultiviert werden, ist etwa wie Johannisbeersträucher.

Zum Abschluss liefern die beiden Autoren noch einige Aronia-Rezepte. Von der Konfitüre, über ein Kompott bis zum Apfelbeerwein ist alles vorhanden, was man selbst leicht umsetzen kann.

Dann folgen nur noch ein wirklich umfangreiches Glossar und weiterführend Literaturhinweise.

Alles in allem ein sehr lesenswertes Buch, auch für diejenigen unter uns die nicht unbedingt ein Fan von gesundem Lebensstil sind.

Erhältlich ist es im Buchhandel oder im Webshop der Kelterei Walther.

“Aronia – unentdeckte Heilpflanze”, 72 Seiten, 9,90 Euro. Das Buch erscheint im Verlag edition buntehunde und trägt die ISBN 978-3-934941-39-7. Es ist im Buchhandel zu bekommen oder im Webshop der Kelterei Walther.

Gerhard Zirkel
Berater für klassische Beeren
www.feng-shui-direkt.de


Heilpflanzen werden auch gerne dazuverwendet, den Heilungsprozess anzuregen bzw. zu verbessern. Wer zum Beispiel eine Schönheitsoperation in Form einer Bauchstraffung / Bauchdeckenplastik hatte, kann durch gezielten Einsatz der Heilstoffe die Narbenbildung reduzieren.


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2 Kommentare »

  Sven Christeleit schrieb am 15 Dezember 2007 um 12:22 Uhr:

Hallo Gerhard,

schöner Buchtipp.
Ich bin erst letztes Jahr auf die Aroniabeere in Natur und Heilen gestoßen. Klar, dass ich in der aktuellen Parkanlage die ich baue, diesen Strauch dutzendfach in der Gehölzpflanzung verwende. Ist es doch mein Steckenpferd, essbare Pflanzen und Heilpflanzen in Parkanlagen und Gärten einzusetzen.

Sven

  conny schrieb am 16 Dezember 2007 um 18:24 Uhr:

Ich bin patt! Dabei dachte ich, ich kenn schon (fast) alles. Schande auf mein Gärtnerthaupt!! Alter Ossi bin ich auch noch – kenne Meißen und Bautzen. Aber nicht die Aronia! Da muss ich mich doch gleich auf die Suche machen…. und diese Scharte auswetzen.
Grüße aus dem Wald
Conny

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