Rudimente der Wissenschaft

Eine Quizfrage: Wann ist das erste Buch über Feng Shui in Europa erschienen?

Oft heißt die Antwort: „so in den 70er-80er Jahren“. Richtig aber…

Nicht 1970/80 sondern 1873 in London!

Das Buch heißt: „Feng Shui oder die Rudimente der Naturwissenschaft in China“ und wurde von dem Missionar E.J.Eitel geschrieben.

Doch wie kommt ein christlicher Missionar ein Werk über Feng Shui zu verfassen?

Ganz einfach- im Auftrag der Wirtschaft.

E.J. Eitel wurde nach China ausgesandt, um den ungläubigen Chinesen die Feng-Shui-Flausen aus den Köpfen zu vertreiben. Die chinesischen Regierungsbeamten haben es abgelehnt, die von den Europäern gewünschten Bahnschienen in bestimmten Landstrichen zu verlegen. Der Drachen wegen, hieß es in der Begründung. So macht sich Herr Eitel mit großem Eifer an die Arbeit und lernt zuerst selbst das Feng Shui kennen. Klar, man muss den Feind kennen, um ihn zu besiegen. Als Ergebnis hinterließ er eine einzigartige Dokumentation über Feng Shui. 

Ich finde das Buch als eine wahre Fundgrube für das Wissen und die damalige Sichtweise der unterschiedlichen Kulturen. An dieser Sichtweise hat sich bis heute nur wenig verändert. 

Zuletzt ist das Buch 2002 im Felicitas Hübner Verlag erschienen und mit etwas Glück auch noch zu bekommen. 

  

Viel Spaß beim Lesen, 

  

Hedwig Seipel
www.fengshui-classic.de

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2 Kommentare »

  Gerhard Zirkel schrieb am 16 April 2007 um 10:23 Uhr:

Hallo Hedwig,

schon gekauft! Aber so viel Glück braucht man gar nicht um es zu bekommen: (Werbung)

Feng Shui oder Die Rudimente der Naturwissenschaft in China

Gerhard Zirkel

  Sven Christeleit schrieb am 17 April 2007 um 18:49 Uhr:

Hatte ich doch letztens einen Vorentwurf für eine Diplomarbeit über Feng Shui in einer Parkanlage zu lesen bekommen. Der Diplomant hatte das Buch als wahre Feng Shui Quelle genannt. Ich habe ihm vorgeschlagen das Buch von der Liste zu streichen.
Als Buchtipp um die Missverständnisse des Westen gegen die Sichtweise des Ostens aus der Sicht der damaligen Zeit ( und z.T. bis heute) ist das Buch eine echte Fundgrube.

Ein guter Buchtipp.

Sven

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