Der letzte Chorprobe vor einem Auftritt ist immer etwas besonderes.
Meistens schleichen sich dabei einige Fehler ein, von denen man bisher gar nichts wusste. Bei unserer gestrigen Chorprobe ging zunächst auch fast alles schief was schiefgehen konnte. Plötzlich stand mein Nebenmann auf, ging zur Wand gegenüber und rückte ein Bild gerade. Es hing schief an der Wand.
Jetzt viel es allen anderen auch auf. Fast alle Bilder an den Wänden hingen ein wenig schief. Unsere Chorleiterin verstand zuerst nicht warum wir Männer nun regelmäßig während der Probe aufstanden um Bild für Bild gerade zu rücken. Harald wisperte ihr kennerhaft zu: “Es ist wegen des Feng Shui.”
“Das ist doch klar: Wir singen schief weil die Bilder schief hängen. Der Raum prägt den Menschen.”
Verblüfft darüber, für was Feng Shui alles Verantwortlich sein soll, kommentierte ich die ganze Aktion lieber nicht und konzentrierte mich ganz auf meine Noten.
Woran es auch immer gelegen hatte:Wir konnten die Probe nach dem Bilder rücken ohne größere Probleme weiterführen. Auch die Töne saßen jetzt richtig.
Yes! Und wieder mit Feng Shui ein wenig die Welt verbessert.
Sven Christeleit





