Nachtrag zur Lesung Literatur trifft Garten vom 18.4.07

Dann ist doch alles gut gegangen und die Lesung wurde ein Erfolg. Georg Luibl hat wundervoll vorgetragen und schöne und passende Texte herausgesucht, ich habe meine Teil auch gut  dazugetan und selbst in der Presse wurde unsere Vortragsreihe positiv aufgenommen.
So schrieb die Neue Westfälische in ihrer Ausgabe Bielefeld – Oerlinghausen am 20.4.2007:

Von der Magie des Aufbruchs
Wie sich Freiraumplaner und Schauspieler ergänzen


„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Was schon Hermann Hesse wusste, das erlebten die Besucher in der Buchhandlung Blume von Martina Lange bei einer Lesung der besonderen Art, in der es hieß: „Literatur trifft Garten“.

Blüten, die sich auf dünnen Stielen aufrecht dem Himmel entgegenstrecken, ihre kreative Kraft, begleitet vom unvergleichlich frischen, lieblichen Duft: Schauspieler Georg Luibl, der kurzfristig für den erkrankten Jürgen Buchmann eingesprungen war, sowie Sven Christeleit, diplomierter Ingenieur für Freiraumplanung und Landespflege und klassischer Feng Shui-Berater, ließen mit Gedichten, Geschichten und Informationen über den Frühling und seine Pflanzenschätze bunte Bilder vor dem geistigen Auge der rund 30 Zuhörer entstehen.

Gießkanne, Strohhut, Korb und blaue Gärtnerschütze, die sich Georg Luibl gleich zu Beginn übergestreift hatte, gehörten unweigerlich dazu, als der Mime mit dem wunderbar rollenden bayerischen „R“ und der ostwestfälische Praktiker sich in der Mitte der Welten zwischen Literatur und Natur trafen. Im Schein der Tischlampe gelang dem ungleichen Duo bei seiner ungewöhnlichen „Vorlesung im Frühling über den Frühling“ die reizvolle Verknüpfung von Poesie und Sinndeutung.

Das Märzveilchen als Symbol der Sehnsucht, als magisches Blümchen und in Büchern vielfach als „beschränkt begehbar“ beschrieben, – Christeleit lieferte bei seiner informativen, textlichen Wanderung durch die Frühlingsmonate wissens- und staunenswerte Hintergründe, Luibl vollendete das Bild mit klug ausgewählten Texten der Weltliteratur.

Joseph von Eichendorffs „Wünschelrute“ kam ebenso zu Gehör wie „Der Frühling“ von Heinz Erhardt („Süßer Duft ist überall – bloß hier im Zimmer stinkt es“) oder der „Osterspaziergang“ aus Goethes „Faust“. Im gegenseitigen Einklang knüpfte das Duo aus Bielefeld schließlich auch die Bande zum „Monat der Liebe“, erzählte und las vom Weißdorn, der „vom Himmel gefallenen Wölkchen gleich“ im Mai seine Blütenpracht entfalten wird. Und ließen das Auditorium nicht zuletzt an der „Geschichte eines Genies“, des eitlen Schmetterlings mit dem kurzen Lebenszyklus teilhaben.

Wie traurig es enden kann, wenn ein Hering eine Auster liebt oder ein Mann die „vorsortierte Frau fürs Leben“ sucht, auch das erfuhren die Zuhörer am Ende eines heiteren, aufschlussreichen Abends, der Lust auf mehr machte.


( Der Text stammt aus der Tageszeitung Neue Westfälische . Alle Rechte liegen beim Verlag )
Ein großes Dankeschön an die Autorin der Neuen Westfälischen mit ihrem Artikel vom 20.4. 2007. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

Sven Christeleit

www.feng-shui-owl.de

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