Das Wort zum Sonntag – Der Fortschritt, das Problem, der Mensch

Nun, da ich wieder online bin und zur Abwechslung mal nicht unterwegs bin gibt es auch wieder ein Wort zum Sonntag. Und was würde sich als Aufhänger besser eignen, als der Grund, warum es die letzten Sonntage kein Wort gab.

Der Hauptgrund war der Fortschritt!

Ich berichtete ja bereits über gewisse technische Probleme, die sich aus meinem Umzug ergaben (http://www.haus-bau-planung.de/2007/08/20/dsl-die-telekom-und-der-arme-kunde/) darauf will ich gar nicht mehr eingehen.

Aber wieder einmal ist mir deutlich klar geworden, wie abhängig wir uns doch von der ach so hilfreichen Technik gemacht haben. Noch vor 40 Jahren gab es z.B. noch gar kein Internet, das ist erst 1969 aus dem sog. Arpanet hervorgegangen, einem Projekt um Forschungseinrichtungen und Universitäten zu vernetzen.

Und heute werden wir nervös, wenn es mal ein paar Tage nicht verfügbar ist.

Da fragt man sich dann doch, ob diese Art von Technik wirklich nur hilfreich ist, oder ob sie nicht mindestens so viele Nachteile hat wie Vorteile. Diese Überlegung lässt sich gut auf alle anderen Sparten des technischen Fortschrittes übertragen.

Kabelloses Internet ist superpraktisch, leider ist es unsicher, langsam und erzeugt Krebs. Wer schon einmal die Strahlungsintensität von so einem WLAN gemessen hat, weiß warum. Mein neu erworbenes HF-Messgerät geht jedenfalls fast durch die Decke, wenn ich WLAN einschalte. Handysendemasten sind dagegen Orte der Erholung!

Schnurlose Telefone und Handys sind auch superpraktisch, leider bringen auch die uns auf Dauer um, auch das bringt mein Messgerät zum Glühen.

Autos, Flugzeuge und andere Transportmittel haben unsere Welt kleiner gemacht und sorgen für unbeschränkte Bewegungsfreiheit. Aber auch die bringen uns schneller ins Grab als uns lieb ist – auf die eine oder andere Art.

Wenn man einmal genau darüber nachdenkt, hat die Menschheit in den letzten 100 Jahren gar nicht wirklich Fortschritte gemacht. Alles was wir erfunden und entwickelt haben, hat mindestens so viele Nachteile wie Vorteile. Wenn sich Nach- und Vorteile aber ausgleichen, kann man doch kaum von Fortschritt sprechen, oder?

Wenn man sich dazu noch ansieht, wie viel uraltes Wissen in den letzten paar hundert Jahren systematisch zerstört oder lächerlich gemacht wurde, dann könnte man fast auf die Idee kommen wir hätten gar keine Fort- sondern Rückschritte gemacht.

Dazu kommt dann noch die Überlegung nach dem Sinn. Nicht dem Sinn des Lebens, sondern dem des Fortschrittes. Warum wollen wir uns immer weiterentwickeln? Letztendlich doch nur um glücklich zu werden. Aber haben wir das geschafft?

Diese Frage sollte jeder einmal für sich selbst beantworten und sich überlegen was uns glücklich macht.

Gerhard Zirkel
Berater für Philosophische Fortschrittsfragen
www.feng-shui-direkt.de

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3 Kommentare »

  Marianne Rattay schrieb am 26 August 2007 um 12:34 Uhr:

Hi Gerhard,
mach mal halblang!
Sterben müssen wir alle früher oder später. und vor ca 150 Jahren hat es die Menschen oft sehr jung dahin gerafft , sie starben an TBC, simpelsten Infektiionen wie Wundbrand , geplatzten Blindärmen, Kindbettfieber und vieles andere mehr und jetzt sind es andere Gefahren,denen wir uns ausetzen mehr oder weniger freiwillig. Und es ist immer noch die Entscheidung des Einzelnen wieviel er/sie davon an sich ranlässt,,.ganz abgesehen davon, dass ich mit meinem Bewusstsein die Möglichkeit habe, Gefahren zu steuern..
Aber wenn Du das vorindustrielle Leben ausprobieren willst , es gibt genügend RetroRealityshows in den verschiednen Fernsehsendern wie jetzt wieder in Pro7 mit Survivors. Melde Dich doch da mal an und probiere es aus. Eventuelle Gefahren werden allerdings von den Sendern und deren hochmoderner Technik abgefangen.. Authentischer wäre da schon ein Jahr lang im Busch auf Mindanao bei den letzten Steinzeitmeschen.

Grüße Von Marianne
Kommunikation Junkie

  bernhard schrieb am 26 August 2007 um 19:41 Uhr:

Hallo Gerhard
Du hast es selbst angedeutet: jede Münze hat zwei Seiten. Wir selbst haben es unter Kontrolle, was wir an uns ran lassen. Ich war 14 Tage weg im Urlaub, auf einem kleinen Segelboot und hatte weder Fernsehen, Tageszeitung noch Pc. Und ehrlich, ich habe nichts vermisst. Man sollte sich hin und wieder auch bewusst machen, daß einiges wovon du schreibst, nur zur Kommerzialisierung und Beeinflussung (Steuerung) unseres Lebens zur Ablenkung und zum Abkassieren, entwickelt wurde. Man kann sehr gut auf vieles verzichten.
Das einzige was mir wirklich gefehlt hat war der gelegentliche Blick in den Feng Shui Blog- und den konnte ich dann “Gott (Telekom) sei Dank” mittels Internet per Handy abrufen.

Grüße eines Heimkehrers
Bernhard

  bernhard schrieb am 26 August 2007 um 19:43 Uhr:

Korrektur: nicht wovon Du schreibst sondern was Du beschreibst (aufführst)

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