Da staunte ich nicht schlecht. Meine Söhne haben in der warmen Herbstsonne eine junge Igelfamilie unter dem Rhododendronbusch entdeckt. Sieben kleine Igelkinder wuseln jetzt durch den Garten, zudem noch ihre vorsichtige Igelmutter.
Die Igel sind nicht die einzigen Tiere, die unseren kleinen Garten als Kinderstube nutzen. Der Zaunkönig brütet im Gebüsch, Spitzmäuse wohnen in der Lücke unter der Fußmatte, in der Schnittguthecke tummeln sich die Rötelmäuse, im Kompost hat der Nashornkäfer seine fast 10cm großen Engerlinge abgesetzt, Meisen, Amsel und Rotkehlchen haben erfolgreich ihren Nachwuchs großgezogen.
In alten chinesischen und europäischen Legenden sind Tiere die den Garten besuchen Glücksbringer. Bringen sie doch zusätzliches Chi in den Garten und siedeln in lebenswerten Räumen. Mauersegler zeigen nicht nur den kurzfristigen Wetterverlauf an ( kurz vor dem Regen fliegen sie tief am Boden), sie brüten auch ungern über Wasseradern und anderen Erdstrahlen. So zeigt ein Mauersegler oder Schwalbennest vor dem Schlafzimmerfenster einen strahlungsfreien Platz an. Im Gegensatz zum Wespennest an ähnlicher Stelle. Das zeigt ehr eine Störzone an.
Die Schwalbe gilt als Glücksbringer, bringt Reichtum und Kindersegen.
Wer diese Glücksboten der Natur in seinem Garten haben möchte, muss den Tieren ausreichende Nistmöglichkeiten bieten und Nahrung. In einem kahl gepflegten, sehr ordentlichen Garten gibt es nicht genügend Lebensräume für Tiere. Äste, Laubhaufen und Holz und Steinhaufen unter den Sträuchern bieten vielen Tieren Unterschlupf, Nistmöglichkeit und einen Platz für den Winterschlaf.
Chinesische Philosophie und praktischer Naturschutz lassen sich im Garten gut verbinden.
Chinesische Gartenpflegeregel 1:
Man sollte einen großen Garten pflegen, wie man einen Fisch brät: wenig
Sven Christeleit





