März 28, 2007 at 18:28
·in Kategorie Architektur, Feng Shui
Herrgottsakradijomihostghaut, oder wie der Nichtbayer sagen würde: Da krieg ich die Krise.
Das war meine erste spontane Reaktion als ich vor Kurzem an der Kinderklinik Dritter Orden vorbei kam. Lachte mir doch ein Giftpfeil erster Güte ins Gesicht und so was mitten in München.

Dass es Häuser gibt, in denen man deren Architekten zwangseinquartieren müsste um ihnen zu zeigen was sie für einen Mist gebaut haben weis man ja schon lange.
Aber es gibt wohl auch Gebäude in dessen Umgebung man den Architekten eine Weile platzieren sollte – dieses gehört dazu, denn es hat nicht nur eine solche Kante, sondern gleich vier. Die anderen lassen sich nur nicht so gut fotografieren weil sie von weiteren Häusern (darunter eine Art Kinderheim) verdeckt werden.
Gut zu sehen ist das übrigens via google-earth, die Adresse des Objektes gibt es unter http://www.kliniken.de/kliniken/a-z/kliniken/Kinderklinik-Dritter-Orden-Muenchen-1747.htm
Jetzt stelle man sich vor, man muss gegenüber einer solchen Kante arbeiten oder gar wohnen. Tolle Aussichten sind das dann. Vielleicht sollte man während des Architekturstudiums noch den Bereich “Bauethik” behandeln oder die angehenden Architekten wenigstens darauf hinweisen, dass sie nicht nur Verantwortung für das Objekt selbst übernehmen, sondern auch für die Umgebung in die es gebaut wird.

Bis das so weit ist, wird mir der Schreibstoff wenigstens nicht ausgehen, man muss immer alles positiv sehen.
Gerhard Zirkel
Berater für klassisches Feng Shui
www.feng-shui-direkt.de
Stichwörter:Feng Shui, Giftpfeil, Giftpfeile, Klinik
Ähnliche Artikel:
Gastautor werden? Möchten Sie gerne einen Gastartikel auf Haus Bau Planung veröffentlichen? Kein Problem, hier finden Sie die nötigen Infos: Gastautoren ... >>
Permalink
Hallo Gerhard
darauf habe ich gewartet. Endlich Bilder im Blog. Ich habe das bisher nicht geschafft. Irgendwie habe ich mich wohl zu ungeschickt angestellt. Weiter so.
Sven
Bernhard schrieb am 29 März 2007 um 08:31 Uhr:
Hallo Gerhard
sehr anschauliche Bilder!
Solange der Bauherr spektakuläre Bauten wünscht auch um selbst aufzufallen, solange kann man den Architekten nicht verurteilen wenn er ebenfalls versucht, sein Ego auf der Baustelle auszuleben und Bauwerke kreiert, wie eben das von Dir gezeigte.
Ein Feng Shui Haus, das sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügt macht halt nicht so viel her. Insofern prallen hier wieder verschiedene Denkweisen aufeinander: Aggressivität und “macht Euch die Erde Untertan” mit Sanftmut und “wir sind Teil des Ganzen”.
Solange alle so denken wie sie es tun, hat auch ein Architekt kaum eine Chance anders zu bauen sondern entwirft und gestaltet nur ein Spiegelbild der Gesellschaft.
Bernhard
http://www.feng-shui24.net
Hallo Bernhard,
wenn der Bauherr explizit so etwas wünscht, kann man dem Architekten sicher keine Vorwürfe machen. Aber in der Praxis sieht es eher so aus, dass der Bauherr die Grunddaten des Objektes vorgibt und der Architekt etwas passendes entwirft.
Ich denke nicht, dass der Bauherr dieser Kinderklinik einen spektakulären Bau gewünscht hat. Denn dazu steht es erstens in der falschen Gegend und zweitens würde es keinen Sinn machen für die Klinik eines Ordens einen spektakulären Bau hinzustellen.
Gerhard
Bernhard schrieb am 29 März 2007 um 11:16 Uhr:
Hallo Gerhard
lass es mich anders formulieren: solange ein Architekt und Bauherr mit spitzen Ecken oder spektakulären Kanten im Auge der meisten Betrachter mehr Aufmerksamkeit erreicht als mit harmonisch eingefügten Bauten, solange wird es solche Bauten eben auch häufiger geben als die anderen. Ich will nicht den Architekten frei sprechen, sondern nur zum Ausdruck bringen, daß die Architektur auch ein Spiegel der Gesellschaft ist.
Du und ich stören uns an solchen Dingen, aber wir sind nicht in der Überzahl. Ansonsten kann ich nicht erkennen, daß Ordensleute quasi per Heiligenschein andere Bauherren sind . Ganz im Gegenteil geht es auch hier um sehen und gesehen werden.
Insgesamt einige spannende Themen für einen Gastbeitrag?
Gruß
Bernhard
Hallo Bernhard,
Du hast schon recht, letztendlich müssen auch Bauherren und Architekten sehen, dass sie sich von der Masse abheben. Sehen und gesehen werden war schon immer wichtig und wird es wohl auch immer sein.
Ein Gastbeitrag von Dir ist übrigens schon lange wieder fällig – bin schon gespannt.
Gerhard
HTML-Tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>