Man sollte einen Garten pflegen, wie man einen Fisch brät

Da staunte ich nicht schlecht. Meine Söhne haben in der warmen Herbstsonne eine junge Igelfamilie unter dem Rhododendronbusch entdeckt. Sieben kleine Igelkinder wuseln jetzt durch den Garten, zudem noch ihre vorsichtige Igelmutter.

Die Igel sind nicht die einzigen Tiere, die unseren kleinen Garten als Kinderstube nutzen. Der Zaunkönig brütet im Gebüsch, Spitzmäuse wohnen in der Lücke unter der Fußmatte, in der Schnittguthecke tummeln sich die Rötelmäuse, im Kompost hat der Nashornkäfer seine fast 10cm großen Engerlinge abgesetzt, Meisen, Amsel und Rotkehlchen haben erfolgreich ihren Nachwuchs großgezogen.

In alten chinesischen und europäischen Legenden sind Tiere die den Garten besuchen Glücksbringer. Bringen sie doch zusätzliches Chi in den Garten und siedeln in lebenswerten Räumen. Mauersegler zeigen nicht nur den kurzfristigen Wetterverlauf an ( kurz vor dem Regen fliegen sie tief am Boden), sie brüten auch ungern über Wasseradern und anderen Erdstrahlen. So zeigt ein Mauersegler oder Schwalbennest vor dem Schlafzimmerfenster einen strahlungsfreien Platz an. Im Gegensatz zum Wespennest an ähnlicher Stelle. Das zeigt ehr eine Störzone an.

Die Schwalbe gilt als Glücksbringer, bringt Reichtum und Kindersegen.

Wer diese Glücksboten der Natur in seinem Garten haben möchte, muss den Tieren ausreichende Nistmöglichkeiten bieten und Nahrung. In einem kahl gepflegten, sehr ordentlichen Garten gibt es nicht genügend Lebensräume für Tiere. Äste, Laubhaufen und Holz und Steinhaufen unter den Sträuchern bieten vielen Tieren Unterschlupf, Nistmöglichkeit und einen Platz für den Winterschlaf.

Chinesische Philosophie und praktischer Naturschutz lassen sich im Garten gut verbinden.
Chinesische Gartenpflegeregel 1:

Man sollte einen großen Garten pflegen, wie man einen Fisch brät: wenig

Sven Christeleit

www.feng-shui-owl.de

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3 Kommentare »

  bernhard schrieb am 16 September 2007 um 18:17 Uhr:

Hallo Sven
Danke!

Endlich habe ich die Begründung, warum mein Garten so aussieht, wie er aussieht.

Gruß
Bernhard

  Melanie schrieb am 16 September 2007 um 19:00 Uhr:

Hallo Sven,

vielen Dank.

Ich lese Deine “Garten- & Natur” – Beiträge immer sehr gerne.

Ist es nicht schön, auch der Natur und den Tieren ihren Freiraum zu lassen.

Ja, auch ich habe Steinhaufen, Grünhaufen, …aber alles gut geordnet

und ich freu mich über all die Tiere, die uns besuchen.

Besonders manche wilde Pflanzen bewundere ich, die sich zwischendrin ausgesät haben, wie es ein Gärtner nur in Feinarbeit hätte vollbringen können.
Das ist für mich das I-Tüpfelchen der Gartenpracht.

Sonnige Grüße, Melanie

  Feng-Shui-Fan Maria schrieb am 17 September 2007 um 22:59 Uhr:

Fischbraten und Gartenpflege – das ist ein Vergleich, wie man ihn nicht oft findet. Aber man findet ihn gut, jedenfalls ich. Wenn man einmal darüber nachdenkt, wird einem der Sinn sofort klar. Und liest man dann den obigen Artikel, so weiß man genau, was gemeint ist.
Natur und Gartenkultur können gut in Einklang gebracht werden, man muss nur beides respektieren und vor allem erkennen.

Liebe Grüße,

Maria

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