Das Wort zum Sonntag – “ich ess was mir schmeckt”

Früher war auch ich einer von den Menschen, die nicht im geringsten darüber nachgedacht haben, was sie jeden Tag so zu sich nehmen. “Ich ess was mir schmeckt” war die Devise.

Mit der Beschäftigung mit dem Feng Shui und damit auch ein wenig mit der Chinesischen Kultur und Philosophie, kam ich natürlich auch um das Verhältnis der Chinesen zu ihrem Essen nicht herum.

Für “die Chinesen” (sicher auch nicht für alle) ist essen nicht nur das füllen des Magens mit organischem Material, sondern die Aufnahme unserer Lebensenergie, unseres Qi. Essen ist Medizin. Dabei ist das gar nicht soo chinesisch, den Spruch “Du bist was Du isst” kennt man ja auch bei uns, nur nimmt ihn keiner ernst.

Mit dieser Erkenntnis nahm auch bei mir ein Prozess des Umdenkens seinen Lauf. Langsam fing ich an, darüber nachzudenken was ich so den ganzen Tag in mich hineinstopfe.

Gerade solche Geschichten wie die diversen Gammelfleischskandale, oder die Tatsache, dass “natürliches” Erdbeeraroma immer noch aus Sägespänen gewonnen wird, zeigen einem doch überdeutlich auf, dass in diesem Bereich etwas ganz und gar nicht stimmt.

Das entspricht aber irgendwie der deutschen Kultur. Hauptsache vor der Haustür steht ein fetter Wagen, wenn man dafür am Essen sparen muss, sieht das ja keiner. In keinem unserer Nachbarländer sind Lebensmittel so billig wie bei uns. Der Gesetzgeber tut dann noch das seine zum Schutze der Lebensmittelindustrie. Müssen doch die meisten Zusatzstoffe immer noch nicht auf der Packung angegeben werden.

Kein Wunder, dass die Qualität dabei auf der Strecke bleibt. Kein Wunder dass man anstatt reinen Gewürzen, lieber Gewürze plus Natriumglutamat plus Farbstoff verwendet. Kein Wunder dass unser Obst zu 20% aus Gift besteht. Es muss schließlich billig sein und möglichst fünf Jahre ungekühlt frisch bleiben.

Der Nebeneffekt ist dann, dass unsere Kinder an Allergien leiden und teilweise den Geschmack von natürlichen Lebensmitteln nicht mehr erkennen. Klar, wenn man jahrelang nur einheitliches Industrieessen vorgesetzt bekommt gewöhnt man sich daran.

Ich sehe in dieser Einstellung eine Parallele zur Einstellung der Deutschen gegenüber ihrem Leben. Der Schein ist alles, nach außen hin muss alles perfekt aussehen. Großes Haus, dickes Auto, tolle Klamotten. Wie es innen aussieht ist vollkommen egal.

Vielleicht haben es Feng Shui Berater wie ich deshalb so schwer. Liefere ich doch nicht den schicken Schein, sondern kümmere mich um den Inhalt eines Hauses.

Bevor ein Deutscher Geld für einen Feng Shui Berater ausgibt, dessen Werk die Nachbarn hinterher vielleicht gar nicht sehen können, investieren Sie lieber in einen größeren Fernseher oder in pompöse Grills und Feuerstellen, auf dem dann aus Preisgründen wieder nur Gammelfleisch landet, aber lassen wir das…

Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
www.feng-shui-direkt.de

PS: Es geht auch anders: www.frosta.de – seit Jahren keinerlei Zusatzstoffe mehr in den Gerichten!

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3 Kommentare »

  Andrea Bätz schrieb am 3 April 2007 um 08:53 Uhr:

Hallo Gerhard,
ich finde gut, dass Du hier über unsere Errnährung schreibst nur bei der Empfehlung von Tiefkühlprodukten, bin ich sehr erstaunt.
1. Ist für uns die Tiefkühlprodukte nicht zu empfehlenswert, da durch das Einfrieren die Lebensmittel thermisch sehr stark verändert werden, kannst Du im 5 Elemente Kochbuch nachlesen und
2 auf der Packung steht dann auch 10 Minuten in die Mikrowelle?? da ist die Mikrowelle doch gesund?

Die Empfehlung wäre besser geht auf den Markt und schaut was der Biobauer um die Ecke hat und bereitet dieses frisch zu.

Da fällt mir ein heute ist Markttag ich schau mal was ich Gutes da bekomme.
Mein Thermomix freut sich wieder wenn ich darin frisches innerhalb krzester Zeit gesund zubereite. Ich finde das ist der Weg und nicht vorbereitet Nahrung aus dem Tiefkühlregal.

Liebe Grüße

Andrea

  Gerhard Zirkel schrieb am 3 April 2007 um 12:34 Uhr:

Hallo Andrea,

klar sind frische Lebensmittel der Tiefkühlkost vorzuziehen. Nur wer nimmt sich heute noch die Zeit auf den Markt zu gehen und vor allem jeden Tag selbst zu kochen.

Die meisten Menschen können gar nicht mehr kochen und das nicht nur weil heutige Küchen zu klein dimensioniert werden (sind wir wieder bei den bösen Architekten).

Ganz schlecht sind Tiefkühlprodukte übrigens nicht. Immerhin halten die meisten Gemüsesorten ihre Vitamine in gefrorenem Zustand wesentlich länger als ungefroren. Und es gibt wesentlich unnatürlichere Aufbewahrungsformen als das Einfrieren. Das stellt dann zumindest das kleinere Übel dar.

Mit der Mikrowelle gebe ich Dir recht, so etwas besitzte ich nicht und werde das auch nie.

Gerhard Zirkel

  conny schrieb am 17 April 2007 um 14:45 Uhr:

Das mit den kleinen Küchen ist mir auch schon aufgefallen. Dabei war früher die Küche der Lebensmittelpunkt des Hauses. Bei meiner Großmutter stand da sogar noch eine Liege drin, auf der ich immer spielte, während sie kochte.

Verwandte von uns haben sich ein neuen Haus gebaut. Als wir sie ein zweites mal besuchen fuhren meinte mein elfjähriger Sohn: Ach die mit dem großen Haus und der winzigen Küche.
Und das war sein ganz persönlicher Eindruck…

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