Die Fliegenden Sterne – die Kompassschulen und die weiteren Techniken
Als Peter Fischer aus Berlin seinen Vertiefungskurs zu den Fliegenden Sternen 2005 begann, erinnerte er uns zunächst daran, warum wir die Formel der Fliegenden Sterne gründlich lernen sollten. Letztlich dient die Dauer und Zeit der Berechnung dazu, sich den Kopf mit ernsthaften Bemühen vom alltäglichen freizumachen, um dann über den Tellerrand unserer sonst üblichen Wahrnehmung zu blicken. In diesem Fall mit Hilfe der Fliegenden Sterne.
Sozusagen über den Tellerrand schauen und Kontakt mit dem aufnehmen, was wir in unserer Alltagswahrnehmung meistens übersehen, oder durch Betriebsblindheit ( weil es halt immer da ist und auch schon immer ganz selbstverständlich da war) nicht wahrnehmen.
Jedes mal wenn ich im Feng Shui Blog etwas schreibe steht da das Wort Tellerrand. Ich habe die Bedeutung bis vor kurzem nicht wahrgenommen.
Als der Feng Shui Lehrer und Schamane Yes Lim seinen Grundkurs in Kirchzarten 1999 begann, erinnerte er als erstes daran, dass der Boden auf dem wir stehen, gebildet wurde von lauter Kreaturen der Vergangenheit ( also Toten) und damit auch der Geist dieser Kreaturen immer vorhanden ist. Ich tat das damals mit chinesischem Ahnenkult ab, oder beschränkte meine Sicht auf die Umgebung von Friedhöfen, Kirchen und Orten ehemaliger Kriegsschlachten oder direkte verstorbene Verwandte.
Durch die Faszination meiner Kinder an den Dinosauriern und dem Leben aller jetzigen und aller jemals gelebten Tiere und Pflanzen auf unserer Erde wurde ich wieder darauf gestoßen, wie mich selbst diese Verbundenheit und diese grundlegende Basis berührt. Auf das Leben selbst. Blick über den Tellerrand unserer üblichen Alltagswahrnehmung.
Wer das I Ging nutzt, kennt die erstaunliche Erfahrung , dass die Antworten höchst präzise sind und auf die individuell Lebenssituation passen. Irgendetwas außerhalb unserer üblichen Sichtweise scheint bei den Antworten mitzuhelfen . Ein Helfer, ein Sprecher ein Vermittler oder Wanderer zwischen der Welt des Tellerinhaltes und der Welt außerhalb des Tellerrandes scheint mit uns zu sprechen. Ähnlich dem Zaunreiter: ein Tellerrandbewohner.
Douglas Adams der Autor u.a. von den Romanen `Per Anhalter durch die Galaxis` und `Die letzten ihrer Art` kannte diesen Mittler zwischen den Welten und hat ihn Babelfisch genannt.
Carol Anthony und Hanna Moog, Autorinnen des Buches `I Ging `Das kosmische Orakel` beschreiben die menschliche Fähigkeit mit dem Lebensprozess an sich in Kontakt zu treten unser Fühlbewusstsein. Sie beschreiben die Fähigkeit unseres immer vorhandenen Fühlbewusstsein mit dem gesamten Lebensbewusstsein ( kosmischen Bewusstsein) in Kontakt zu treten : Frage den Weisen. Dieser Weise spricht durch das Orakel mit uns.
Seit der Entdeckung der DNA unserem Lebensursprung, kann die Frage an dieses innere und äußere Ich (und der inneren und äußeren Inspiration und Spiritualität) ähnlich erklärt werden. Unserer innerer Babelfisch ist wie auch wir selbst, Teil des Lebenskollektivs des Planeten Erde und eingebunden ins kosmische Bewusstsein. Wir Menschen sind jederzeit mit allem Leben verbunden, da uns das Leben und gleichzeitig alle Lebewesen um uns herum geschaffen hat. Es ist Bestandteil des Lebens. Fragen und Antworten aus dem I Ging, und anderer Orakeltechniken wie die Astrologie, das Kartenlegen oder Teilbereiche des Feng Shui sind immer Fragen an das Leben und ich nenne es mal… an die Lebenskraft selbst.
Übertragen auf den Richtungsstreit der verschiedenen Feng Shui Schulen und der Frage ob denn nun das Drei Türen Bagua, die Fliegenden Sterne oder der Kompass die einzig All Heil bringende Herangehensweise an unsere Dasein (und schöner Wohnen) ist, völlig albern. Reines menschliches Ego. Es geht nicht darum mit welcher Technik jemand über den Tellerrand blickt und sich ins eigentliche Leben einklinkt, sondern allein darum, dass man es schafft über den Tellerrand zu blicken.
Weil wie sagte schon Douglas Adams. Die Antwort ist 42.
Sven Christeleit





