Feng Shui ist out!

Vor kurzem hatte ich eine nette Veranstaltung bei einem örtlichen Inneneinrichter.

Der hatte sich gedacht, dass Feng Shui und seine Dekomaterialien eigentlich ganz gut zusammenpassen würden.

Also haben wir uns zusammengesetzt und ein hübsches Feng-Shui-Wochenend-Konzept zusammengestrickt. Empfang mit Vortrag für geladene Gäste und ein Tag der offenen Tür für jeden der kommen wollte und Fragen hatte.

Einer der Gäste war ein Mitarbeiter der Zeitschrift “Schöner-Wohnen”. Kommentar: “Feng Shui ist doch völlig out. Das interessiert kein Schwein mehr.”

Dazu kann ich dann wohl nur anmerken: Gott sei Dank sieht der das so!

Der Hype um Feng Shui (auch durch o.g. Zeitschrift) hat geholfen, Feng Shui populärer zu machen. Aber an der Wiedergutmachung und Korrektur der Falschinformationen über das, was da der Welt als Feng Shui vermittelt wurde, arbeiten wir alle heute noch.

Wenn Feng Shui keine Modeerscheinung mehr ist, sondern eine Sache für tatsächlich interessierte, dann ist viel gewonnen. Das kann sowohl dem Thema Feng Shui, als auch unseren Kunden nur gut tun.

Allzeit gutes Feng Shui wünscht

Jürgen Schnitzler

www.fengshui-hausdoktor.de

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7 Kommentare »

  Gerhard Zirkel schrieb am 18 Oktober 2007 um 12:37 Uhr:

Da hast du wohl recht. Auf das Schöner-Wohnen Feng Shui der letzten Jahre könnte man getrost verzichten. Ich freue mich auch über jeden Esoterikshop der Feng Shui für out hält. Jeder Brunnen der wieder als Brunnen anstatt als Feng Shui Brunnen verkauft wird ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Feng Shui ist tot – es lebe Feng Shui!

Gerhard Zirkel

  Marianne Rattay schrieb am 18 Oktober 2007 um 15:03 Uhr:

Hallo,
wer bestimmt eigentlich was in und out ist? Was sind das für merkwürdige Kriterien?Und wer entscheidet über “richtiges “oder ” falsches

  Marianne Rattay schrieb am 18 Oktober 2007 um 15:06 Uhr:

wieder etwas verrutscht…
Feng Shui? Es heißt doch,wer heilt hat recht,obwohl mir das auch zu weit geht,denn wer heilt da eigentli ?
Grüße Marianne
rückläufiger Merkur im Skorpion geschädigte

  Hedwig Seipel schrieb am 18 Oktober 2007 um 15:46 Uhr:

Hallo Jürgen,

schön, dass Du dabei bist. Langsam muss ich mich aber echt gegen 4 starke Männer behaupten.
Du hast absolut recht mit dem “Trend”. Genau das selbe habe ich auf der Buchmesse erlebt (siehe meinen Beitrag) und mich auch gefreut.
Ich bin gerade von einem Arbeitsgespräch bei einemm Farbenhersteller zurückgekommen (wer mag raten bei wem ;-) )? Diese Zusammenarbeit macht wirklich Spaß, weil Feng Shui hier eine Chance hat, in das Portfolio von Methoden zur Gestaltung unseres Lebensumfeldes einzufließen. Nicht als kurzfristige Modeerscheinung, sondern als Werkzeug zur Raumgestaltung. In den Arbeitsgesprächen stelle ich immer wieder fest, dass Farbdesigner und Feng Shui Methoden genau das selbe wollen und die beiden Herangehensweisen viel ähnlicher sind als man es von außen beurteilen würde. Es reicht aber nicht, den Farbenfachleuten Feng Shui näher zu bringen. Genauso wichtig ist es für Feng Shui Leute das Handwerk der Farbgestaltung etwas genauer kennen zu lernen. Nur dann können wir auf einer Ebene miteinander kommunizieren und arbeiten.
Farben und Wandgestaltung sind sicher nur ein Teil der praktischen Feng Shui Umsetzung, doch was hier zutrifft ist auch auf andere Wissensgebiete übertragbar. So z.B. sollte ein Feng Shui Berater, der/die Gartenberatung anbietet auch ein wenig Ahnung vom gärtnerischen Können haben. Ein Kaktus auf der Fensterbank macht aus einem Feng Shui Berater noch lange keinen Gärtner.
Die Zukunft der Feng Shui Beratung liegt m.E. in der Integration. Wir müssen als FS Leute aus dem eigenem Dunst rauskommen und den liebgewonnen Teller verlassen. Unser Beruf verbindet Menschen mit Räumen und das macht uns einzigartig. Wenn wir diese Kompetenz auch so darstellen und bereit sind auf andere Fachgebiete zuzugehen, ohne die eigene Nase zu hoch zu halten, dann öffnet sich der Weg zum Erfolg.

Liebe Grüße
Hedwig

  Sven Christeleit schrieb am 18 Oktober 2007 um 17:49 Uhr:

Hallo Jürgen
Hallo alle Anderen,

schön euch alle hier beim Schreiben versammelt zu sehen. Hetti schrieb gestern: Jetzt sind die 5 Wandlungsphasen komplett. Dem stimme ich zu.
Hallo Jürgen: herzlich willkommen.
Das Feng Shui out ist, hoffe ich schon seit einigen Jahren, um dann endlich normal arbeiten zu können. Zu Feng Shui hat ja derweil auch der einfälltigste Dödel eine festgezurrte Meinung und die vielen Trittbrettfahrer kochen dann hoffentlich irgendwann, mit einer anderen Sau die durchs Dorf getrieben wird, ihr Süppchen.
Auf die Frage bei der Zeitschrift /Mein schöner Garten/ ob ich Ansichtexemplare vom Sonderheft Feng Shui im Garten bekommen könnte ( Der Verlag hatte mir schon einmal 100 Exemplare freundlicherweise kostenfrei zukommen lassen), wurde mir mitgeteilt, dass die Restbestände aufgebraucht währen, und an eine Neuauflage nicht gedacht sei. Auch hier ist das Thema out.
Auch hier…… die Karawane zieht weiter.
Jetzt gilt es das Fundament zu festigen, nach dem die Krähen abgezogen sind.

Gruß Sven

  Jürgen Schnitzler schrieb am 18 Oktober 2007 um 21:30 Uhr:

Hallo zusammen,

danke für die herzliche Begrüßung und schön, dass wir tatsächlich überwiegend einer Meinung sind!

@Hetti: Stell Dich mal nicht so an, Du bist doch bestimmt gern das Huhn im Korb. Gib zu – da stehst Du drauf! grins…
… und, wenn wir auf andere Bereiche zugehen wollen, sollten wir ein scharfes Profil haben und keine nebulöse Begriffs-Schwammigkeit. Mehr dazu weiter unten.

@Marianne: Wer legt fest, was richtiges Feng Shui ist und was nicht? Das Ergebnis zeigt, ob die Beratung richtig war.
Falls Du damit meinst: Wer legt fest, was Feng Shui ist und was nicht, dann ist die Antwort einfach:
Die klassischen Texte zum Thema tun das. Jedes klassische Feng Shui System hat dieselben (noch nicht mal die gleichen) Grundlagen: Formen, Qi-Fluss, Yin-Yang, Berg und Wasser, 5 Wandlungsphasen, Trigramme, Himmelsrichtungen, Zeiteinflüsse, aus.
Die Anwendungen unterscheiden sich, wie Fliegende Sterne, Da Gua , San He etc. , aber das ist Feng Shui, so wie es erfunden und überliefert ist.
Jedes andere System, das nicht all diese Komponenten enthält, ist nicht Feng Shui.
Auch Systeme, die nur ein paar Feng Shui Ideen verwursten, sind nicht Feng Shui.
Nicht jede Arbeit an Raumenergien ist Feng Shui, auch wenn die Wirkung noch so toll ist. (Wenn auch meist vorübergehend…)
Klarheit in der Aussage ist hier gefragt.
Wir alle setzen neben Feng Shui noch andere Dinge ein, von Pendeln über Rutengehen bis hin zu Numerologie und CQM. Das ist auch gut so. Aber das sind andere, in sich geschlossene Anwendungen, die nur eben gut zu Feng Shui passen und sich gegenseitig ergänzen, genau, wie die Kräuterheilkunde zur Akupunktur passt.
Das dann aber alles zu einem Einheitsbrei zu verrühren und zu sagen: “Das ist Feng Shui!” – dagegen sollten gerade wir uns als Feng Shui Profis schon aus Eigeninteresse wehren.
Wie sollen Laien (oder andere Fachbereiche) jemals eine klare Vorstellung von Feng Shui bekommen, wenn in Bezug auf dessen Definition völlige, weichgespülte Beliebigkeit herrscht “ooooch, irgendwie arbeiten doch alle irgendwie am Raum. Dann muss das wohl Feng Shui sein….”
Nein, muss es nicht und ist es auch nicht!

Gruß

Jürgen

  Bea schrieb am 22 Juni 2011 um 19:53 Uhr:

Städte sollten frauenfreundlicher werden

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