Ich habe den Bericht im Fernsehen gestern nicht gesehen. Aber oben den Link habe ich mir angeschaut. In der Stellungnahme vom BfS heißt es u. a., dass man, wenn möglich mit dem Festnetz telefonieren soll, anstelle mit dem Handy. Hier möchte ich wieder Aufklärungsarbeit leisten: Mit dem Festnetz telefonieren macht nur dann Sinn, wenn es kein schnurloses (DECT-)Telefon ist. Die DECT-Telefone arbeiten mit der gleichen (gepulsten) Funktechnik wie Mobilfunk und bestrahlen während des Telefonierens den Kopf/Körper wie das beim Handy der Fall ist (das machen auch CT1+-Telefone, nur ungepulst). Deshalb wäre zum “Festnetz” zu ergänzen: Telefonieren mit analoger Technik. Noch Fragen?
Seid gegrüßt!
Sonja M. Berndl
Hallo Sonja,
damit hast du natürlich recht. Soweit ist die EU- Kommission noch nicht.
Sven
Na immerhin haben die schon mal das Prinzip verstanden. Die Details kommen dann in Form einer EU-Verordnung zu Beginn des Jahres 2020.
Gerhard Zirkel
Hallo Gerhard!
Du bist aber zuversichtlich!
2020? Schon so früh? Wie lange hat es doch gleich wieder bei Asbest gedauert? Vom Erkennen der Gefährlichkeit bis zum Verbot hat es bloß 95 Jahre gedauert.
Sonja M. Berndl
Hallo Sonja,
keine Sorge, mit Verordnungen ist die EU schnell bei der Hand. Deren Wirksamkeit steht dann auf einem anderen Blatt…
Gerhard Zirkel
Hi,
das Problem liegt auf der Hand. Die Entscheidungsbefugte Personen benutzen selbst Handys und DECT-Telefone. Damit sinkt die Reaktionsfähigkeit und das Vermögen klare Gedanken zu fassen. Lasse den Herrschaften doch ein wenig Zeit…
Grüße
Hedwig
Leser schrieb am 1 November 2007 um 11:32 Uhr:
Hmm..
Da fällt mir doch die Geschichte ein, wie ein ganzes Dorf über Schlafstörungen, Übelkeit, Abgeschlagenheit usw. jammerte, seitdem ein Kommunikationsunternehmen dort einen Empfangs-/Sendemast aufstellte um das Dorf mit Zellen zur Mobiltelefonnutzung zu versorgen.
Die aufgebrachten Dorfbewohner riefen m.W. sogar Gerichte an, schrieben Protestbriefe, “alarmierten” die Presse – bis das Unternehmen endlich antwortete..
“Es tut uns sehr leid, dass dieser Mast soviel Leid verursacht. Was wird wohl erst passieren, wenn wir ihn endlich in Betrieb nehmen?”.
Immer schön kritisch bleiben,
Leser
Hallo Leser,
klar sollte man trotz allem kritisch bleiben. Es gibt Studien die die Gefährlichkeit der Strahlung belegen und solche die sie als harmlos beurteilen. Die Frage ist nur, ob wir bereit sind bis zur endgültigen Klärung das Versuchskaninchen zu spielen.
Und das Ganze noch für eine völlig sinnlose technische Errungenschaft. Oder wer möchte behaupten sein Handy wirklich zu brauchen?
Aufrührerische Grüße
Gerhard Zirkel
Leser schrieb am 1 November 2007 um 21:48 Uhr:
Uh..
Ich weiß nicht, ob das noch was mit Feng-Shui zu tun hat, aber “modern technology bashing” ist m.E. doch etwas weltfremd.
Ich für meinen Teil bin beruflich darauf angewiesen mit meinem Blackberry für Mandanten jederzeit erreichbar zu sein, das Handy darf nicht fehlen.
Natürlich kann man argumentieren, das W-Lan Hotspots, Handys, Blackberrys etc. nicht notwendig sind, wenn Mandanten warten könnten, oder wir in einer etwas ruhigeren Welt leben würden.
Leider (!) ist dem aber nicht so, und solange die Gefährlichkeit von Strahlung etwa zu 50% bewiesen und 50% “gegen”bewiesen ist, werde ich erreichbar sein (müssen).
Ein Leser
Hallo Leser
erstmal danke für die schöne Geschichte mit dem Sendeturm. Manchmal sehen sie wirklich gefährlicher aus als sie sind.
Ich habe auch ein Blackberry / Handy und nutze es. Aber ich halte es mir nicht an den Kopf. Ich finde die Technik faszinierend . Ähnlich wie bei Raumschiff Enterpriese: ständige Erreichbarkeit.
Diese Erreichbarkeit hat auch seine Grenzen. Wenn ich Segel , möchte ich nicht unbedingt ständig erreichbar sein. Ich segel. Ich schalte ab. In Notfällen gibt es den Funk.
Also: wir schädigen uns nicht nur mit möglicherweise gesundheitlichen Einschränkungen,…. wir vermiesen uns auch die Möglichkeit individueller Stille/ Nichterreichbarkeit / ichsein/
Also: Die Technik intelligent und gesundheitsbewusst nutzen.
Und auf die Stille achten.
Ob das was mit Feng Shui zu tuen hat ? Gewiss !
Gruß Sven
Hallo Leser,
drei kleine Anmerkungen meinerseits:
1. Nicht alles, was wir mögen tut uns gut.
2. Wer erschafft die Welt in der wir leben?
3. Was haben die Mandaten vor ca. 30 Jahren gemacht, als noch keine Handys etc. gab?
…und eine Kurzgeschichte:
eine kleine Katze bemerkte eines Tages, dass sie einen Schwanz hat. Sie konnte ihn aber nicht mit der Schnauze erreichen. Also begann sie sich zu drehen, immer schneller und schneller. Ihr Bemühen hat Früchte getragen, sie biss sich in den Schwanz fest. Ab dem Tag konnte sie sich nicht mehr vorstellen, den Schwanz wieder loszulassen. So verblutete und verhungerte sie. Für andere Katzen blieb sie in Erinnerung, als Meister des Durchhaltens.
Mit lieben Grüßen
Hedwig Seipel
Hallo Leser,
auch ich habe ein Handy und nutze es zuweilen.
Die Sendemasten sind in der Tat gar nicht unser Hauptproblem. Ich habe es schon mehrfach erwähnt, bei mir im Büro liegt die Strahelbelastung von Aussen bei 0,01 bis 0,1 µW/m², wobei das sicherlich ein Glücksfall ist.
Mein Handy, so es denn eingeschaltet ist, Strahlt im Standbyzustand mit ca. 300 µW/m², aber das kann man ja ausschalten.
Die Strahlenbelastung meines Schnurlostelefon (Gott hab es selig) lag in einem Meter Entfernung über 2000 µW/m², also über dem Meßbereich meines Gerätes.
Von WLAN ist sowieso abzuraten, das ist viel zu unsicher um ernsthaft damit arbeiten zu wollen.
Ob man sein Handy braucht oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.
Gerhard Zirkel
Lieber Leser! Und liebe andere LeserInnen!
Ich habe zu diesem Thema zwei Ideen.
Herr Leser, Sie schreiben, dass Ihre Mandanten nicht warten können. Ich interpretiere das so, dass Sie auch während eines persönlichen Gesprächs mit einem/einer MandantIn immer erreichbar sein müssen, folglich das persönliche Gespräch für ein klingelndes Handy unterbrechen… Ich als persönliches Gegenüber würde mich da nicht ausreichend ernst genommen fühlen.
Mir fallen auch noch zwei Berufsgruppen ein, wo das mit der ständige Erreichbarkeit mit Sicherheit nicht so ist: in einer Rechtsanwaltskanzlei wird der eingehende Anruf meines Wissens vertröstet, wenn der / die Rechtsanwältin gerade in einem MandantInnen-Gespräch oder auf dem Gericht ist (oder unterbricht das Gericht seine Verhandlung dann in so einem Fall?, da lass ich mich gerne eines besseren belehren, schließlich war ich schon Jahre bei keiner Gerichtsverhandlung mehr dabei).
Und der zweite Beruf ist der der Versicherungsfachleute im Außendienst. Die schalten ihr Handy meines Wissens bei einem KundInnentermin auch aus (zumindest die, die ich kenne).
Vielleicht kennt auch jemand die Kurzgeschichten von Umberto Eco: “Wie man mit einem Lachs verreist”? In einer der Geschichten ging es schon damals um die ständige Erreichbarkeit per Telefon. Das Fazit war, soweit ich es noch in Erinnerung habe: wer wirklich wichtig ist, hat Vorzimmerfrauen /-männer, die einem die Telefonate filtern und abhalten.
LG Sonja M. Berndl
die, die den wirklich lebensbedrohlichen Notfall immer noch nicht entdeckt hat.
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