Bäume in Parkanlage

Gerade beschäftige ich mich mit Bäumen und Sträuchern . Ich baue zur Zeit eine Parkanlage und jetzt steht die Ausschreibung der Bepflanzung an. Immerhin eine Parkanlage von über 10 Hektar. Das ist eine Größe von mehr mehr als 7 Sportplätzen.

Gibt der Klimawandel jetzt schon eine geänderte Pflanzenauswahl vor?
Bis zum Mai dieses Jahres war ich davon noch überzeugt. In diesem verregnetem Sommer habe ich dazu unsere Försterin befragt. Sie konnte mir auch keine endgültige Auskunft geben. Vielleicht doch ehr Subtropisch ?
Ich werde ein bisschen mehr in Richtung Pflanzen gehen, die mehr Trockenheit vertragen, oder wärmere Winter mögen, ähnlich wie in Süddeutschland oder in Frankreich oder England. Dazu natürlich noch viele weitere Auswahlkriterien.

Klimawandel in der Praxis. Gar nicht so einfach für die nächsten 100 Jahre zu planen. Und das ganze auch noch mit Feng Shui zu verbinden.
Sven Christeleit

www.feng-shui-owl.de

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3 Kommentare »

  conny schrieb am 14 August 2007 um 11:32 Uhr:

Als alter Gärtner kann ich dir da nur empfehlen mal aufmerksam im Wald in der Umgebung spazieren zu gehen. Hier bei uns in der Prignitz kann man nämlich -mit einiger Erfahrung gebe ich zu, denn ich wohne ja hier und kann es über Jahre beobachten – erkennen welche Bäume sich zurückziehen und welche stärker “im Kommen” sind. Buchen und Eichen sind in unserer Gegend deutlich auf dem Rückzug – obenauf sind Ahorn und (zu meiner großen Freude) Eibe.
Bei so einer Riesenanlage will man sicher nicht auf Unmengen teurer Gehölze zurückgreifen, sondern ein “solides Grundgerüst” an heimischen robusten Bäumen und Sträuchern aufbauen. Normalerweise hat das Umweltamt eine Liste dieser Gehölze – wenn man diese jetzt mit dem derzeitigen “Verhalten” der wildwachsenden Exemplare vergleicht müsste man eine Auswahl bekommen, die zumindest für die nächsten Jahre optimal ist.

Ob das natürlich für die nächsten 100 Jahre passt? :-(

Zweigbewehrte Grüße
Conny

  Sven Christeleit schrieb am 15 August 2007 um 19:39 Uhr:

Hallo Conny

im Prinzip mache ich das so. Die Robinie kommt und der Sommerflieder verwildert auf den Brachgrundstücken der Stadt seit zwei Jahren. Es geht wie immer um standortgerechte Pflanzen. Nun Sommerflieder werde ich in eine naturnahe Pflanzung nicht verwenden. Zudem möchte ich Pflanzen einsetzen, die für den Menschen von essbarem oder heilerischem Nutzen sind.
Zum Beispiel die Mistel ( Mespilus germanica) oder den Speierling. Normalerweise ist das Klima für den Speierling zu rau. aber wer weiß das schon so genau für die nächsten Jahre. Und natürlich kommen auch einige Ulmen hinzu. Mal gucken ob sie der Ulmensplintkäfer übersieht.

Mit grünen Daumengrüßen

Sven

  conny schrieb am 16 August 2007 um 08:56 Uhr:

Ich habe hier auf meinem (Pacht)Grundstück einen ziemlich großen Speierling stehen. Bei uns ist das Klima nicht besonders mild (Prignitz: Mitte von Berlin nach Hamburg – irgendso ein seltsames Wetterloch – es ist immer kälter, nässer oder trockner als rundherum) und er hat das alle Jahre gut vertragen. Auf relativ Nummer sicher geht man wenn man Pflanzen aus heimischen Baumschulen (müssen aber auch dort aufgewachsen sein) nimmt. Die sind mit den ortsüblichen Klima- und Bodenverhältnissen bestens vertraut und “wundern” sich nicht warum auf einmal alles “so anders ist”. Bei der Forst gibt es direkt Herkunftsschlüsselnummern, da dürfen nur Bäume im Wald gepflanzt werden die die entsprechende “passende” Herkunft haben. Aber das ist ja sicher bekannt.

Ulmen find ich gut. Vor einiger Zeit habe ich im Fernsehen gesehen, das die Holländer irgend eine “Medizin” gegen den Umlensplintkäfer entwickelt hätten. Die wäre wohl nur aus bürokratischen Hindernissen noch nicht in Deutschland angekommen. Das kann einen richtig sauer machen – da hätten doch etliche Bäume gerettet werden könne.

Grüne Grüße
Conny

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