Juni 19, 2007 at 18:52
·in Kategorie Feng Shui, im Garten
Der stinkende Storchenschnabel als Gast im Garten
Der seelenloseste Garten braucht nur zu verwildern, um sich zu beseelen.
(Hugo von Hofmannsthal)
Eine leichte Beseelung eines Gartens, ist das zulassen von sich selbst angesiedelte Pflanzen als Gästen. Im Staudenbeet, oder am Rande des Gemüsebeetes tauchen manchmal unverhofft diese Gäste auf. Lichtnelke, Augentrost, Aronstab, Kuckuckslichtnelke, Habichtskraut, Fingerhut und viele andere können von außen hereingeweht werden, oder befinden sich als Samen noch im Boden und keimen nach der Bodenbearbeitung. Der Gartenfreund, sollte sich ihrer erfreuen und sie wachsen lassen. Meist bleiben sie nur für ein Jahr, oder passen genau zu dem Standort im Garten und können sich gut mit den vorhandenen Pflanzen vertragen.
Oft fallen die Pflanzen erst auf, wenn sie im Bezug zu den Gartenbesitzern stehen. In meinem Garten fiel mir der Augentrost erst in jenem Jahr auf, als ich eine Lesebrille zum ersten Mal benötigte.
Eine befreundete Feng Shui Beraterin fragte mich letztens, was es denn wohl bedeute, wenn sich der Storchenschnabel in ihrem Garten in diesem Jahr spontan ansiedelt. Die Pflanze wird im Zusammenhang mit Kinderwunsch und Kinder bekommen gesehen. Aber das kommt bei der fragenden Feng Shui Beraterin aus Altersgründen wahrscheinlich nur im übertragenen Sinne zum tragen.
Nun denn, ein Versuch:
Der Stinkende Storchenschnabel ( Geranium robertianum)
Auch Ruprechtkraut genannt.
Eine häufig vorkommende, einjährige Pflanze. Geröllhalden, Lehmböden, Wälder, schattige Mauern.
Unangenehmer Duft , besonders beim Zerreiben.
Der Blütenstand erinnert an einen Storchenschnabel, daher die sichtbare Verbindung zum Storch und die mythologische Nähe zum Kinderwunsch. Dies können auch übertragene Kinder, wie Projekte oder besondere Aufgaben sein. Ein kleines Glückszeichen für anstehende Projekte.
Im botanische Name robertianum steckt ein männlicher Name. Robert oder Ruprecht. Vielleicht hängt das Geheimnis der Pflanze in diesem Garten auch mit einem geheimnisvollen Mann zusammen. Also: wer ist Robert oder Ruprecht? Ein neuer Mann, der in das Leben der fragenden Feng Shui Beraterin tritt?
Der Name Ruprecht könnte auch auf das althochdeutsche hruodperaht ( ruhmglänzender) zurückzuführen sein. Dies verweist auf den germanischen Gott Wotan oder einen Knecht und Mitarbeiter der Göttin Holle.
Das Duft/ Gestank der Pflanze eignet sich auch gut zum vertreiben von Mücken. Vielleicht allein eine Hilfestellung auf die kommende Mückenplage im Garten. Allgemein wird eine Tinktur aus dem Geraniumextrakt bei Verdauungsprobleme und Hautproblemen verwendet.
Je nach dem wo die Pflanze im Garten auftritt, kann nach den Himmelsrichtungen und nach dem I Ging auch untersucht werden, welche Person im Haus gemeint ist ( Mutter, jüngste Tochter, ältester Sohn), oder welches Organ die Hilfe des stinkenden Geraniums benötigt.
Da diese Pflanze immer wieder alleine in Gärten auftaucht, kann es aber auch einfach nur die Kraft des Zufalles sein. Sozusagen vom Winde geweht.
Viel Spaß beim Finden der individuellen Lösung.
Schöne Grüße aus Bielefeld und umzu
Sven Christeleit
www.feng-shui-owl.de
Stichwörter:Berater, Pflanzen
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Hallo Sven,
ein sehr interessanter Beitrag. Ich habe in meinem Garten auch den Storchenschnabel in recht großen Mengen. Sein Bezug zu Kinder/Kinderwunsch war mir neu. Das passt, denn in meinem Garten wächst er nur im Westen, also passend zum Lebensthema (Kinderwunsch ist schon bestens erfüllt).
Den jetzigen Garten habe ich seit 3 Jahren. Es ist ein recht naturbelassener aber gestalteter Garten. Das bedeutet, natürlich wachsende Pflanzen haben ihren Platz. Auch Brennessel darf bei mir wachsen und sehe da, sie hält sich an unsere Abmachung. Als ich den Garten übernommen habe, wuchs sie überall in Unmengen. Ich habe ihr einen passenden Bereich (Licht- und Wasser-Verhältnisse) zugewiesen und sie “gebeten” nur dort zu wachsen. Es geht, sie wächst, blüht und gedeiht und breitet sich nicht aus. Zu meiner Freude liegt der Bereich im Norden, also passend aufgrund des Wasserbezugs bestens zu Brenessel (entwässert). So verfahre ich mit den meisten Pflanzen.
Mit gärnterischen Grüßen
Hedwig
Hallo zusammen!
Ich bin ganz begeistert, welche neuen Aspekte man so alles sehen kann. Mein Garten befindet sich noch in der Vorgestaltungs-Phase *zwinker*. Dort wurden letztes Jahr Unmengen an alten, gelagerten Dingen entrümpelt und Anfang dieses Jahres vier Fichten gefällt, sowie ein historischer Stadtmauerrest abgerissen. Jetzt ist es ein wüstes Schlachtfeld und die Narben, die der Bagger hinterlassen hat, wachsen nur sehr langsam mit Gras zu (“Gras über die Sache wachsen lassen”).
Mein gärtnereischer Wille beschränkt sich momentan noch auf den Einkauf von Samentütchen (Kürbis, Sommerblumen) und leider habe ich wegen zu vieler anderer Dinge den Aussaat-Termin verpasst. Also dann nächstes Jahr… Seufz.
Ich werde jedoch Dank Sven mit ganz neuen Augen die wildwachsenden Blumen und Pflanzen sehen…
Hallo Sven,
das hast Du sehr schön geschrieben. Auf diese Weise ist eine” neue”(?) Wahrsagemethode entstanden.
Eine Freundin erzählte mir vor längerer Zeit dass ihr eine weise Frau sagte; ” Was um dein Haus wächat , das solltest du essen, denn es ist zu dir gekommen, um dir gut zu tun” Alles ist natürlich nicht direkt geeigntet, gegessen zu werden, weil es giftig oder nicht sehr schmackhaft ist, es gibt allerdings noch den Weg der Homöopathie oder der Aromen.
Dass für jedes Zipperlein ,die Natur auch ein Heilmittel bereit hält , wurde mir erst kürzlich wieder klar gemacht. als ich beim Durchblättern des neuen Verlagskatalogs vom AT Verlag das Buch von Wolf-Dieter Storl “Borreliose natürlich heilen” entdeckte, worin als Hauptheilmittel eine Distel, die Karde beschrieben wird. Ich dachte “danke Natur “, denn ich kenne mindestens einen, der seit einem Zeckenbiss diese schleichende Krankheit hat und viele , die Panik davor haben und Garten und Wiese wegen dieser Panik weitgehend meiden.
Ich werde das Buch besprechen, sobald es zu haben ist ( das wird im Herbst sein).
Liebe Grüße Marianne
Moin Moin,
ich lese solche Beiträge und die Kommentare dazu immer neiderfüllt. Denn erstens habe ich leider keinen Garten und zweitens bin ich froh, wenn ich Planzen als Pflanzen erkenne. Zumeist habe ich nicht die geringste Ahnung um welche Pflanze es sich handelt.
Die Balkonbepflanzung wird deshalb schon immer mit Schildchen versehen, damit ich beim kochen zumindest die richtigen Gewürze verwende.
Gerhard Zirkel
Ursula schrieb am 21 Juni 2007 um 16:55 Uhr:
Hi,
auf der Webseite von Duft und Heilkräuter Rühlemanns steht zum Ruprechtskraut auch folgender Eintrag:
Bodendecker für den Halbschatten
Heimische Waldpflanze. Kleine, purpurrosa Blüten über der Blattrosette. Die Pflanze ist ein wichtiges Mittel in der Krebstherapie nach Rudolf Breuss.
Synonyme: Stinkender Storchschnabel
liebe Grüße
Ein Hallo an alle,
ein besonderes an Gerhard.
danke für die freundliche Unterstützung durch wohltuende Worte.
Hallo Gerhard: auch die Gartenkunde ist eine erlernbare Kunst. Zusammen mit Feng Shui verbindet sie das innere und das äußere.
Am 22.9.07 und 23.09.07 wollte ich ein Feng Shui Gartenseminar für Feng Shui Berater geben. Wenn du teilnimmst, würde ich bei den Pflanzen mal von ganz von vorne beginnen.
” Also was is ne Pflanze und nun welche passt wo in Garten hin”
Plätze sind noch frei.
Gruß Sven
Bernhard schrieb am 22 Juni 2007 um 07:15 Uhr:
hallo Sven
wenn itt so weit weg wär, i würd glatt komma,
gruß
bernhard
hallo
(huch wo ist denn das ein mal eins geblieben?)
Pflanze ist das , was in der Regel nichtb weglaufen kann, wenn du sie ansprichst.
Liebe Grüße aus meinem Verwunschenen Garten Marianne
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