Hier ein interessanter Gastautoren-Beitrag von Claudia Schramm, www.lebe-weise.de . Danke Claudia!
Im Urlaub bin ich mit meinem Papa auf den Monte Tamaro gestiegen. Das ist ein Berg zwischen Lago Maggiore und Lago Lugano. Von der Alpe Foppa aus (mit der Kirche von Mario Botta) sind wir in etwa 2 Stunden zum Tamaro aufgestiegen. Auf dem Weg hat man bereits einen sensationellen Ausblick auf den Monte Rosa, der mächtig und massiv den Horizont beherrscht.
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Ein Stück weiter oben kommt man an einer Berghütte vorbei – wir freuen uns bereits jetzt auf die Polenta, die es dort am Rückweg geben wird. Mir sind sofort die tibetischen Gebetsfahnen aufgefallen, die dort am Geländer hängen. Der Blick zu unserem Gipfel verspricht noch einen abenteuerlichen Weg über den Grat.
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Vom Gipfel geniessen wir den atemberaubenden Rundblick über das Tessin, leider hat sich Monte Rosa und Matterhorn bereits in Wolken gehüllt, umso mehr freue ich mich über das Foto, das ich bereits während des Aufstiegs gemacht habe.
Auf dem Rückweg kommen wir wieder zu besagter Berghütte und jetzt ist Zeit für eine ausgiebige Pause. Ich kann auch meinen geschärften Architektenblick auspacken und frage mich, warum hier alles so heiter wirkt.
Es sind nur ein paar Kleinigkeiten, z.B ist die obligatorische Getränke-Werbung auf den Schiefertafeln mit bunter, blumiger Klebefolie zugeklebt. Zusammen mit den liebevoll beschrifteten Speisekarten ergibt das hier im kargen Hochgebirge ein farbiges, freundliches Bild.
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Jenseits der Baumgrenze gibt es nicht viel Farbe, so ist jeder Farbtupfer eine willkommene Abwechslung und ganz besonders liebevoll finde ich die bunt bemalten Steine, die hier in den Fenstern stehen.
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Auf dem Weg zur Toilette finde ich dann noch mehr Anzeichen, dass sich der Hüttenwirt offensichtlich mit Feng Shui befasst, denn über der Eingangstür sind die Trigramme der “Späthimmlischen Sequenz” angebracht, zusammen mit einem Yin/Yang-Symbol und gleich hinter dem Eingang wartet ein wunderschönes Wasserfall-Poster auf die Besucher. Der Duft im Gastraum verrät der geschulten Nase die Verwendung von Duftkerzen oder Räucherstäbchen, es riecht sehr angenehm und nicht etwa nach kaltem Zigarettenrauch oder altem Frittenfett.
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Das Chi findet seinen Weg auch an der Treppe sehr gut in den Gastraum, denn die bunten Steine und die Fähnchen lenken den Blick automatisch zur Eingangstür. Dem Blick folgt die Aufmerksamkeit und damit die Energie. Ich werde mir die Anregung mit den bemalten Steinen abgucken und auch bei mir zu Hause verwenden.





